Erinnerungsorte

Gedenkstätte

KZ-Gedenkstätte "Unter den Eichen"

Bild der Gedenkstätte
Im Frühjahr 1944 wurde am nördlichen Stadtrand Wiesbadens ein Außenkommando des SS-Sonderlagers Hinzert errichtet. Es bestand aus fünf Holzbaracken, war stacheldrahtumzäunt, wurde von Polizeireservisten bewacht und stand unter dem Kommando eines SS-Hauptsturmführers. Die meisten der Häftlinge waren Angehörige des luxemburgischen Widerstandes gegen die deutsche Okkupation. Sie sind u.a. zum Bau von Ausweichquartieren für SS- und Polizeidienststellen sowie zur Trümmerbeseitigung nach Luftangriffen herangezogen worden. Vielfach wurden sie auch Handwerksbetrieben, Gärtnereien oder dem Flugplatz Erbenheim als Arbeitskräfte zugewiesen. Am 23. März 1945 wurde das Lager aufgelöst. Die Häftlinge traten einen Evakuierungsmarsch nach Frankfurt-Heddernheim an. Ihre Erschießung wurde vom zuständigen Kommandoführer Hertert verhindert, indem er mit dem Trupp in Richtung Friedberg weitermarschierte. Dort entließ der Polizeileutnant die Gefangenen, die sich umgehend in die Obhut von US-Kampfverbänden begaben.

Die am 9. November 1991 ihrer Bestimmung übergebene KZ-Gedenkstätte befindet sich in einem Schutzbunker, den die Häftlinge für die SS hatten errichten müssen. Eine von der Mainzer Historikerin Dr. Bärbel Maul sowie dem Wiesbadener Künstler Titus Grab konzipierte und realisierte Dauerausstellung thematisiert die NS-Zeit vor lokalem Hintergrund, den Widerstand und die Verfolgung in Luxemburg, die Haftbedingungen und das Schicksal der einst dort internierten KZ-Häftlinge, aber auch die ihnen von manchen Deutschen gewährte Unterstützung.

Pädagogisches Angebot
Gruppenführungen nach Vereinbarung

Öffnungszeiten
Mai bis Oktober
Samstag: 14.00 - 16.00 Uhr

Kontakt
Stadtarchiv Wiesbaden
Im Rad 42
65197 Wiesbaden
Bundesland Hessen

Tel.: +49 (0)611 31-4291 und -3219
http://www.wiesbaden.de/gedenkorte
stadtarchiv@wiesbaden.de

Lage
Carl-von-Ilbell-Weg
65195 Wiesbaden



zurück zur Trefferliste
Datenbank Erinnerungsorte

Schritte zur Anmeldung

Möchten Sie für die Datenbank einen Erinnerungsort vorschlagen? Alle notwendigen Informationen dazu finden Sie hier.

Mehr lesen

Datenbank Erinnerungsorte

FAQs

Was ist die Datenbank Erinnerungsorte? Welche Orte werden angezeigt? Welche Orte kann man in der Datenbank finden? Wie kann ich in der Datenbank recherchieren?

Mehr lesen

Datenbank Erinnerungsorte

Impressum / Redaktion

Die Redaktion der Datenbank Erinnerungsorte.

Mehr lesen

App Erinnerungsorte

Die App "Erinnerungsorte für die Opfer des Nationalsozialismus" ermöglicht eine neue Form des Erinnerns. Sie finden mehr als 200 Erinnerungsorte mit Informationen über Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale und Initiativen.

Mehr lesen

Bundesländer – Bund – EU

Öffentliche Fördermöglichkeiten

Bund und Länder fördern Fahrten zu Gedenkstätten mit teils sehr unterschiedlichen Strukturen und Programmen. Internationale Begegnungsprojekte werden vorrangig durch die internationalen Jugendwerke gefördert, aber auch eine Förderung durch die Europäische Union ist im Kontext größerer Projekte möglich.

Mehr lesen