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Quiz zum Welttag Soziale Gerechtigkeit | Deine tägliche Dosis Politik | bpb.de

Heute ist der Internationale Tag der sozialen Gerechtigkeit. 2009 wurde der Aktionstag von den Vereinten Nationen ausgerufen. Er soll auf soziale Ungerechtigkeit weltweit aufmerksam machen und zu ihrer Überwindung aufrufen.

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Gibt es eine einheitliche, verbindliche Definition sozialer Gerechtigkeit?

Erläuterung

Eine einheitliche Definition von sozialer Gerechtigkeit gibt es nicht. Während einige vor allem eine faire Verteilung von Ressourcen betonen, stellen andere gleiche Chancen oder soziale und politische Teilhabe in den Mittelpunkt. Diese unterschiedlichen Deutungen erklären die oft kontroverse Debatte um soziale Gerechtigkeit. Entsprechend verschieden sind auch die konkreten politischen Forderungen: Für manche geht es vor allem um Chancengleichheit und ein leistungsorientiertes Steuersystem, andere setzen auf stärkere Umverteilung, um benachteiligte Menschen unabhängig von ihrer Herkunft zu unterstützen.
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Welche der folgenden Prinzipien stellen keine Vorstellungen sozialer Gerechtigkeit dar?

Erläuterung

Typischerweise werden 4 Grundprinzipien sozialer Gerechtigkeit unterschieden. Das Gleichheitsprinzip fordert eine gleiche Verteilung von Gütern und Lasten sowie faire Chancen beim Zugang zu Besitz und gesellschaftlichen Positionen. Das Bedarfsprinzip richtet sich danach, grundlegende Bedürfnisse zu sichern und Armut zu vermeiden – besonders bei unverschuldeten Notlagen. Das Leistungsprinzip belohnt höhere individuelle Leistungen mit größeren Anteilen an Einkommen oder Ressourcen, während das Anrechtsprinzip schließlich die Verteilung an soziale Merkmale wie Familie oder Herkunft knüpft, etwa bei Erbschaften.
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Welche dieser Institutionen hat Nachhaltigkeitsziele formuliert, die auch soziale Gerechtigkeit betreffen?

Erläuterung

Die Vereinten Nationen haben 2015 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) verabschiedet. Bei Ziel 10 geht es darum, Ungleichheiten innerhalb und zwischen Staaten zu verringern – ein Anliegen, das alle Nachhaltigkeitsziele durchzieht. Angestrebt werden ein höheres Einkommenswachstum für die ärmsten 40 % der Bevölkerung, echte Chancengleichheit durch den Abbau von Diskriminierung, stärkere soziale, politische und wirtschaftliche Inklusion, eine geordnete Migration sowie mehr Einfluss von Entwicklungsländern in internationalen Wirtschafts- und Finanzinstitutionen.
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Welche der folgenden Faktoren spielen eine entscheidende Rolle für soziale Ungleichheit?

Erläuterung

Soziale Herkunft, Bildung sowie Einkommen und Vermögen prägen maßgeblich die Lebensbedingungen und Zukunftschancen von Menschen. Diese Faktoren hängen eng zusammen: Wer etwa über ein niedriges Einkommen verfügt, hat häufig auch schlechtere Bildungschancen oder eine geringere Lebenserwartung. Von sozialer Ungleichheit spricht man, wenn der Zugang zu zentralen Ressourcen wie Bildung, Gesundheit, Einkommen sowie gesellschaftlicher Teilhabe dauerhaft ungleich verteilt ist.

Mehr zu Bildung und sozialer Ungleichheit auf bpb.de: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3035
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Wie viel Prozent des Vermögens in Deutschland besitzt das oberste Zehntel der Bevölkerung?

Erläuterung

Schätzungen zufolge verfügen die reichsten 10 % der Bevölkerung über rund zwei Drittel des Gesamtvermögens, während die untere Hälfte lediglich 1,3 % besitzt. Da Vermögen in Deutschland in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten deutlich stärker gewachsen sind als die Einkommen, verstärkt sich die ökonomische Ungleichheit weiter. Gleichzeitig gewinnen Erbschaften gegenüber eigener Erwerbsarbeit immer stärker an Bedeutung für den Zugang zu Wohlstand, Gütern und gesellschaftlichen Chancen.

Hier kannst du tiefer in die Thematik einsteigen: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3036
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Was misst der Gini-Koeffizient?

Erläuterung

Der Gini-Koeffizient misst, wie gleich oder ungleich Vermögen oder Einkommen innerhalb einer Gesellschaft verteilt sind. Er liegt zwischen 0 und 1. 0 steht für völlige Gleichverteilung, 1 für maximale Ungleichheit. Je höher der Wert, desto größer die Ungleichheit. Für die Verteilung der Vermögen in Deutschland lag der Wert 2024 bei 0,68, ein hoher Wert im europäischen Vergleich. Der Gini-Koeffizient ist ein wichtiges Instrument, um soziale Ungleichheit messbar zu machen.
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Welche Gruppe in Deutschland ist besonders armutsgefährdet?

Erläuterung

In Deutschland sind Alleinerziehende und ihre Kinder besonders von Armut betroffen: 42,9 % von ihnen gelten als einkommensarm. In Deutschland gilt der EU-Definition folgend jemand als arm, wenn das Einkommen unter 60 % des landesweiten Durchschnitts liegt. Für eine alleinlebende Person bedeutet das ein monatliches Nettoeinkommen von unter 1.378 Euro. Armut beschränkt sich jedoch nicht nur auf ein geringes Einkommen, sondern wirkt sich auch auf den Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und gesellschaftliche Teilhabe aus.

Mehr zu den Armutsrisiken von Kindern und Familien: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3037
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Wie hoch ist der Anteil der Kinder an deutschen Gymnasien, deren Eltern einen Hochschulabschluss haben?

Erläuterung

Im Jahr 2022 hatte nahezu die Hälfte der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten Eltern mit Hochschulabschluss (49 %), während an Hauptschulen nur 8 % aus Akademikerfamilien stammten. Nur 6 % der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten wuchsen in Familien mit niedrigem Bildungsniveau auf, an Hauptschulen lag ihr Anteil mit 35 % etwa sechsmal so hoch. Diese Zahlen verdeutlichen, wie stark der Bildungsweg vom familiären Hintergrund geprägt ist: Je höher der Bildungsabschluss der Eltern, desto wahrscheinlicher der Besuch eines Gymnasiums und desto seltener der einer Hauptschule.

Mehr zu den Schülerinnen und Schülern in Deutschland: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3038
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Um wie viele Jahre geringer ist die Lebenserwartung von Menschen mit niedrigem Einkommen?

Erläuterung

Die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen in der niedrigsten Einkommensgruppe liegt 4,4 Jahre, bei Männern sogar 8,6 Jahre unter der wohlhabendsten Gruppe. Auch chronische Krankheiten, psychosomatische Beschwerden und andere gesundheitliche Einschränkungen treten bei Menschen mit niedrigem Einkommen, geringem Bildungsstand oder unsicherer Beschäftigung deutlich häufiger auf.

Mehr dazu liest du hier: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3039
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Wie kann soziale Ungleichheit laut Vereinten Nationen verringert werden?

Erläuterung

Alle Antworten sind richtig. Um extreme Armut und Hunger zu bekämpfen, soll mehr in Gesundheit, Bildung, soziale Sicherung und Arbeitsperspektiven für junge Menschen und benachteiligte Gruppen investiert werden. Chancengleichheit und geringere Lohnungleichheit sollen durch die Abschaffung von Diskriminierung erzielt werden. Eine verantwortungsvolle Migrationspolitik soll Menschen Perspektiven geben, die z. B. vor Krieg, Diskriminierung oder Armut fliehen. Eine stärkere Repräsentation von Entwicklungsländern in der internationalen Politik soll die gemeinsamen Entscheidungen verbessern.
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Gibt es eine einheitliche, verbindliche Definition sozialer Gerechtigkeit?

Erläuterung
Eine einheitliche Definition von sozialer Gerechtigkeit gibt es nicht. Während einige vor allem eine faire Verteilung von Ressourcen betonen, stellen andere gleiche Chancen oder soziale und politische Teilhabe in den Mittelpunkt. Diese unterschiedlichen Deutungen erklären die oft kontroverse Debatte um soziale Gerechtigkeit. Entsprechend verschieden sind auch die konkreten politischen Forderungen: Für manche geht es vor allem um Chancengleichheit und ein leistungsorientiertes Steuersystem, andere setzen auf stärkere Umverteilung, um benachteiligte Menschen unabhängig von ihrer Herkunft zu unterstützen.

Welche der folgenden Prinzipien stellen keine Vorstellungen sozialer Gerechtigkeit dar?

Erläuterung
Typischerweise werden 4 Grundprinzipien sozialer Gerechtigkeit unterschieden. Das Gleichheitsprinzip fordert eine gleiche Verteilung von Gütern und Lasten sowie faire Chancen beim Zugang zu Besitz und gesellschaftlichen Positionen. Das Bedarfsprinzip richtet sich danach, grundlegende Bedürfnisse zu sichern und Armut zu vermeiden – besonders bei unverschuldeten Notlagen. Das Leistungsprinzip belohnt höhere individuelle Leistungen mit größeren Anteilen an Einkommen oder Ressourcen, während das Anrechtsprinzip schließlich die Verteilung an soziale Merkmale wie Familie oder Herkunft knüpft, etwa bei Erbschaften.

Welche dieser Institutionen hat Nachhaltigkeitsziele formuliert, die auch soziale Gerechtigkeit betreffen?

Erläuterung
Die Vereinten Nationen haben 2015 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) verabschiedet. Bei Ziel 10 geht es darum, Ungleichheiten innerhalb und zwischen Staaten zu verringern – ein Anliegen, das alle Nachhaltigkeitsziele durchzieht. Angestrebt werden ein höheres Einkommenswachstum für die ärmsten 40 % der Bevölkerung, echte Chancengleichheit durch den Abbau von Diskriminierung, stärkere soziale, politische und wirtschaftliche Inklusion, eine geordnete Migration sowie mehr Einfluss von Entwicklungsländern in internationalen Wirtschafts- und Finanzinstitutionen.

Welche der folgenden Faktoren spielen eine entscheidende Rolle für soziale Ungleichheit?

Erläuterung
Soziale Herkunft, Bildung sowie Einkommen und Vermögen prägen maßgeblich die Lebensbedingungen und Zukunftschancen von Menschen. Diese Faktoren hängen eng zusammen: Wer etwa über ein niedriges Einkommen verfügt, hat häufig auch schlechtere Bildungschancen oder eine geringere Lebenserwartung. Von sozialer Ungleichheit spricht man, wenn der Zugang zu zentralen Ressourcen wie Bildung, Gesundheit, Einkommen sowie gesellschaftlicher Teilhabe dauerhaft ungleich verteilt ist.

Mehr zu Bildung und sozialer Ungleichheit auf bpb.de: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3035

Wie viel Prozent des Vermögens in Deutschland besitzt das oberste Zehntel der Bevölkerung?

Erläuterung
Schätzungen zufolge verfügen die reichsten 10 % der Bevölkerung über rund zwei Drittel des Gesamtvermögens, während die untere Hälfte lediglich 1,3 % besitzt. Da Vermögen in Deutschland in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten deutlich stärker gewachsen sind als die Einkommen, verstärkt sich die ökonomische Ungleichheit weiter. Gleichzeitig gewinnen Erbschaften gegenüber eigener Erwerbsarbeit immer stärker an Bedeutung für den Zugang zu Wohlstand, Gütern und gesellschaftlichen Chancen.

Hier kannst du tiefer in die Thematik einsteigen: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3036

Was misst der Gini-Koeffizient?

Erläuterung
Der Gini-Koeffizient misst, wie gleich oder ungleich Vermögen oder Einkommen innerhalb einer Gesellschaft verteilt sind. Er liegt zwischen 0 und 1. 0 steht für völlige Gleichverteilung, 1 für maximale Ungleichheit. Je höher der Wert, desto größer die Ungleichheit. Für die Verteilung der Vermögen in Deutschland lag der Wert 2024 bei 0,68, ein hoher Wert im europäischen Vergleich. Der Gini-Koeffizient ist ein wichtiges Instrument, um soziale Ungleichheit messbar zu machen.

Welche Gruppe in Deutschland ist besonders armutsgefährdet?

Erläuterung
In Deutschland sind Alleinerziehende und ihre Kinder besonders von Armut betroffen: 42,9 % von ihnen gelten als einkommensarm. In Deutschland gilt der EU-Definition folgend jemand als arm, wenn das Einkommen unter 60 % des landesweiten Durchschnitts liegt. Für eine alleinlebende Person bedeutet das ein monatliches Nettoeinkommen von unter 1.378 Euro. Armut beschränkt sich jedoch nicht nur auf ein geringes Einkommen, sondern wirkt sich auch auf den Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und gesellschaftliche Teilhabe aus.

Mehr zu den Armutsrisiken von Kindern und Familien: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3037

Wie hoch ist der Anteil der Kinder an deutschen Gymnasien, deren Eltern einen Hochschulabschluss haben?

Erläuterung
Im Jahr 2022 hatte nahezu die Hälfte der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten Eltern mit Hochschulabschluss (49 %), während an Hauptschulen nur 8 % aus Akademikerfamilien stammten. Nur 6 % der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten wuchsen in Familien mit niedrigem Bildungsniveau auf, an Hauptschulen lag ihr Anteil mit 35 % etwa sechsmal so hoch. Diese Zahlen verdeutlichen, wie stark der Bildungsweg vom familiären Hintergrund geprägt ist: Je höher der Bildungsabschluss der Eltern, desto wahrscheinlicher der Besuch eines Gymnasiums und desto seltener der einer Hauptschule.

Mehr zu den Schülerinnen und Schülern in Deutschland: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3038

Um wie viele Jahre geringer ist die Lebenserwartung von Menschen mit niedrigem Einkommen?

Erläuterung
Die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen in der niedrigsten Einkommensgruppe liegt 4,4 Jahre, bei Männern sogar 8,6 Jahre unter der wohlhabendsten Gruppe. Auch chronische Krankheiten, psychosomatische Beschwerden und andere gesundheitliche Einschränkungen treten bei Menschen mit niedrigem Einkommen, geringem Bildungsstand oder unsicherer Beschäftigung deutlich häufiger auf.

Mehr dazu liest du hier: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3039

Wie kann soziale Ungleichheit laut Vereinten Nationen verringert werden?

Erläuterung
Alle Antworten sind richtig. Um extreme Armut und Hunger zu bekämpfen, soll mehr in Gesundheit, Bildung, soziale Sicherung und Arbeitsperspektiven für junge Menschen und benachteiligte Gruppen investiert werden. Chancengleichheit und geringere Lohnungleichheit sollen durch die Abschaffung von Diskriminierung erzielt werden. Eine verantwortungsvolle Migrationspolitik soll Menschen Perspektiven geben, die z. B. vor Krieg, Diskriminierung oder Armut fliehen. Eine stärkere Repräsentation von Entwicklungsländern in der internationalen Politik soll die gemeinsamen Entscheidungen verbessern.