Meine Merkliste

Futter für Europas Vieh

Anthropozän Animation: Geschichte der Erde Gespräch: Wird der Mensch einem Erdzeitalter seinen Namen geben? Wirtschaft und Wachstum im Anthropozän Die Große Beschleunigung - 'The Great Acceleration' Animationen: Sozio-ökonomische Trends Weltbevölkerung Animationen: Erdsystemtrends Kohlenstoffdioxid Lachgas Methan Ozon Oberflächentemperatur Ozeanversauerung Mariner Fischfang Garnelenzucht Stickstoff in Küstenzonen Verlust Tropischer Wälder Domestizierte Landfläche Artensterben Begleittexte der Grafiken Das Anthropozän als politische Herausforderung Ethische und philosophische Überlegungen zum Anthropozän Planetary Boundaries: Ein Rahmen für globale Nachhaltigkeitspolitik? Geoengeneering und Klimawandel Filminterviews: Leben in neuer Zeit? Das Wörterbuch zum Anthropozän Grafiken Pro-Kopf Fleischverbrauch 2015 Futter für Europas Vieh Vermüllung der Weltmeere Planetare Grenzen Donut - ein sicherer und gerechter Handlungsraum? Leitplanken zukünftiger Systementwicklung Die Entwicklung des deutschen Wirtschaftswachstums Entkopplung von Wachstum und Ressourcenverbrauch? Interaktive Grafik: CO2, Bevölkerung und BIP weltweit Reichtum und Armut weltweit Impressum

Futter für Europas Vieh

Für den Fleischkonsum in der EU werden in Lateinamerika auf Äckern von der Größe Englands Futtermittel angebaut.

Futter für Europas Vieh (Interner Link: Grafik zum Download) (© bpb)

QuellentextFutter für Europas Vieh

Jeder EU-Bürger verbraucht im Jahr durchschnittlich 1,3 Hektar Land, sechsmal so viel wie ein Einwohner von Bangladesch. Ein solches Ungleichgewicht kann nur verringert werden, wenn man sich zunächst eingesteht, dass ein kleiner Teil der Weltbevölkerung, der weitgehend in Industriestaaten lebt, mehr verbraucht, als ihm zusteht. Würde jeder Erdbewohner so viel Fleisch verzehren wie ein durchschnittlicher Europäer, so müssten 80 Prozent des weltweit verfügbaren Ackerlandes ausschließlich für die Fleischproduktion genutzt werden. Umgekehrt würde eine Halbierung des EU-Verbrauchs von Tierprodukten aller Art den „Land-Fuß-abdruck“ der EU um 35 Millionen Hektar Äcker und 9 Millionen Hektar Weiden reduzieren. Europas gewaltiger Bedarf an Land wirkt sich negativ auf die Umwelt, das Sozialwesen und die Wirtschaft der Regionen aus, aus denen es kommt. In Entwicklungsländern trägt er massiv zu einer Zerstörung des Ökosystems, zu Grundstückskäufen im großen Stil (dem „Land Grabbing“) und zur Umsiedlung von Indigenen bei. Anstatt diese Probleme anzugehen, verbraucht die EU immer mehr Land. Auch bei der Umstellung auf Biokraftstoffe werden die Folgen für den Land-Fußabdruck Europas nicht berücksichtigt.

Quelle: Externer Link: Bodenatlas 2015

Fussnoten