Beleuchteter Reichstag

Dokumentation

Entgegen allen Verlautbarungen ehemaliger Spitzen der Partei- und Staatsführung in Ost-Berlin existierte an der innerdeutschen Grenze ein "Schießbefehl". Im Zuge der Vorbereitungen der X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten 1973 in Ost-Berlin erklärte der Minister für Staatssicherheit in einer Besprechung ausdrücklich: "Der Schießbefehl wird nicht aufgehoben." Das Protokoll legt ein beredtes Zeugnis vom Denken und von den Wahrnehmungen des SED-Regimes ab.

Erste Seite des Protokolls der Beratung vom 25. Juli 1973.

Protokoll vom 24. Juli 1973

"Der Schießbefehl wird nicht aufgehoben"

Am 24. Juli 1973 besprachen die für Sicherheit zuständigen Minister der DDR, welche Maßnahmen an der innerdeutschen Grenze während der X. Weltfestspiele in Ost-Berlin zu ergreifen seien. Stasi-Minister Mielke stellte fest: "Der Schießbefehl wird nicht aufgehoben."

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Elf Jahre später: Friedrich Dickel (r.), Minister des Innern und Chef der Deutschen Volkspolizei, wurde am 3.10.1984 von Erich Honecker (2.v.l.) zum Armeegeneral befördert. Zugleich wurden die Minister für Staatssicherheit Erich Mielke (2.v.r.) und für Verteidigung Heinz Hoffmann (3.v.r.) mit dem Scharnhorst-Orden ausgezeichnet. Die Urkunde verliest Hoffmann-Stellvertreter Fritz Streletz (l.). Der Zeremonie wohnt auch Egon Krenz bei, der für Sicherheitsfragen zuständige Sekretär des SED-Zentralkomitees (3.v.l.).

Lutz Maeke

Wider die Vernunft

Ein im Wortlaut exakt festgehaltenes MfS-Protokoll legt eines der authentischsten Zeugnisse des Denkens und der Wahrnehmungen des SED-Regimes ab. "Frieden, Freundschaft und antiimperialistische Solidarität" verwandeln sich hier zur Chimäre. Diese Quelle ist nun erstmals dokumentiert.

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Ausstellung + Film

Die Mauer. Sie steht wieder!

Was wäre, wenn die Mauer Berlin erneut halbieren würde? 30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert das Deutschland Archiv der bpb mit 30 Bildmontagen und einem Film von Alexander Kupsch an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei, Betriebskampfgruppen und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen, Demokratie und Reisefreiheit eintraten - und sich mit Kerzen, Worten und Zivilcourage gegen die Staatsmacht durchsetzten. Ein filmischer Überblick.

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30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

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Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

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    Die schrittweise eingeführte Währungs- und Zolleinheit des Saarlands mit Frankreich ist vollendet. - Ein Gesetz vom 15. 7. 1948 kreiert eine eigenständige saarländische Staatsangehörigkeit. Weiter
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    Der Bundesgrenzschutz wird ab sofort neu organisiert, sein Aufgabenbereich erweitert. Neben die neuen Funktionen der Bahnpolizei und des Schutzes des zivilen Luftverkehrs treten vor allem grenzpolizeiliche Aufgaben an den Ostgrenzen, denn Polen und Tschechien... Weiter
  • 1. April 1998
    Nicht eheliche Kinder sind mit ehelichen ab sofort im Erbrecht gleichgestellt. Die Neuregelung gilt nicht für vor dem 1. 7. 1949 geborene nicht eheliche Kinder. Weiter
  • 1. April 1998
    Die Mehrwertsteuer steigt von 15 auf 16 Prozent. Damit soll ein höherer Bundeszuschuss an die gesetzliche Rentenversicherung finanziert und der Rentenbeitragssatz stabilisiert werden. Ohne diese Mehrwertsteuererhöhung wäre er von 20,3 auf 21 Prozent... Weiter
  • 1. April 1998
    Der ergänzte Art. 13 GG (Unverletzlichkeit der Wohnung) schafft die verfassungsrechtlichen Voraussetzungen zur akustischen Wohnraumüberwachung bei besonders schweren Straftaten oder bei dringenden Gefahren für die öffentliche Sicherheit (Großer Lauschangriff:... Weiter
  • 1. April 1999
    Ökologische Steuerreform 1. Stufe: Die Steuern auf Benzin/Diesel, Strom, Gas und Heizöl werden erhöht, um den Energieverbrauch zu drosseln. Die Mehreinnahmen aus diesen »Ökosteuern« sollen die Arbeits- und Lohnnebenkosten, vor allem den Rentenbeitrag,... Weiter