❄️ Guten Morgen,
aktuell wird viel darüber gesprochen, ob die Menschen in Deutschland (Dtl.) mehr arbeiten sollten. Was steckt dahinter?
💻🕝 Arbeitszeit
2024 arbeiteten Beschäftigte in Dtl. dem Statistischen Bundesamt zufolge durchschnittlich 34,8 Stunden pro Woche – weniger als der europäische Schnitt von 37,1 Stunden.
In den letzten 20 Jahren verringerte sich die durchschnittliche Wochenarbeitszeit pro Arbeitnehmer/-in in Dtl. laut OECD-Wirtschaftsbericht. Ein Grund: Mehr Frauen und ältere Menschen, die häufig in Teilzeit arbeiten, traten ins Berufsleben ein.
Politik und Fachleute überlegen, wie sie die Menschen zu mehr Arbeitsstunden bewegen können, um etwa den Fachkräftemangel zu lindern.
📋💡 Ansätze
Die Bundesregierung plant ein Gesetz für flexiblere Arbeitszeiten.
Teile der Union fordern, Sozialleistungen zu kürzen und das Recht auf Teilzeit abzuschaffen. Laut des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung arbeiteten 2025 erstmals mehr als 40 % der Beschäftigten in Teilzeit.
Laut einer Studie des Leibniz Instituts für Wirtschaftsforschung könnte auch die Abschaffung des Ehegattensplittings, bei dem Eheleute eine gemeinsame Steuererklärung abgeben, zu mehr Vollzeit-Arbeitskräften beitragen und die Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt stärken.
🗯️ Debatte
Wirtschaftsfachleute warnen, dass mehr Arbeitszeit nicht automatisch mehr Produktivität bedeute. Überbelastung könne die Gesundheit schädigen und die Arbeitsqualität mindern.
Sie plädieren für Anreize, um die hohe Teilzeitquote zu senken und das Wirtschaftswachstum nachhaltig zu stärken – etwa bessere Kinderbetreuung und Reformen bei Rente und Minijobs.
Auch eine Steuerreform sei nötig. Besonders bei niedrigen Einkommen lohne sich mehr Arbeit oft nicht, da Sozialleistungen wegfallen oder der Steuersatz steigt.
➡️ Ist der Arbeitsmarkt unfair? Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3028
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Deine bpb Social Media Redaktion