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Politische Bildung als lebenslanges Lernen

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Politische Bildung als lebenslanges Lernen

Markus Gloe Tonio Oeftering

/ 2 Minuten zu lesen

Inklusion ist nicht nur eine schulische, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und damit eine Aufgabe über die gesamte Lebensspanne. Die hierfür notwendigen gesellschaftlichen Lernprozesse können sich dementsprechend nicht allein auf den schulischen Sektor beschränken. Dies gilt auch und gerade für die politische Bildung. Denn politische Bildung als lebenslanges Lernen (vgl. Lange / Oeftering 2014) findet an vielen Orten statt, sowohl in der Schule als auch in der außerschulischen politischen Jugend- und Erwachsenenbildung (vgl. Hufer / Oeftering / Oppermann 2018), in formalen, non-formalen und informellen Bildungssettings, also in der Schule, im Beruf und im Alltag.

Das Thema »Inklusion« ist in besonderer Weise geeignet, dies zu veranschaulichen. Sei es ein neuer Mitschüler mit Beeinträchtigung, die neue Kollegin, die aus einem Bürgerkriegsland geflüchtet ist, oder auch ein zunehmend von Obdachlosigkeit und Armut gezeichnetes Stadtbild – die Frage, wer dazugehört und wer nicht, stellt sich in den unterschiedlichsten Lebenszusammenhängen immer wieder aufs Neue.

Die Aufgabe politischer Bildung besteht nun darin, diese Frage in ihren unterschiedlichen Zusammenhängen und Erfahrungswelten zu thematisieren. (…) Voraussetzung für ein erfolgreiches Gelingen wäre dabei eine bessere Vernetzung der unterschiedlichen Sektoren politischer Bildung. So könnte beispielsweise die schulische politische Bildung erheblich von direkten Kooperationen mit Einrichtungen der außerschulischen politischen Jugendbildung profitieren. Denn Letztere hat häufig – etwa in Jugendzentren – einen besseren Zugang zu Jugendlichen aus gesellschaftlich tendenziell ausgeschlossenen Gruppen und kann hier entsprechend auf andere Erfahrungen, Konzepte und Methoden zurückgreifen, als sie der schulischen politischen Bildung bisher zur Verfügung stehen. (…)

Der Artikel ist eine gekürzte Fassung eines Abschnittes aus dem Aufsatz Markus Gloe / Tonio Oeftering (2020), Didaktik der politischen Bildung. Ein Überblick über Ziele und Grundlagen inklusiver politischer Bildung. In: Externer Link: Meyer, D./Hilpert, W./Lindmeier, B. (Hrsg.): Grundlagen und Praxis inklusiver politischer Bildung. Bonn. S. 87 - 132.

Quellen / Literatur

Hufer, Klaus-Peter / Oeftering, Tonio / Oppermann, Julia (2018): Wo steht die außerschulische politische Jugend- und Erwachsenenbildung? Schwalbach / Ts.

Lange, Dirk / Oeftering, Tonio (Hrsg.) (2014): Politische Bildung als lebenslanges Lernen. Schwalbach / Ts.

Fussnoten

Weitere Inhalte

Dr. Markus Gloe, Jahrgang 1974, leitet die Lehreinheit Didaktik der Sozialkunde am Geschwister-Scholl-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München.

lehrt seit WS 2018/ 19 an der Universität Oldenburg. Dort leitet er die Professur „Politische Bildung/ Politikdidaktik“. Zuvor war er seit dem WS 14/15 Juniorprofessor für Politikdidaktik an der Leuphana Universität Lüneburg. Im Anschluss an eine kaufmännische Ausbildung studierte er Lehramt an Realschulen an der Pädagogischen Hochschule Freiburg (1. Staatsex.). Dort absolvierte er auch ein Diplomstudium der Erziehungswissenschaft (Erwachsenenbildung) und promovierte in Politikwissenschaft. Er übte Tätigkeiten als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politische Wissenschaft, Arbeitsbereich Didaktik der Politischen Bildung der Leibniz Universität Hannover aus, Es folgten Vertretungsprofessuren an der Leibniz Universität Hannover sowie der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Verbindung von Politischer Theorie mit Politischer Bildung, die Außerschulische politische Jugend- und Erwachsenenbildung, sozioökonomische Bildung sowie die Internationalisierung der politischen Bildung.