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Sozialisation | bpb.de

Sozialisation

Gerd Schneider Christiane Toyka-Seid

(© Stefan Eling)

Einüben von Verhaltensweisen

Niemand ist allein, jeder lebt von seiner Geburt an mit anderen Menschen zusammen. Schritt für Schritt wird der Mensch als Kind in die Familie und in die Schule eingegliedert. Als Jugendlicher durchläuft er die berufliche Ausbildung, später als Erwachsener muss er sich in einen Betrieb und gesellschaftliche Institutionen einordnen. Die Menschen lernen andere Menschen kennen, entwickeln Freundschaften, erleben auch Enttäuschungen. Dabei werden bestimmte Verhaltensweisen gelernt und eingeübt. Dieses allmähliche Anpassen an gesellschaftliche Regeln bezeichnet man als „Sozialisation“.

Mit Veränderungen leben lernen

Die Sozialisation ist wichtig für die Entwicklung des Menschen, damit er sich in der Gesellschaft zurechtfindet. Besonders die Sozialisation als Kleinkind, in der vieles unbewusst gelernt wird, ist entscheidend für die Persönlichkeitsentwicklung. Da sich die Dinge um uns herum ständig verändern, muss auch jeder sein Verhalten immer wieder neuen Situationen anpassen. Die Sozialisation ist also für die meisten von uns eine lebenslange Entwicklung.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2023.

Fussnoten