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der Wohnungsmarkt in Deutschland (Dtl.) ist angespannt. Die Bundesregierung will dagegen vorgehen. Was ist geplant?
🏘️ Wohnungsmarkt
Die Mietpreise steigen, gleichzeitig sinkt die Zahl der Angebote. Laut Sozialem Wohnmonitor fehlen insgesamt rund 1,4 Mio. Wohnungen.
Der Anteil befristeter und möblierter Mietangebote lag 2025 bundesweit bei 17 %. Befristete Mietverhältnisse sind grds. von der Mietpreisbremse ausgenommen, Aufschläge für Möbel führen häufig zu intransparenten und überhöhten Mieten.
Etwa 53 % der Menschen in Dtl. wohnten 2024 zur Miete – der höchste Wert in der EU. Vielen Menschen müssen einen erheblichen Anteil des Haushaltseinkommens für die Miete aufbringen. (Mietbelastungsquote)
🔄 Wohnreform
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) legte diese Woche einen Gesetzentwurf vor, der die Position von Mietenden stärken soll.
U.a. soll der Mietzuschlag bei Möblierung unaufgefordert transparent gemacht werden und angemessen sein. Die Befristung eines Mietvertrags müsse zukünftig begründet werden und die Mietpreisbremse soll nur bei einer Laufzeit von max. 6 Monaten nicht gelten.
Sog. Indexmieten, die sich an der Inflationsrate orientieren, sollen um max. 3,5 % steigen dürfen. Zudem soll es eine Schonfristzahlung geben, die einmalig vor Kündigung schützt, wenn Mietende in Zahlungsverzug geraten, die Miete jedoch nachzahlen.
📢 Reaktionen
Kritik an der geplanten Reform kam von Eigentümerverbänden: Modernisieren und Investieren lohne sich nicht mehr.
Der Deutsche Mieterbund begrüßte das Vorhaben, es sorge jedoch nicht ausreichend für eine spürbare und dauerhafte Entlastung der Mietenden.
Grünen und Linken geht der Entwurf nicht weit genug. Letztere fordern einen bundesweiten Mietdeckel, der auch bestehende Mieten begrenzt.
➡️ Ausführliche Zahlen rund um das Wohnen findest du hier: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3030
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