☕ Guten Morgen,
am 3.1.26 führte ein Brandanschlag zum längsten Stromausfall in der Berliner Nachkriegsgeschichte. Was ist bekannt?
🔥 Anschlag
Am frühen Samstagmorgen zündeten die Täter/-innen mehrere Hochspannungskabel auf einer Kabelbrücke am Teltowkanal im Südwesten Berlins an.
Ca. 45.000 Haushalte blieben ohne Strom, viele auch ohne Heizung. Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg schätzen den Schaden auf mehrere Mio. €.
Noch am selben Tag bekannte sich eine linksextremistische „Vulkangruppe“ zu der Tat. Polizei und Sicherheitsfachleute halten das Bekennerschreiben für authentisch.
🔎 Linksextremismus
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) definiert als linksextrem politische Bewegungen, die das Prinzip der freiheitlich demokratischen Grundordnung sowie den Kapitalismus durch eine anarchistische oder kommunistische Ordnung ersetzen wollen.
Laut BfV stieg die Zahl linksextremer Straftaten 2024 auf 5.857 an, was vor allem auf Taten im Kontext von Wahlen zurückgeführt wird. Die Zahl der Gewalttaten ging 2024 auf 532 zurück.
Sog. „Vulkangruppen“ verüben seit 2011 mit wechselnden Vulkan-Namen mehrere Anschläge auf Infrastruktur in Berlin und Brandenburg. Laut BfV verbinden sie „Antikapitalismus“ und klimapolitische Themen mit dem Ziel, die bestehenden Verhältnisse zu überwinden.
⚖️ Ausblick
Die Bundesanwaltschaft ermittelt nun wegen Terrorverdachts.
Über die Vulkangruppen ist wenig bekannt. Eine Gruppe, die sich als ursprüngliche Vulkangruppe von 2011 bezeichnet, distanzierte sich gestern vom aktuellen Anschlag.
Der Vorfall löste Debatten über einen besseren Schutz der kritischen Infrastruktur (Kritis) aus. Das geplante „Kritis-Dachgesetz“ soll in diesem Jahr bundesweite Standards schaffen.
➡️ Was ein bundesweiter Blackout bedeuten würde, erfährst du hier: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3001
Viele Grüße
Deine bpb Social Media Redaktion