30 Jahre Deutsche Einheit Mehr erfahren
Beleuchteter Reichstag

Dokumentation:
"Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst"

Am 26. Januar 1962 hielt der bekannte Literaturwissenschaftler Hans Mayer eine "Kleine Festrede" auf Anna Seghers. Anlass war das Erscheinen des 9.000 Bandes (der Leipziger Ausgabe) von "Reclams Universalbibliothek". Die sonderbar distanziert und anbiedernd zugleich wirkende Rede lässt erahnen, dass Mayer sich zu dieser Zeit bereits in einem tiefen Zwiespalt zwischen der eigenen sozialistischen Überzeugung und der Kulturpolitik der SED befunden haben muss. Angesichts der Vorgeschichte und Mayers weiteren Weges, der sich deutlich von dem Seghers' unterschied und ihn ein Jahr später in die Bundesrepublik führte, wirkt sie wie ein langsamer Abschied von der DDR.

Hans Mayer

Hans Mayer

Dokumentation: "Kleine Festrede"

"Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst", so lautete das Fazit der "Kleinen Festrede", die der bekannte Leipziger Literaturwissenschaftler Hans Mayer im Januar 1962 auf Anna Seghers hielt. Anlass war die Veröffentlichung der Erzählung "Ausflug der toten Mädchen" der nicht unumstrittenen Schriftstellerin als Nummer 9.000 (der Leipziger Ausgabe) von "Reclams Universalbibliothek".

Mehr lesen

Anna Seghers

Ingrid Sonntag

Langsamer Abschied von der DDR

Aus Anlass des Erscheinens der Nr. 9.000 von "Reclams Universalbibliothek" hielt Hans Mayer im Januar 1962 eine "Kleine Festrede" auf Anna Seghers. Mayers unveröffentlichte Laudatio lässt einen Wendepunkt in seinem Verhältnis zum Führungszirkel der SED erkennen, mit weitreichenden Folgen für den deutsch-deutschen Literaturaustausch.

Mehr lesen

Deutschland Archiv

Hans Mayer versuchte 1953 nachzuweisen, dass beim Aufstand des 17. Juni in der DDR wie bei der Exekution der Rosenbergs zwei Tage darauf in den USA faschistische Tendenzen wirksam waren. Dieser verschollene Text des von 1948–1963 in Leipzig lehrenden Germanisten tauchte vor einem Jahr wieder auf.

Mehr lesen

Unmittelbar nach der Niederschlagung des Aufstandes vom 17. Juni 1953 verfasste Hans Mayer seine Gedanken dazu. Er erkannte darin einen "faschistischen Putschversuch". Diese frühen Äußerungen werden verglichen mit zwei späteren Interpretationen Mayers aus den Jahren 1984 und 1991.

Mehr lesen

Publikation zum Thema

Ein Loch in der Mauer: Blick nach Ost-Berlin, Februar 1990.

Das Loch in der Mauer

Auch nach dem Mauerbau bestand ein innerdeutscher Literaturaustausch fort. Ein Kolloquium in Leipzig befasste sich mit der Mauer in der Literatur, mit Ablegern gleicher Verlage in Ost und West und der Beobachtung von Literaturkontakten durch die Staatssicherheit. Weiter...

Zum Shop

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

Mehr lesen

NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

Jetzt ansehen

Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

Mehr lesen

Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausstellung + Film

Die Mauer. Sie steht wieder!

Was wäre, wenn die Mauer Berlin erneut halbieren würde? 30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert das Deutschland Archiv der bpb mit 30 Bildmontagen und einem Film von Alexander Kupsch an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

Mehr lesen

Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

Mehr lesen auf chronik-der-mauer.de

Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

Mehr lesen

Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

Mehr lesen auf jugendopposition.de

Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

Mehr lesen

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

Mehr lesen

Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

Mehr lesen

Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

Mehr lesen

Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

Mehr lesen auf bpb.de

Der Tag in der Geschichte

  • 27. Okt. - 16. Nov. 1955
    Die Genfer Außenministerkonferenz bringt keine Fortschritte. Die Westmächte legen den modifizierten Eden-Plan mit einem Zusatzvertrag über eine beschränkte Rüstungszone mit Inspektionen vor. Molotow vertritt die »Zweistaatentheorie«: dass zwei souveräne... Weiter
  • 27. Oktober 1956
    Frankreich und die BRD schließen den Luxemburger Saarvertrag ab. Beide Staaten ziehen darin die Konsequenzen aus dem gescheiterten Saarstatut (23. 10. 1955). Danach ist das Saarland in zwei Etappen mit der BRD zu vereinen: politisch zum 1. 1. 1957,... Weiter
  • 27. Oktober 1966
    Ende der Regierungskoalition: Die FDP-Fraktion entscheidet mehrheitlich, aus dem Kabinett auszuscheiden. Die vier FDP-Minister Mende, Dahlgrün, Bucher und Scheel treten daher am 28. 10. zurück. Hauptgründe für die Regierungskrise: Die Steuereinnahmen sinken... Weiter
  • 27. Oktober 1982
    Die neue christlichliberale Regierung Kohl/ Genscher beschließt: 1. wegen sinkender Steuereinnahmen, wegfallender Ausgleichszahlungen beim Kindergeld (»Kindergeldmilliarde«), Mehrausgaben wegen steigender Arbeitslosigkeit und wegen der Kosten für die... Weiter
  • 27. Oktober 1989
    Der Staatsrat erlässt eine umfassende Amnestie für Demonstranten (Straftaten gegen die staatliche und öffentliche Ordnung) und Flüchtlinge (Straftaten des ungesetzlichen Grenzübertritts bzw. Versuchs dazu). Ausgenommen bleiben Personen, die Gewalt angewendet... Weiter
  • 27. Oktober 1989
    Eine geheime ökonomische Analyse für das ZK der SED (Generalsekretär Egon Krenz) kommt zu dem Schluss, dass die sozialistische Planwirtschaft zusammenzubrechen und die DDR zahlungsunfähig zu werden drohe. Daher sei eine »grundsätzliche Änderung der... Weiter
  • 27. Oktober 1998
    Der Bundestag wählt Gerhard Schröder (SPD) mit 351 von 665 abgegebenen gültigen Stimmen zum Bundeskanzler. Erforderlich ist die absolute Mehrheit von 335 Stimmen der insgesamt 669 Bundestagsabgeordneten. Schröder bildet die erste rotgrüne Bundesregierung, die... Weiter
  • 26./27. Okt. 1962
    Spiegel-Affäre: Die Redaktions- und Verlagsräume des Nachrichtenmagazins Der Spiegel werden in Hamburg und Bonn nachts polizeilich besetzt und durchsucht. Der Herausgeber Rudolf Augstein, der Verlagsdirektor Hans Detlev Becker und mehrere leitende Redakteure... Weiter