Soziale Ungleichheit, (gesunde) Ernährung und Verantwortung Ein Workshop zum konzeptuellen Lernen

Beschreibung


Fehlende gesundheitliche Chancengleichheit ist ein weltweit zunehmend auftretendes gesellschaftliches Phänomen. Vor allem Kinder und Jugendliche werden als Risikogruppe wahrgenommen. Ernährung als elementarer Lebensbereich aller Menschen steht dabei nachweisbar in einem besonders engen Zusammenhang mit sozialer Ungleichheit. Gleichzeitig verabschiedet die EU-Kommission eine Health-Claims-Verordnung, um missbräuchliche, auf Gesundheitsversprechen abzielende Lebensmittelwerbung zu unterbinden, und in Deutschland übersteigt die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln das Angebot.

Die Frage stellt sich, ob in das Konzept "gesunde Ernährung" schichtspezifische Bedeutungen eingeschrieben sind, die soziale Ungleichheit sowohl widerspiegeln als auch reproduzieren.

Der Workshop widmet sich diesem Zusammenspiel von sozialer Ungleichheit, (gesunder) Ernährung und Verantwortung, indem die unterschiedlichen Bedeutungsebenen und Gebräuche dieser Konzepte einer detaillierten Analyse unterzogen werden. Bedeutungsgenese, Bedeutungswandel sowie die Prozesse, durch die Ernährungsbewusstsein an Bildung, sozialen Status etc. gebunden wird, können so sichtbar gemacht und methodisch reflektiert geteilt werden. Als Materialbasis dienen dabei u.a. wissenschaftliche Studien, Lebensmittelwerbungen oder politische Statements.

Dem auf konzeptionelles Lernen angelegten Arbeitsprozess unterliegt die in einer Projektgruppe entwickelte CLEAR-Methode (Concept Learning for Empowerment through Analysis and Reflection https://www.clear-project.net/ ). Diese Methode hat sich in internationalen Lehr- und Lernarrangements als fruchtbar erwiesen, um interkulturelles Verständnis zu fördern.

Veranstalter/Workshopleitung


Geschwister-Scholl-Schule, Bensheim/European Wergeland Centre
Bernt Gebauer, Claudia Lenz

Format


Workshop mit Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Plenumsdiskussion


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