Obdachlosigkeit als extreme Form von sozialer Ungleichheit - Kommunale Ansätze zur Problemminderung

Beschreibung


Obdachlosigkeit hat viele Facetten, ist in einer noch größeren Zahl von Ursachen begründet und die Folgen für die Betroffenen sind mannigfaltig. Am sichtbarsten sind Verwahrlosung und Verelendung. Für die Betroffenen manifestieren sich fatale Folgen: schlechte Hygiene, Unsauberkeit, extreme Exposition gegenüber der Witterung. Diese Umstände haben weitreichende Folgen für die individuelle Situation der Betroffenen wie Vereinsamung, Verzweiflung, Alkohol- u. Drogenabhängigkeit. Dies alles führt dazu, dass Obdachlose an den äußersten Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Wissenschaftliche Studien zeigen eine zunehmende Abwertung von Obdachlosen, da Menschen aktuell stärker nach der "Nützlichkeit" betrachtet und als "nutzlos" empfundene Obdachlose diskriminiert würden. Zur Zeit wird diese Entwicklung durch die Pegida-Demonstrationen gestützt, die auch "Penner u. Landstreicher" als Gegner ausmachen. Die Bekämpfung von Wohnungslosigkeit ist eine Aufgabe, die die demokratische Gesellschaft vor große Herausforderungen stellt. Erster institutioneller Akteur bei deren Bekämpfung sind die Kommunen, die auf der Basis von diversen Gesetzen zumeist über ein umfassendes Hilfesystem und eine passende Infrastruktur verfügen, um mit weiteren sozialen Institutionen notwendige Hilfen einzuleiten. Ziel ist dabei immer, den Obdachlosen in eine eigene Wohnung zu bringen. Ausgehend davon, dass grundsätzlich jeder Obdachlose ggf. mit zusätzlicher Hilfe im eigenen Wohnraum leben kann, findet der "Housing First"-Ansatz aktuell viel Zuspruch. Es geht darum, Obdachlosigkeit nicht zu verwalten, sondern aktiv zu minimieren. Ziel dieses Workshops ist es, die diversen Formen von Obdachlosigkeit herauszuarbeiten, die heutige Verortung in der Gesellschaft zu identifizieren und die kommunalen Handlungsansätze zu bewerten.

Veranstalter/Workshopleitung


Behörde für Soziales, Arbeit, Familie und Integration, Hamburg
Heinrich Nahr

Format


Diskussion, Kleingruppenarbeit, Gruppenpräsentationen


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