"Fair statt prekär" – Gewerkschaftliche Handlungsmöglichkeiten im Betrieb

Beschreibung


Der Workshop stellt gewerkschaftliche Ansätze vor und diskutiert sie. Gleichzeitig werden Anregungen und Erfahrungen der Teilnehmenden mit aufgenommen. Der Workshop ist Teil einer Trilogie, kann aber auch separat besucht werden.

Niedriglöhne, grenzenlose Flexibilität bei gleichzeitigem Abbau sozialer Sicherungen, Leiharbeit und vielfältige Formen prekärer Beschäftigung haben die Lebenswirklichkeit in den Betrieben verändert. Gleichzeitig hebeln internationale Konzerne die deutsche Mitbestimmung aus. Betriebsräte und flächendeckende Tarifverträge werden eine Seltenheit in einer immer fragmentierteren Welt der Arbeitsbeziehungen.
Die Gewerkschaften haben in den vergangenen Jahren Strategien entwickelt, um Partizipation von Arbeitnehmer/-innen im Betrieb weiterzuentwickeln und Tarifverträge durchzusetzen. Dabei zwingen gesunkene Mitgliederzahlen die Gewerkschaften zu hinterfragen, wo und für wen Tarifverträge und Mitbestimmung im Betrieb erkämpft werden können. Es gibt zunehmend gesellschaftliche Schichten, die vom Zugang zum Arbeitsmarkt entkoppelt werden. Unsicherheit und Perspektivlosigkeit verbreiten sich zunehmend als Lebensgefühl. Unsichere Beschäftigung und Menschen, die von der eigenen Arbeit nicht leben können ("working poor") werden zu Verlierern einer Wohlstandsgesellschaft. Eine weitere Spaltung der Gesellschaft droht und damit einher ein Abbröckeln von Demokratie.
In diesem Workshop wollen wir gewerkschaftliche Strategien betrachten. Dabei geht es um bedingungsgebundene Tarifarbeit und um Kampagnen sowie um die Frage, welchen Stellenwert betriebliche Mitbestimmung in unserer Gesellschaft hat.

Veranstalter/Workshopleitung


ver.di GPB
Andreas Michelbrink

Format


Impuls und Diskussion - Workshop als Teil einer Trilogie


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