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11. Juni 1999

Deutschland-Chronik I: Alliierte Besatzungspolitik 1. Vorentscheidungen der Siegermächte 2. Die Teilung Deutschlands 3. Wirtschafts- und Sozialreformen 4. Interzonale Verflechtungen und Sonderfall Saargebiet 5. Berlin und Berlin-Blockade II: Gründerjahre der beiden deutschen Staaten 6. Konstituierung der beiden deutschen Staaten 7. Bipolare Außenpolitik und Wiederaufrüstung im Kalten Krieg 8. Deutschlandpolitik und Berlin-Status im Kalten Krieg 9. Wirtschaft, Sozialpolitik und Gesellschaft 10. BRD und DDR: Bildungs-, Kultur-, Familien- und Jugendpolitik 1949 - 1955 III: BRD und DDR als Vorposten ihrer Schutzmächte 11. Regierung und Innenpolitik 12. Außen- und Sicherheitspolitik der beiden deutschen Staaten 13. Deutschlandpolitik und deutsch-deutscher Konflikt 1955 - 1961 14. Wirtschaft, Arbeit und Sozialpolitik 15. BRD und DDR: Bildungs- und Familienpolitik 1955 - 1961 IV: Deutschland in der Ära der Koexistenz 16. Regierungen, Parteien und Verfassung im politischen Wandel 17. Außen- und Sicherheitspolitik zwischen Konfrontation und Normalisierung 18. Deutsch-deutscher und Berlin-Konflikt im Übergang 1961 - 1969 19. Wirtschafts- und Sozialpolitik 20. Entwicklungspolitik und Weltwirtschaft 1961 - 1969/71 21. BRD und DDR: Bildung und Familie 1961 - 1969/71 V: Die deutschen Staaten im Wandel vom Ost-West-Konflikt zur Entspannung 22. Innenpolitik in der Ära Brandt/Schmidt und Honecker 23. Außen- und Sicherheitspolitik in der Ära Brandt/Schmidt und Honecker 24. Zwei Staaten, eine Nation in Deutschland 1969 - 1982 25. Berlin-Regelung und Berlin-Politik 1971 - 1982 26. Ökonomie, Umwelt und soziale Sicherung 27. Entwicklungspolitik und Weltwirtschaft 1969 - 1982 28. Familie und Jugend, Bildung und Kultur VI: Von der Ost-West-Entspannung bis zum Vorabend der 'Wende' 29. Innenpolitik in der ersten Ära Kohl und am Ende der Ära Honecker 30. Außen- und Sicherheitspolitik 31. Deutsch-deutsche Sonderbeziehungen und Berlin 1982 - 1989 32. Wirtschaft und soziale Sicherung, Umwelt und Entwicklung 33. BRD und DDR: Familie und Bildung 1982 - 1989 VII: Von der friedlichen Revolution zur staatlichen Einheit 34. »Wir sind das Volk«: Die friedliche Revolution vor und nach dem 40. Jahrestag der DDR-Gründung 35. DDR und BRD: Von der Vertragsgemeinschaft zur Einheit 36. Internationale und sicherheitspolitische Rahmenbedingungen der deutschen Einheit 37. Die Wiederherstellung der Einheit Berlins als »kleine Wiedervereinigung« 1989 - 1990 VIII: Deutschland auf dem Weg zur inneren Einheit 38. Regierungssystem und Innenpolitik in der zweiten Ära Kohl 39. Deutsche Außen- und Sicherheitspolitik nach der Einheit 40. Wirtschaft, Steuern und Sozialpolitik in Deutschland 41. Weltwirtschaft, Dritte Welt und Umwelt 1990 - 1998 42. Familien-, Jugend- und Bildungspolitik in Deutschland 1990 - 1998 IX: Kontinuität und Wandel 43. Regierungswechsel und Innenpolitik 44. Deutschland in der internationalen Politik 45. Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik 46. Weltwirtschaft, Dritte Welt und Umwelt 1998 - 2000 47. Familie und Bildung 1998 - 2000 Über die Chronik Redaktion

11. Juni 1999

Der Bundestag stimmt mit überwältigender Mehrheit dem KFOR-Einsatz der Bundeswehr auf der Grundlage der Resolution 1244 des UN-Sicherheitsrats vom 10. 6. 1999 zu und stockt zugleich das deutsche Kontingent von bisher 6 000 auf bis zu 8 500 Soldaten auf. Das Parlament folgt damit dem Antrag der Bundesregierung, gegen den sich nur die PDS ausgesprochen hatte; einige Abgeordnete der Grünen enthalten sich der Stimme. Hintergrund: Am 6. 5. 1999 hatten sich die sieben führenden Industriestaaten und Russland beim G8-Außenministertreffen auf dem Petersberg bei Bonn auf Eckpunkte eines Friedensplans für das Kosovo verständigt: Sofortiges Ende der Gewalt, Rückzug militärischer, polizeilicher und paramilitärischer Kräfte, Stationierung von internationalen zivilen und »Sicherheitsrepräsentanzen« unter UN-Mandat, Rückkehr aller Vertriebenen und Flüchtlinge, Selbstverwaltung für das Kosovo im Rahmen der Souveränität Jugoslawiens, Entwaffnung der UCË K. Russland hatte damit erstmals einer internationalen Friedenstruppe zugestimmt. Vgl. dazu Interner Link: 3./4. 6. 1999. Nachdem sich die G8-Außenminister am 8. 6. 1999 in Köln über den Text der UN-Resolution geeinigt hatten, wurde am 9. 6. das Militärabkommen zwischen NATO und Serbien über den geordneten und überprüfbaren Rückzug aus dem Kosovo unterzeichnet, und am 10. 6. 1999 verabschiedete der UN-Sicherheitsrat die UN-Resolution 1244 über die Entsendung der internationalen Friedenstruppe Kosovo Force (KFOR); nur China enthielt sich der Stimme. Die am 10. 6. 1999 ausgesetzten NATO-Luftangriffe gegen Jugoslawien werden am 20. 6. 1999 endgültig eingestellt, da die Serben vereinbarungsgemäß Soldaten, Polizei und Paramilitärs aus dem Kosovo abgezogen haben. Damit ist der Kosovo-Krieg offiziell beendet. Die ersten von der NATO geführten Verbände der internationalen Schutztruppe rücken am 12. 6. 1999 in das Kosovo ein. Es wird in fünf KFOR-Zonen unterteilt. Das deutsche Kontingent kontrolliert den Süden um Prizren.