Der Berliner Reichstag

36.1. Weltpolitische Veränderungen am Ende des Kalten Krieges

6. März 1989

In Wien beginnen die Verhandlungen über Konventionelle Streitkräfte in Europa (VKSE) und zugleich Verhandlungen über Vertrauens-und Sicherheitsbildende Maßnahmen (VSBM) zwischen den 35 KSZE-Teilnehmerstaaten (16 NATO-, 7 Warschauer-Pakt-, 12 neutrale und nicht gebundene Staaten). Diese Verhandlungen waren im Schlussdokument der 3. KSZE-Folgekonferenz in Wien am 15. 1. 1989 vereinbart worden. Einvernehmlich hatten zuvor am 2. 2. 1989 die geographisch auf Mitteleuropa beschränkten MBFR-Verhandlungen seit 1973 geendet. Bereits am 10. 1. 1989 waren zwischen NATO und Warschauer Pakt erfolgreich Gespräche über ein Mandat für Verhandlungen über konventionelle Stabilität in ganz Europa vom Atlantik bis zum Ural abgeschlossen worden. Dabei hatten sich die Warschauer-Pakt-Staaten der westlichen Konzeption angenähert, dass ein konventionelles Kräftegleichgewicht in Europa erst noch mit dem Ziel gleicher Obergrenzen auf niedrigerem Niveau für die meisten Waffengattungen ausgehandelt werden müsse, um vor allem Überraschungsangriffe und raumgreifende Offensiven zu verhindern. Zur Haltung der NATO: 11. 12. 1986.

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