US-Soldaten in Afghanistan

6.2 Kampf der Kulturen

Neue Zürcher Zeitung vom 27.02.2014

"Wie weiter mit Europa?"

http://mei.labs.nzz.ch/

Die Neue Zürcher Zeitung hat ein Spezial zur SVP-Initiative zur Masseneinwanderung und deren Folge eingerichtet. "Nach dem denkbar knappen Ja zur SVP-Initiative 'gegen die Masseneinwanderung' fängt nun die eigentliche Auseinandersetzung an: das Ringen um die Umsetzung der Entscheidung des Souveräns. Wenn Sie in den nächsten Monaten zu diesem Thema auf dem Laufenden bleiben wollen, sind Sie hier richtig: Auf dieser Sonderseite stellen wir alle Artikel der NZZ und die wichtigsten Beiträge anderer Medien zusammen."

Mehr lesen


Qantara vom 24.02.2014

"Hoffnungsvolle Wende"

http://de.qantara.de/content/interview-mit-naika-foroutan-zur-islamkonferenz-hoffnungsvolle-wende

Die Soziologin Naika Foroutan von der Humboldt-Universität in Berlin zeigt sich erfreut über die Exklusion von Sicherheitsfragen aus der Islamkonferenz, denn nur so könne sich die Konferenz auf die wichtigsten Fragen konzentrieren. "Es wird immer deutlicher, dass Muslime ein Teil dieser Gesellschaft sind und nicht Reisende oder Migranten, die irgendwann wieder gehen. Deshalb werden alltägliche Belange relevant – wie z.B. islamische Bestattungen und eigene Friedhöfe, islamische Alten- und Pflegeheime oder Seelsorge, auch bei öffentlichen Einrichtungen wie der Bundeswehr. Daneben gibt es Fragen zur rechtlichen Einstufung islamischer Praktiken wie der Beschneidung oder dem Schächten von Tieren. Muslime möchten Rechtssicherheit in solchen Fragen. Mit Sicherheitsaspekten haben diese Fragen nichts zu tun und im Grunde auch nichts mit Integration."

Mehr lesen


Tageszeitung vom 20.02.2014

"Linkspopulismus bringt es nicht"

http://www.taz.de/Debatte-EU-Reaktionen-auf-Schweiz/!133220/

TAZ-Auslandskorrespondent Andreas Zumach zur Debatte über die EU-Reaktionen auf das Zuwanderungsreferendum der Schweiz. "Natürlich ist es zunächst richtig, dass die EU auf Vertragsverstöße der Schweiz, wie die bereits verkündete Annullierung der bislang für 2024 vorgesehenen Einführung des freien Personenverkehrs mit EU-Mitglied Kroatien, sofort mit Gegenmaßnahmen reagiert. Aber mittelfristig wird sich die Personenfreizügigkeit in Europa nur bewahren lassen und eine menschen- und völkerrechtskonforme Politik gegenüber Flüchtlingen aus außereuropäischen Ländern durchsetzbar werden, wenn drei andere Freiheiten neoliberaler Globalisierung endlich enttabuisiert und anhand menschenrechtlicher, sozialer und ökologischer Kriterien eingeschränkt werden: der freie Verkehr von Kapital, Waren und Dienstleistungen."

Mehr lesen


Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11.02.2014

"Demagokratie"

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/die-neue-schweizer-gegenstimme-demagokratie-12796727.html

Jürgen Kaube findet den Schlüssel zum Verständnis des Ausgangs der Schweizer Volksabstimmung zur Zuwanderung in Dürrenmatts Nationalrat von Schwendi. "Es wird wohl so kommen wie immer, so, wie es beispielsweise auch mit den Briten immer kommt, wenn sie mal wieder kurz davor sind, aus der EU – dann doch nicht auszutreten. Wie sie werden nämlich auch die Schweizer, die jetzt wieder demonstriert haben, sich niemals nicht der EU beugen zu wollen, verhandeln. Zuvor werden sie noch ganz entschieden der Masseneinwanderung von niedersächsischen Assistenzärzten Einhalt gebieten. Und die EU wird, leider, leider, den einen oder anderen Vorteil streichen müssen, von dem sie nun behaupten kann, sie habe ihn nur im Austausch gegen Personenfreizügigkeit gewährt. Dann aber werden sich beide auf einhundert Ausnahmeregelungen, Sonderbefristungen, Bedarfskontingente, Zusatzprogramme einigen, damit es auch weiter so läuft wie bisher, nämlich gut. Die andere Möglichkeit, sich nicht aufzuregen, eröffnet Oberst von Schwendi."

Mehr lesen


BBC vom 12.02.2014

"Central African Republic: 'Ethnic cleansing' of Muslims"

http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-26150668

Der andauernde Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik könnte Amnesty International und der UNO zufolge eine massive ethnische Säuberung sowie die Teilung des Landes zur Folge haben. "On Tuesday, UN chief Ban Ki-moon warned that the country risked being divided into Muslim and Christian areas. 'Both Muslims and Christians have been murdered and forced to flee their homes,' he said. 'The sectarian brutality is changing the country's demography. The de facto partition of the CAR is a distinct risk.' Muslims are being attacked after a mainly Muslim rebel force seized power last year and was accused of killing Christian civilians."

Mehr lesen


Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29.01.2014

"Meisner: Eine katholische Familie ersetzt mir drei muslimische"

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/koelner-kardinal-meisner-eine-katholische-familie-ersetzt-mir-d
rei-muslimische-12774890.html

Der scheidende Kölner Kardinals Joachim Meisner hat Kritik aus unterschiedlichen Richtungen auf sich gezogen, als er einen Vergleich zwischen christlichen und muslimischen Familien bei einer Rede vor Angehörigen der Gemeinschaft des Neokatechumenalen Weges aufgestellt hat. "Bekir Alboga von der Türkisch-Islamischen Union (Ditib) kritisierte Meisners Äußerungen scharf. Wenn ein muslimischer Würdenträger in vergleichbarer Position einen solchen Satz formulieren würde, ginge 'ein Empörungsschrei durch die Gesellschaft', sagte er dazu dem 'Kölner Stadt-Anzeiger'. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, warf Meisner vor, er bediene Ressentiments und islamfeindliche Stimmungen, 'die wir so von der katholischen Kirche und besonders vom neuen Papst nicht kennen'. Statt einander abzuwerten, sollten die Religionen einander stützen und schätzen."

Mehr lesen


Spiegel Online vom 23.01.2014

"Islamkonferenz: Muslimische Verbände fordern Neuanfang von de Maizière"

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/muslimische-verbaende-loben-de-maiziere-a-944988.html

Lisa Schnell über die Zukunft der Deutschen Islamkonferenz aus Sicht der Bundesregierung und aus Sicht der muslimischen Verbände. "Die Islamkonferenz soll es in ihrer alten Form nicht mehr geben, sagt Innenminister de Maizière. Nächste Woche trifft er deshalb muslimische Verbände. Doch die haben unterschiedliche Vorstellungen, wie der Dialog zwischen Islam und Staat in Zukunft geführt werden sollte."

Mehr lesen


Al Jazeera English vom 23.01.2014

"UN expert: CAR risks spiralling into genocide"

http://www.aljazeera.com/news/africa/2014/01/un-car-risks-genocide-2014122231835239576.html

Der Konflikt zwischen Christen und Muslimen in der Zentralafrikanischen Republik hat UN-Beobachtern zufolge nach monatelangen Kämpfen "schockierende" Ausmaße angenommen. "More than half the country's 4.6 million people need assistance, according to the UN, and nearly one million have fled their homes after mostly Muslim Seleka rebels seized power in a March coup d'etat that ousted former President Francois Bozize. Christian self-defence groups known as 'anti-balaka' (anti-machete) have taken up arms against them, and the UN estimates that retaliatory violence has claimed thousands of lives. The officials spoke of children being beheaded, entire villages burned and a complete breakdown of law and order, and they urged the deployment of more peacekeepers as soon as possible. 'The level of hatred between these communities shocked me,' Dieng said, listing widespread reports of summary executions, mutilation and sexual violence among the 'widespread and massive' human rights violations."

Mehr lesen


Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 21.01.2014

"De Maizière: Islamkonferenz nicht mehr in der alten Form"

http://www.faz.net/aktuell/politik/bundesinnenminister-de-maiziere-islamkonferenz-nicht-mehr-in-der-alten
-form-12762180.html

Mit der Rückkehr von Thomas de Maizière ins Bundesministerium des Inneren solle nun auch der Dialog der Islamkonferenz fortgesetzt werden – allerdings in anderer Form, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. "'Ich möchte, dass wir über den Weg zu guten Ergebnissen streiten, aber nicht über die Konferenz und deren Zusammensetzung', sagte de Maizière der F.A.Z.. Vieles sei außerdem schon auf den Weg gebracht. Es gebe insbesondere Fortschritte in der Organisation des Religionsunterrichts. Diese und andere Fragen seien aber Angelegenheiten der Länder und Kommunen."

Mehr lesen


Migazin vom 16.01.2014

"Sozialbetrüger” oder 'Neue Nachbarn'?"

http://www.migazin.de/2014/01/16/rumaenen-bulgaren-sozialbetrueger-oder-neue-nachbarn/

Die Germanistin Clara Herdeanu kritisiert im Migazin die sprachliche Darstellung von Rumänen und Bulgaren in den deutschen Medien. "Ich bin promovierte Linguistin und habe mich in meiner Doktorarbeit mit der gesellschaftspolitischen Relevanz der Massenmedien und ihres Sprachgebrauchs auseinandergesetzt: Deshalb beobachte ich diesen aktuellen Diskurs auch aus fachlichem Interesse und darum zielt mein Beitrag darauf ab, Aufmerksamkeit dafür zu wecken, wie diese Debatte sprachlich geführt wird."

Mehr lesen


Pew Research Center vom 14.01.2014

"Religious Hostilities Reach Six-Year High"

http://www.pewforum.org/2014/01/14/religious-hostilities-reach-six-year-high/

Das Pew Research Center hat eine neue Studie veröffentlicht, der zufolge die Zahl religiös begründeter Konflikte in der Welt im Jahr 2012 deutlich zugenommen habe. "A third (33%) of the 198 countries and territories included in the study had high religious hostilities in 2012, up from 29% in 2011 and 20% as of mid-2007. Religious hostilities increased in every major region of the world except the Americas. The sharpest increase was in the Middle East and North Africa, which still is feeling the effects of the 2010-11 political uprisings known as the Arab Spring. There also was a significant increase in religious hostilities in the Asia-Pacific region, where China edged into the 'high' category for the first time."

Mehr lesen


Haaretz vom 13.01.2014

"The 'Clash of Civilizations' that never was"

http://www.haaretz.com/opinion/.premium-1.568139

Der 1992 von Samuel Huntington prognostizierte "Kampf der Kulturen" habe sich 20 Jahre später als "intellektuelles Gedankenspiel" herausgestellt, schreibt der Sicherheitsexperte Leon Hadar. Die dominierenden politischen Konflikte unserer Zeit spielten sich nicht zwischen, sondern innerhalb der großen Kulturkreise ab. "Middle Eastern countries are unlikely to unify under the rule of a single Islamic caliphate in the near or distant future. If it were possible to define any one thing as lying at the center of Muslim civilization today, it would have to be the stubborn struggle between Sunni and Shi’ite Muslims – with Saudi Arabia and Iran, respectively, leading the two rival camps. (...) China has not become the core state of East Asia unifying the surrounding countries under an anti-Western cultural banner. To the contrary, its efforts to become the dominant regional power have generated a counterresponse from countries such as Japan, South Korea and Indonesia, which are pressuring the United States to continue playing a key role in serving as a brake on China’s strategic ambitions in the region. The conflict most likely to light the fuse of a major regional war in East Asia is not the one between Washington and Beijing, but between Beijing and Tokyo. Both China and Japan are driven by nationalist agendas and territorial struggles."

Mehr lesen


New York Times vom 06.01.2014

"Germany Adds Lessons in Islam to Better Blend Its Melting Pot"

http://www.nytimes.com/2014/01/07/world/europe/germany-adds-lessons-in-islam-to-better-blend-its-melting-
pot.html?hp&_r=3&

Die New York Times berichtet über die Fortschritte bei der Einführung des islamischen Religionsunterrichts in Deutschland. "For many teachers, German officials and, not least, Germany’s Muslims, wider instruction in Islam is a belated effort to redress decades of exclusion from the mainstream. Those years of marginalization, they say, meant many of Germany’s Muslims learned their faith by rote teaching at Quran schools, or from the hard-line musings over the Internet or in the courtyard mosques of immigrant neighborhoods in major cities like Hamburg or Berlin. 'I think it’s clear now that for years we made the mistake of alienating people,' said Nicola Beer, who as education minister in Hesse was one of several politicians, professors and teachers who pushed for the Islamic instruction. Now, she said, Germans recognize that 'we are here together, we work together, and we educate our children together.'"

Mehr lesen


Tageszeitung vom 07.01.2014

"Diesmal wird zu Hause gebetet"

http://www.taz.de/Kopten-in-Aegypten/!130480/

Orthodoxe Christen in Ägypten befürchten, zum Ziel von Anschlägen von Islamisten zu werden, berichtet Karim El-Gawhary in der Tageszeitung. Ausgerechnet das Verschwinden der Muslimbrüder von den Schalthebeln der Macht habe zu einer Verschlechterung der Lage der Christen im Land geführt, so el-Gawhary. "Laut ägyptischen Menschenrechtsorganisationen sind seitdem über 2.600 Personen umgekommen, mehr als beim Aufstand gegen Mubarak und überwiegend Anhänger Mursis. Diese sehen die Kopten hinter dem Sturz ihres Präsidenten, weil die Christen sich mehrheitlich hinter den Putsch gestellt hatten. Allein in einer Woche im August griff ein Mob über 100 christliche Einrichtungen vor allem im südlichen Oberägypten an. Die ägyptischen Christen wurden nach dem brutalen Vorgehen gegen die Islamisten zum 'Sündenbock', schreibt Amnesty International."

Mehr lesen


Spiegel Online vom 25.02.2014

"Prüfbericht: Europarat wirft Deutschland Ignoranz von Rassismus vor"

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/europarat-kritisiert-rassismus-und-intoleranz-in-deutschland-a-
955415.html

Deutschland müsse mehr gegen die Diskriminierung von Minderheiten unternehmen, fordert eine vom Europarat eingesetzte Expertenkommission in einem aktuellen Report. Spiegel Online listet die angesprochenen Mängel auf.

Mehr lesen


Hier finden Sie die Redaktion der Sicherheitspolitischen Presseschau.

Mehr lesen

Internationales

Internationales

Europa, Asien, Afrika, Amerika und weltweite Phänomene und Institutionen. Die bpb bietet ein breites Angebot zu internationalen Themen.

Mehr lesen

Online-Angebot

Informationsportal Krieg und Frieden

Wo gibt es Kriege und Gewaltkonflikte? Und wo herrscht am längsten Frieden? Welches Land gibt am meisten für Rüstung aus? Sicherheitspolitik.bpb.de liefert wichtige Daten und Fakten zu Krieg und Frieden.

Mehr lesen auf sicherheitspolitik.bpb.de

Dossier

Innerstaatliche Konflikte

Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Weltweit schwelen über 280 politische Konflikte. Und immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren.

Mehr lesen

Zahlen und Fakten

Globalisierung

Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. "Zahlen und Fakten" liefert Grafiken, Texte und Tabellen zu einem der wichtigsten und vielschichtigsten Prozesse der Gegenwart.

Mehr lesen

Publikationen zum Thema

Coverbild Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Die internationale Sicherheit ist fragil und bedroht. Wie können und müssen demokratische Systeme ...

Internationale Sicherheitspolitik Cover

Internationale Sicherheitspolitik

Seit Ende des Ost-West-Konflikts hat sich die internationale Sicherheitspolitik deutlich verändert....

Das Herz verlässt keinen Ort, an dem es hängt

Das Herz verlässt keinen Ort, an dem es hängt

16 Autor*innen aus Krisengebieten wünschen sich für ihre Zukunft weiterschreiben zu können. In di...

Sicherheitspolitik verstehen

Sicherheitspolitik verstehen

Wie sieht eine zeitgemäße Sicherheitspolitik angesichts einer zunehmend komplexer werdenden und st...

Am Hindukusch – und weiter?

Am Hindukusch – und weiter?

Ende 2014 zogen die letzten deutschen ISAF-Truppen aus Afghanistan ab. Dieser Band zieht Bilanz, fra...

Zum Shop