Mehr als ein Spiel?!

Beschreibung


Immer mehr ältere Menschen sind im Netz unterwegs, nutzen allerdings nur eingeschränkt Potenziale zur Information und dem politischen Diskurs, insbesondere in sozialen Medien. Ein anderer Teil dieser Alterskohorte verweigert sich dem Netz, wie die Studien belegen. Bei einer stark zunehmenden politischen Kommunikation über das Netz als Alternative zu bisherigen Medienkanälen werden somit Menschen exkludiert, wenn sie sich nicht aktiv und regelmäßig mit dem Netz auseinandersetzen. Geht man davon aus, dass somit auch Deutungshoheit und Meinungsmacht verändert wird, bedeutet dies, dass es (ungewollt) zu einem Bias in der politischen Willensbildung kommt. Die Folge kann sein, dass politisch Akzente gesetzt werden, die einseitig oder undemokratisch sind. Die politische Ungleichheit aufgrund von Uninformiertheit ist somit evident und demokratieschädlich. Im Rahmen des Workshops sollen unter dem Stichwort "Generations" Konzepte entwickelt werden, wie diese ausgeglichen werden kann und generationenübergreifend hier Zugänge durch Schulungen, Weiterbildung und Austausch organisiert werden können. Dabei steht die aktive Teilhabe der älteren Menschen am politischen Meinungsbildungsprozess im Netz im Mittelpunkt der Überlegungen. Es geht auch um die Frage der Netzpolitik, die in diesem Bereich kaum Fakten berücksichtigt und Impulse für Zugangsgerechtigkeit gibt. Folge davon kann auch eine zunehmende Politikverdrossenheit in dieser Kohorte sein. Damit schadet sich Politik selbst. Die zu entwickelnden Konzepte tragen zu einem Generationenaustausch bei, der eher das Interesse an Politik wieder steigert und somit einen aktiven Bestandteil gegen Politikverweigerung und -verdrossenheit darstellt. Insbesondere die Nutzung von Social Media sowohl durch die Politik, aber auch im politischen Diskurs der Nutzer bilden dabei den zentralen Kern.

Veranstalter/Workshopleitung


Universität Paderborn
Jörg Müller-Lietzkow

Format


aktiver Workshop nach Impulsreferat


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