Beleuchteter Reichstag

Forum

Zu den wichtigsten wissenschaftlichen Methoden gehört der Vergleich, die Komparatistik. Was bei anderen Gegenständen gang und gäbe ist, stößt bei der Untersuchung von NS- und SED-Diktatur oft auf erhebliche Vorbehalte und auf den Vorwurf der Gleichmacherei. Der Diktaturenvergleich ist dessen ungeachtet notwendig – gerade auch mit Blick auf die politische Kultur und auf die politische Bildung, entsprechend der sogenannten Faulenbachschen Formel, wonach das Leid der stalinistisch Verfolgten durch die Erinnerung an die NS-Opfer ebenso wenig bagatellisiert, wie deren Leiden nicht durch die Würdigung der stalinistisch Verfolgten relativiert werden dürfe.

Ein Gedenkort für beide Diktaturen: die Haftanstalt "Roter Ochse" in Halle (Saale). Aufnahme aus den 1990er-Jahren.

Manuel Becker

Die Bedeutung des deutschen Diktaturenvergleichs für die politische Kultur der "Berliner Republik"

Deutschland ist im weltweiten Maßstab ein einzigartiger Fall für den Diktaturenvergleich – dies fordert Wissenschaft und Geschichtspolitik der "Berliner Republik" in gleicher Weise heraus. Wie lassen sich die beiden deutschen Diktaturen in der bundesdeutschen Erinnerungskultur in ein angemessenes Verhältnis zueinander setzen?

Mehr lesen

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

Mehr lesen

NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

Jetzt ansehen

Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

Mehr lesen

Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausstellung + Film

Die Mauer. Sie steht wieder!

Was wäre, wenn die Mauer Berlin erneut halbieren würde? 30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert das Deutschland Archiv der bpb mit 30 Bildmontagen und einem Film von Alexander Kupsch an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

Mehr lesen

Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

Mehr lesen auf chronik-der-mauer.de

Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

Mehr lesen

Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

Mehr lesen auf jugendopposition.de

Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

Mehr lesen

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

Mehr lesen

Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

Mehr lesen

Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

Mehr lesen

Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

Mehr lesen auf bpb.de

Der Tag in der Geschichte

  • 15. Juni 1945
    In Berlin treten Repräsentanten unterschiedlicher Gewerkschaftsrichtungen (Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund, Christliche Gewerkschaften, Hirsch-Dunckersche Gewerkschaften, Revolutionäre Gewerkschaftsopposition) dafür ein, den Freien Deutschen... Weiter
  • 15. Juni 1945
    Gründungsaufruf des Zentralausschusses der SPD in Berlin (Otto Grotewohl). Die geforderte Einheitspartei der Arbeiterklasse wird von der KPD abgelehnt, doch beschließen beide Parteien am 19. 6. 1945 ein gemeinsames Aktionsprogramm. Zum unterschiedlichen Kurs... Weiter
  • 15. Juni 1945
    Der Zentralausschuss der SPD in Berlin appelliert im Gründungsaufruf an die Deutschen, »Demokratie in Staat und Gemeinde, Sozialismus in Wirtschaft und Gesellschaft« zu verwirklichen. Banken, Versicherungen, Bodenschätze, Bergwerke sollen verstaatlicht,... Weiter
  • 15. Juni 1970
    Tonbanderklärung Ulrike Meinhofs zur »Gefangenenbefreiung«: Um das »Proletariat« zu organisieren und »bewaffnete Auseinandersetzungen« durchzuführen, sei es erforderlich, die »Rote Armee« aufzubauen. Gewaltanwendung und Schusswaffengebrauch werden... Weiter
  • 15. - 19. Juni 1971
    Der VIII. Parteitag markiert eine Zäsur in der Geschichte der SED. Sie betrachtet den Sozialismus wieder als Übergangsphase zum Kommunismus und distanziert sich damit von Ulbrichts These, der Sozialismus sei eine relativ selbstständige Gesellschaftsformation... Weiter
  • 15. Juni 1973
    Bildungsgesamtplan bis 1985, verabschiedet von der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung der BRD. Die Regierungschefs des Bundes und der Länder billigen den Rahmenplan am 20. 9., den Finanzrahmen am 30. 11. 1973. Der Bildungsgesamtplan entwirft erstmals... Weiter
  • 15. - 18. Juni 1989
    Dritte Direktwahl des Europäischen Parlaments der zwölf EG-Staaten. Weiter
  • 15. Juni 1990
    Die beiden deutschen Regierungen veröffentlichen eine Gemeinsame Erklärung zur Regelung offener Vermögensfragen. Danach sind Enteignungen auf besatzungsrechtlicher bzw. -hoheitlicher Basis (1945 - 1949) nicht mehr rückgängig zu machen. Die Regierungen der... Weiter