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Massenvernichtungswaffen

Massenvernichtungswaffen

Christiane Toyka-Seid, Gerd Schneider

Kinder gedenken im August 2011 der Opfer des Atombombenabwurfs über Hiroshima im Jahr 1945. (© picture alliance / dpa)

Militärische Waffen und Kampfstoffe

Als "Massenvernichtungswaffen" bezeichnet man bestimmte militärische Waffen oder Kampfstoffe. Wenn diese Waffen eingesetzt werden, können Hunderte, Tausende oder sogar Hunderttausende von Menschen in kurzer Zeit sterben. Massenvernichtungswaffen werden auch ABC-Waffen genannt. Das "A" steht für Atomwaffen. Das "B" steht für bakteriologische Waffen. Das "C" steht für chemische Waffen.

ABC-Waffen

  • Atombomben wurden zum ersten und einzigen Mal in der Geschichte der Menschheit 1945 eingesetzt. Am 6. August 1945 warfen die USA über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki Atombomben ab. Innerhalb von wenigen Stunden starben ungefähr 200.000 Menschen.

  • Bakteriologische Waffen sind Stoffe, die mit schlimmen Krankheitserregern (Bakterien) versetzt werden. Sie können von Flugzeugen oder Raketen aus versprüht werden. Die Menschen, die damit in Berührung kommen, erkranken an Pest, Cholera, Typhus, Milzbrand und anderen schrecklichen Seuchen.

  • Chemische Waffen sind Granaten, Raketen oder Flugzeuge, die mit chemischen Mitteln ausgerüstet werden. Das sind zum Beispiel Nervengase, die versprüht werden und viele Menschen töten oder lebensgefährlich verletzen.

Das Luftbild zeigt die zerstörte japanische Industriestadt Hiroshima nach dem Abwurf der Atombombe am 6. August 1945. (© dpa)

Einsatz gegen diese Waffen

Die UNO bemüht sich seit vielen Jahren darum, dass die Länder, die Massenvernichtungswaffen besitzen, diese Waffen nicht einsetzen oder sie wieder vernichten. Dazu werden Verhandlungen geführt und Verträge geschlossen. Auch viele Organisationen und Privatpersonen engagieren sich gegen die Herstellung und Nutzung von Massenvernichtungswaffen.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2022.

Fussnoten