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Januar 2019

10.01.2019: Streikrecht

Guten Morgen,

die Pakete der Post kommen nicht an, die Bahn fährt nicht oder die Flugzeuge bleiben am Boden. Das kann entweder am unerwarteten Wintereinbruch liegen oder aber: es wird gestreikt.
  • Nachdem am Montag das Sicherheitspersonal an den Berliner Flughäfen gestreikt hat, soll heute an den Flughäfen Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart die Arbeit niedergelegt werden.
Warum wird gestreikt?
  • Meist rufen die Gewerkschaften – die bestimmte Arbeitnehmer/-innen vertreten – zum Streik auf. So wollen sie bei Tarifverhandlungen rund um Löhne, Arbeitszeiten u.v.m. Druck auf die Arbeitgeber/-innen ausüben.
  • Aktuell fordert die Gewerkschaft ver.di (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft) u.a. eine Erhöhung und Vereinheitlichung des Stundenlohns der Sicherheitsdienste auf 20 € brutto.
  • Das Streikrecht ist übrigens ein Grundrecht und als solches im Grundgesetz (Art. 9 Abs. 3) für alle verankert. Es gibt aber auch Ausnahmen: Beamte z.B. dürfen nicht streiken, da ihre Arbeitsbedingungen nicht in Tarifverträgen, sondern gesetzlich geregelt sind.
  • Wer streikt, bekommt übrigens keinen Lohn, sondern Streikgeld, das die Gewerkschaften zahlen.
  • Haben sich beide Seiten geeinigt, besteht für die Dauer des Tarifvertrags (im Schnitt ca. 2 Jahre) eine Friedenspflicht. In dieser Zeit darf nicht gestreikt werden.
Mehr zum Streikrecht im Video: kurz.bpb.de/dtdp359

Viele Grüße
deine bpb Online-Redaktion

24.01.2019



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