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Zeit für Utopien

Zeit für Utopien Ein Dokumentarfilm von Kurt Langbein

Bio-Produkte und Fairphone? Genossenschaftliches Wohnen und gewerkschaftliches Arbeiten? Der Film portraitiert Menschen, die auf der Suche nach nachhaltigen Alternativen zur Konsumgesellschaft sind.

Inhalt

Petra Wähning hat genug von ihrem Job in der Werbebranche und sucht ihr Glück auf einem Bio-Bauernhof in Bayern. Hier entwickelt sie ein Konzept für einen genossenschaftlichen Hofladen und ermöglicht so die Finanzierung eines lange benötigten Kredits. Bei einer Reise nach Südkorea, erlebt Wähning wie Nahrungsmittelproduktion, Vertrieb und Verkauf sowie Kunden und Kundinnen genossenschaftlich arbeiten und so den Erzeuger/-innen ermöglichen, nach traditionellen Verfahren ohne Existenzängste nachhaltig zu wirtschaften. Das, was auf dem bayrischen Hof im Kleinen gelingt, passiert hier im großen Stil. Der Filmemacher Kurt Langbein erweitert im Anschluss diese persönliche Perspektive und zeigt Leuchtturmprojekte des nachhaltigen Wirtschaftens und fairer Arbeitsbedingungen weltweit. Er porträtiert dazu die selbstverwaltete Teefabrik der Kooperative Scoop-ti in Gémenos (Frankreich) und schaut zurück auf deren Arbeitskampf. Das Bestreben Lieferketten fairer zu machen wird anhand einer Kobaltmine in Katanga (Ruanda) vor Augen geführt. Hier kaufen die Produzent/-innen des Fairphones ihre Rohstoffe ein. Mit der Wohngenossenschaft Kalkbreite in Zürich (Schweiz) rückt Langbein Wohnen ins Zentrum einer nachhaltigen Lebensweise, die nicht etwa als entbehrlich sondern als freudvoll gezeigt wird. Zudem findet Langbein hier eindringliche Bilder, um die Werte einer intergenerational gerechteren Lebensweise zu vermitteln. Ergänzt werden diese Einblicke mit Stimmen aus der Wissenschaft wie der von Ulrike Herrmann, die die Grenzen des Wachstums und des Finanzkapitalismus beschreibt. Der Film veranschaulicht Nachhaltigkeit nicht nur als ein Konzept ressourcen- und umweltschonenden Wirtschaftens, sondern idealisiert sie als ganzheitliches Konzept für ein gesundes, glückliches und selbstbestimmtes Leben.

Mehr zum Film?
Hier finden Sie Interner Link: Filmbesprechung, Interner Link: Arbeitsblatt und Interner Link: Interview mit Regisseur Kurt Langbein.

Mehr Informationen

  • Buch: Kurt Langbein, Anna Katharina Wohlgenannt

  • Kamera: Christian Roth

  • Ton: Nino Pfaffenbichler, Armin Koch

  • Schnitt: Alexandra Wedenig

  • Musik: Otto Lechner, Toni Burger

  • Produktion: 2018

  • Spieldauer: 89 Min.

  • hrsg. von: Langbein & Partner

Lizenzhinweise

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