Der Berliner Reichstag

29.1. BRD: Christlichliberale Regierung, Wahlen, Parteien

30. März 1983

Kohl bildet sein zweites Kabinett. Strauß hatte auf ein Ministeramt verzichtet, doch erhielt die CSU auf Kosten der FDP ein weiteres Ministerium: Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) Auswärtiges und Stellvertreter des Bundeskanzlers Hans-Dietrich Genscher (FDP) Inneres Friedrich Zimmermann (CSU) Justiz Hans A. Engelhard (FDP) Finanzen Gerhard Stoltenberg (CDU) Wirtschaft Otto Graf Lambsdorff (FDP), ab 27. 6. 1984 Martin Bangemann (FDP) Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ignaz Kiechle (CSU) Arbeit und Sozialordnung Norbert Blüm (CDU) Verteidigung Manfred Wörner (CDU) Jugend, Familie und Gesundheit, ab 6. 6. 1986 Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit Heiner Geißler (CDU), ab 26. 9. 1985 Rita Süssmuth (CDU) Verkehr Werner Dollinger (CSU) Post-und Fernmeldewesen Christian Schwarz-Schilling (CDU) Raumordnung, Bauwesen und Städtebau Oscar Schneider (CSU) Innerdeutsche Beziehungen Heinrich Windelen (CDU) Forschung und Technologie Heinz Riesenhuber (CDU) Wirtschaftliche Zusammenarbeit Jürgen Warnke (CSU) Bildung und Wissenschaft Dorothee Wilms (CDU) Besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramts Wolfgang Schäuble (CDU) ab 15. 11. 1984 Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ab 6. 6. 1986 Walter Wallmann (CDU) In seiner Regierungserklärung vom 4. 5. 1983 stellt Kohl ein »Programm der Erneuerung« mit sieben Leitgedanken vor. Auf das Bündnis und die Freundschaft mit dem Westen gestützt, will er die Verständigung mit dem Osten auf der Grundlage der geschlossenen Verträge (pacta sunt servanda) fortsetzen und die deutsche Einheit in Frieden erstreben. Die Massenarbeitslosigkeit soll abgebaut und die Leistungs-und Wandlungsfähigkeit der sozialen Marktwirtschaft dokumentiert werden.

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