Sanktion

[lat.] Allg.: S. bezeichnet belohnende (positive S.) oder strafende (negative S.) Reaktionen auf bestimmte Verhaltensweisen. Beides, Belohnung und Bestrafung, soll letztlich zur (dauerhaften) Einhaltung von Normen führen.

Rechtl.: 1) S. bezeichnet das Inkraftsetzen bzw. die Bestätigung von Gesetzen und Normen sowie von Strafmaßnahmen, die für den Fall einer Normüberschreitung oder Rechtsverletzung angedroht werden. Ziel von S. ist es, die konkrete Verwirklichung von Recht und Gesetz sicherzustellen.

2) In den internationalen Beziehungen sind S. völkerrechtliche Zwangsmaßnahmen wirtschaftlicher (Zollerhöhung, Embargo), politischer (Einschränkung/Abbruch diplomatischer Beziehungen) oder militärischer Art, mit denen die Einhaltung von Vereinbarungen erzwungen werden soll.

Siehe auch:
Normen
Recht
Gesetz
Internationale Beziehungen
Embargo

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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