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neues Jahr, neuer Preis: Das Deutschlandticket (DTicket) wird es weiter geben – aber es wird teurer. Was steckt dahinter?
🚋 Entstehung
2022 führte die Bundesregierung das 9-Euro-Ticket für 3 Monate ein. Ziel war, Bürger/-innen von steigenden Lebenshaltungskosten zu entlasten und sie für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) zu gewinnen.
Das 9-Euro-Ticket verkaufte sich 52 Mio. Mal. Im Mai 2023 folgte das DTicket für 49 €. Nach einem Jahr hatten rund 11,2 Mio. Menschen das Monatsticket abonniert. 2025 kostete das Ticket 58 €.
Das DTicket gilt bundesweit – flächendeckend in über 60 Verkehrsverbünden. Oft ist es günstiger als regionale Angebote.
🎫 Zukunft des DTickets
Am 7.11.2025 beschloss der Bundestag eine Änderung des sog. Regionalisierungsgesetzes, um das DTicket bis 2030 zu finanzieren.
Das Gesetz sieht vor, dass Bund und Länder weiterhin je 1,5 Mrd. € pro Jahr bereitstellen, um die Einnahmeausfälle der regionalen Verkehrsunternehmen durch das DTicket auszugleichen.
2026 stieg der Preis auf 63 € im Monat. Ab 2027 wird der Preis jährlich an die Kostenentwicklung angepasst. Der dazu nötige Kostenindex ist noch in Arbeit.
💬 Debatte
Das Gesetz stieß auf Kritik bei Opposition und Verbraucherzentralen. Sie bemängelten, eine Preissteigerung sei im Koalitionsvertrag von SPD und Union erst für 2029 vorgesehen.
Ca. 14 Mio. Menschen nutzen inzwischen das DTicket. Laut einer Studie des Leibniz-Informationszentrums Wirtschaft von 2024 ersetzte es etwa 10,7 % der Autofahrten durch ÖPNV-Nutzung.
Für eine Verkehrswende reicht das DTicket Forschenden zufolge allerdings nicht: Dazu müsste der ÖPNV vor allem in ländlichen Regionen weiter ausgebaut und stärker regional gedacht werden.
➡️ Wie kann die Verkehrswende klappen? Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp2987
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