Beleuchteter Reichstag

Zeitgeschichte/Zeitgeschehen

Deutsch-deutsche Teilung konnte nur durch Austausch überwunden werden. Zum Teil wurde solcher Austausch instrumentalisiert oder es wurde versucht, dabei Normalität zu suggerieren und inszenieren. Dadurch dass die Grenze mit dem Mauerbau nahezu undurchlässig geworden war (zumindest für die Ostdeutschen), spielte der deutsch-deutsche Austausch für die Basis der Gesellschaft jedoch eine wichtige Rolle.
Mehr als 20 Jahre nach Überwindung der Teilung sind deren Spuren vielerorts immer noch spürbar. Lange Zeit galt das auch für die Wahlen ...

Wählen in Tracht: Landtagswahl in Baden-Württemberg am 27. März 2011.

Hendrik Träger

Wählt der Osten immer noch anders?

Im Jahr 2011 fanden sieben Landtagswahlen in allen Regionen Deutschlands statt, die teilweise zu so nicht erwarteten Ergebnissen führten. Das wird zum Anlass genommen, die Wahlergebnisse in Ost- und Westdeutschland miteinander zu vergleichen: Wählt der Osten immer noch anders?

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Inszenierte Herzlichkeit auf dem Weihnachtsmarkt: Erich Honecker lässt sich im Beisein von Bundeskanzler Helmut Schmidt auf dem Balkon des Güstrower Rathauses bejubeln, 13. Dezember 1981. Neben Schmidt der Bundesminister für innerdeutsche Beziehungen, Egon Franke.

Detlev Brunner

"... eine große Herzlichkeit"?

Im Dezember 1981 trafen Helmut Schmidt und Erich Honecker zum zweiten deutsch-deutschen Gipfel zusammen. Die internationale politische Atmosphäre war spannungsgeladen. Der Symbolwert des Treffens war deshalb hoch: Statt Konfrontation sachliche Gespräche. Auch nationale Gemeinsamkeiten waren fühlbar. Beim abschließenden Güstrow-Besuch präsentierte die Staatssicherheit eine andere Seite "deutscher Normalität".

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Stefan Heym spricht auf der Kundgebung am 4. November 1989 auf dem Berliner Alexanderplatz.

Tom Thieme

Mehr als ein Weltliterat

Stefan Heym war der berühmteste Schriftsteller der DDR und einer ihrer lautesten Dissidenten. Ob im sozialistischen Alltag oder in seinen Werken – als Autor mit Weltruf besaß er eine Sonderstellung. Diese nutzte Heym konsequent, um zu kritisieren und anzuklagen. Eine Würdigung zum 10. Todestag des Literaten.

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DDR-Flüchtlinge blicken durch den Zaun der Prager Botschaft der Bundesrepublik, 30. September 1989.

Christian Booß

Sündenfall der organisierten Rechtsanwaltschaft

Das Thema "Ausreise" war für das SED-Regime geradezu existenziell. Dementsprechend versuchte das Ministerium für Staatssicherheit in erheblichem Maße Einfluss auf Anwälte zu nehmen, die DDR-Bürger in Ausreisefragen berieten.

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Krönung des Turms der Stadtkirche durch die Junge Gemeinde in Teterow, 1984.

Christian Halbrock

Basisarbeit mit der kirchlichen Jugend und Ausbesserungen am Kirchendach

Zwischen den evangelischen Kirchen in Ost- und Westdeutschland bestanden Beziehungen auf allen Ebenen. An den Ost-West-Beziehungen der Kirchen vor Ort erweist sich, wie sich Christsein und Gemeindealltag in der DDR konkret gestalteten und was von offiziellen Verlautbarungen zu erwarten war.

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Volkspolizisten überwachen die Räumung von Häusern in der Bernauer Straße, 24. September 1961.

Gerhard Sälter

Zu den Zwangsräumungen in Berlin nach dem Mauerbau 1961

Neben den Zwangsaussiedlungen an der innerdeutschen Grenze 1952 und 1961 wurden auch in Berlin 1961 umfassende Zwangsräumungen an der entstehenden Mauer angeordnet. Diese Maßnahmen gehören zu einem immer ausgreifenderen Konzept von Sicherheit zur Verhinderung von Flucht und zur Absicherung des Grenzregimes.

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Der Ostblock galt der westdeutschen Propaganda als riesiges Gefängnis, nicht als Ziel für Ferien. Plakat des Volksbundes für Frieden und Freiheit.

Jens Niederhut

Frohe Ferien in der DDR

Zehntausende westdeutscher Kinder lud die DDR zwischen 1954 und 1961 in Ferienlager ein. Die Bundesrepublik reagierte mit zusätzlichen Mitteln für Ferienhilfswerke, Kampagnen, polizeilichen und juristischen Maßnahmen. Die Geschichte der Ferienaktion wirft Schlaglichter auf die SED-Westpolitik, den westdeutschem Antikommunismus und die deutsch-deutsche Systemkonkurrenz.

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Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei, Betriebskampfgruppen und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen, Demokratie und Reisefreiheit eintraten - und sich mit Kerzen, Worten und Zivilcourage gegen die Staatsmacht durchsetzten. Ein filmischer Überblick.

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Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausstellung + Film

Die Mauer. Sie steht wieder!

Was wäre, wenn die Mauer Berlin erneut halbieren würde? 30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert das Deutschland Archiv der bpb mit 30 Bildmontagen und einem Film von Alexander Kupsch an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 28./29. Mai 1953
    Die Sowjetische Kontrollkommission (SKK) wird in die Hohe Kommission der Sowjetunion in Deutschland umgewandelt. Erster Hoher Kommissar wird Botschafter Semjonow, seit 1945 politischer Berater der SMAD. Weiter
  • 28. Mai 1958
    Abschaffung der Lebensmittelkarten und der letzten Rationierungen für Fleisch, Fett und Zucker. Die damit verbundenen Preissteigerungen, von denen nur staatlich subventionierte Grundnahrungsmittel wie Brot und Kartoffeln ausgenommen bleiben, gleichen Lohn-,... Weiter
  • 28. Mai 1982
    Die Kultusministerkonferenz (KMK) beschließt in Bremerhaven, Gesamtschulabschlüsse auch künftig gegenseitig anzuerkennen. Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung hatte am 29. 3. 1982 vorerst darauf verzichtet, den Bildungsgesamtplan bis 1990... Weiter
  • 28. Mai 1993
    Das Bundesverfassungsgericht erklärt das novellierte Abtreibungsrecht (27. 7. 1992) für verfassungswidrig. Abtreibungen bleiben zwar in den ersten zwölf Wochen straffrei, sind aber »rechtswidrig«. Sie dürfen nur dann von Krankenkassen finanziert werden, wenn... Weiter