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Ausbeutung von Zuwanderern – Asymmetrien auf dem Arbeitsmarkt entgegenwirken

Beschreibung


In Deutschland haben alle Menschen – unabhängig von ihrer Herkunft – Arbeitnehmerrechte. Dennoch sind gerade Zuwanderer von Ausbeutung betroffen. Zum Teil setzen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sie mit Gewalt unter Druck, täuschen sie oder drohen mit einer Meldung bei Behörden. Solche Fälle können Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung darstellen, fast alle erfassten Opfer dieser Straftat haben einen Migrationshintergrund. Gründe für eine besondere Verletzlichkeit von Zuwanderern können desolate Bedingungen in den Herkunftsländern, Diskriminierungen oder auch fehlende Informationen zu Arbeitsrechten und Handlungsmöglichkeiten in Ausbeutungsfällen sein. Vertreterinnen von ARBEIT & LEBEN gGmbH Rheinland-Pfalz und aus dem Landesministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen stellen im Workshop ein gemeinsam entwickeltes Unterrichtsmodul vor. Es kann Menschen, die noch keine guten Deutschkenntnisse haben, Informationen zu Arbeitsrechten, Menschenhandel und Handlungsmöglichkeiten in Ausbeutungsfällen vermitteln. Damit fördert es den Abbau von Ungleichheiten.
Zuwanderer profitieren von Gesetzen nur, wenn sie die Inhalte kennen. Verschiedene Akteure aus ganz unterschiedlichen Institutionen können als Multiplikatoren auftreten, auf verschiedene Weise wichtige Kenntnisse vermitteln und die gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsmarkt fördern. In einem Open Space wird im Rahmen des Workshops diskutiert, wie die Teilnehmenden selbst Informationen zu rechtlichen Bedingungen von Zuwanderern auf dem Arbeitsmarkt sowie zur Bekämpfung von Arbeitsausbeutung an potentiell betroffene Zuwanderer und Multiplikatoren in ihrer Region oder ihrer Institution übermitteln können.

Veranstalter/Workshopleitung


ARBEIT & LEBEN gGmbH
Svenja Bergemann

Format


Open Space


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