👋 Guten Morgen,
vor 15 Jahren gingen in vielen arabischen Staaten Menschen auf die Straße.
✊ Arabische Protestbewegungen
Im Winter 2010/2011 startete eine Serie von Massenprotesten in der arabischen Welt. Sie führten zu politischen Umbrüchen mit zahlreichen Toten, Regimewechseln und Fluchtbewegungen.
Von Tunesien ausgehend weiteten sich die Proteste schnell auf andere arabische Länder aus, u.a. auf Ägypten, Libyen und Syrien.
Die Demonstrierenden gingen für „Brot, Freiheit und soziale Gerechtigkeit“ und gegen Armut, autoritäre Herrscher und für größere politische Freiheit auf die Straße.
🌱 Begriff
Hierzulande wurden die Protestbewegungen unter dem Begriff „Arabischer Frühling“ bekannt, der in der Region selbst jedoch weniger verwendet wurde.
Dort sprach man eher von „ath-Thaura al-Arabiyya“, was so viel bedeutet wie „Arabische Rebellion“ oder „Arabischer Aufstand“.
Die Frühlings-Metapher stieß eher auf Skepsis: Kritiker/-innen zufolge deute sie eher eine Demokratisierung nach westlichem Vorbild an und verharmlose, dass viele der Aufstände in Krieg und Gewalt endeten.
💥🌍 Unterschiedliche Entwicklungen
Die Aufstände ereigneten sich in mehr als 15 Ländern im Nahen Osten und nördlichen Afrika. Darunter waren sowohl Monarchien als auch autoritäre Staaten.
Die Demonstrierenden kamen aus verschiedenen sozialen Schichten und hatten unterschiedliche Motive. Besonders junge Menschen schlossen sich an.
Teils folgten auf die Proteste temporäre Demokratisierungen und begrenzten Reformen. Meist aber wurden sie gewaltsam niedergeschlagen. In einigen Ländern kam es zu Militärputschen und Bürgerkriegen, neue Machteliten entstanden.
➡️ Der Beitrag ist der Auftakt für eine Themenreihe über die Arabischen Protestbewegungen. Allerdings können wir nicht auf alle Einzelheiten der Bewegungen eingehen. Im nächsten Beitrag geht es um die Ursachen.
Viele Grüße
Deine bpb Social Media Redaktion