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23.1.2020

Dokumentation: Präsident Andrzej Duda auf dem 1. Gipfeltreffen der Drei-Meere-Initiative, Dubrovnik (Kroatien), 25. August 2016

Beim ersten Gipfeltreffen am 25. und 26. August 2016 in Dubrovnik betonte der polnische Präsident Andrzej Duda das Potential der Drei-Meere-Initiative. Inhaltliche Schwerpunkte sollen neben Transportverbindungen und einer Energieinfrastruktur die Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft, Kultur, Jugend und gesellschaftliche Nähe sein.

Vertreter der 12 Mitgliedsstaaten der Drei-Meere-Initiative haben am ersten Gipfeltreffen im August 2016 in Dubrovnik teilgenommen, darunter die damalige Präsidentin von Litauen, Dalia Grybauskaitė, der polnische Präsident Andrzej Duda und die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović.Vertreter der 12 Mitgliedsstaaten der Drei-Meere-Initiative haben am ersten Gipfeltreffen im August 2016 in Dubrovnik teilgenommen, darunter die damalige Präsidentin von Litauen, Dalia Grybauskaitė, der polnische Präsident Andrzej Duda und die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović. (© picture alliance/pixsell)

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Ich muss wahrscheinlich niemanden davon überzeugen, dass die Länder der "Drei-Meere-Region" ein wesentlicher Teil der euroatlantischen Gemeinschaft sind. Unsere Staaten wollen diese Gemeinschaft bereichern und aktiv für ihre Entwicklung tätig sein und haben das Potential dazu.

Bisher vollzog sich diese Entwicklung vor allem auf einer Ost-West-Achse. Trotz der unbezweifelbaren Leistung, die infolge dieses Handlungsmodells vollbracht wurde, schöpft es nicht in Gänze das Potential aus, das in den zwischen der Ostsee, der Adria und dem Schwarzen Meer gelegenen Ländern schlummert. Gerade deshalb hat heutzutage die Bereicherung des europäischen Integrationsprozesses mit Hilfe des Aufbaus von Bindungen und Verbindungen auf der Nord-Süd-Achse eine so wesentliche Bedeutung.

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Integration ist kein Feind der Vielfalt. Es lohnt sich, sich dies in Erinnerung zu rufen, denn um sie zu bewahren gibt es heute kein größeres Hindernis als ein eindimensionales Entwicklungsmodell. Wir können jedoch gemeinsam diese Logik revidieren, indem wir die Bindungen zwischen den Ländern der Drei-Meere-Region vertiefen und gemeinsam das Potential der Nord-Süd-Achse entwickeln.

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Die Transportverbindungen und die Energieinfrastruktur sind allerdings nicht alles. Wir müssen das Gefühl der Nähe der Nationen der Drei-Meere-Region auch in anderen Bereichen aufbauen. Die Zusammenarbeit im Bereich der Wissenschaft und der Kultur, außerdem der Jugendaustausch – das sind grundlegende Instrumente, dieses Ziel zu verwirklichen. Wir erschaffen die geographische Nähe. Eine Herausforderung ist allerdings auch, dass wir eine gesellschaftliche Nähe erzeugen.

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Hervorhebungen im Original.

Übersetzung aus dem Polnischen: Silke Plate

Quelle: https://www.prezydent.pl/aktualnosci/wypowiedzi-prezydenta-rp/wystapienia/art,69,wystapienie-prezydenta-rp-pana-andrzeja-dudy-podczas-dubrovnik-forum-2016.html (abgerufen am 15.01.2020).

Gemeinsam herausgegeben werden die Polen-Analysen von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, dem Leibniz- Institut für Ost- und Südosteuropaforschung und dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH. Die bpb veröffentlicht sie als Lizenzausgabe.

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