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vergangene Woche fand die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) statt. Wie verlief sie?
🔎 MSC
Die MSC ist ein informelles Forum, bei dem sich jährlich Akteurinnen und Akteure zur internationalen Sicherheitspolitik austauschen.
Staats- und Regierungsoberhäupter, Minister/-innen und Vertretungen von Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft nehmen teil. Offizielle Vereinbarungen oder ein gemeinsames Abschlussdokument gibt es nicht.
Zentrale Themen in diesem Jahr waren neben aktuellen Konflikten die transatlantischen Beziehungen – also das Verhältnis zwischen USA und Europa – sowie die Zukunft des Multilateralismus.
🌎 Multilateralismus
Der Begriff beschreibt ein System wechselseitiger Beziehungen und Zusammenarbeit zwischen mehreren Staaten in Bereichen wie der Außen-, Wirtschafts- oder Klimapolitik.
Der Grundgedanke ist ein friedlicher: Auf der gegenseitigen Anerkennung der jeweiligen Souveränität aufbauend findet eine gleichberechtigte Kooperation ohne Gegenleistung statt.
Bedeutende multilaterale Bündnisse sind z. B. die Vereinten Nationen, die EU, die Afrikanische Union oder die NATO. Ein wichtiges multilaterales Sicherheitsabkommen ist z. B. der Atomwaffensperrvertrag.
🎤 Reden
US-Außenminister Marco Rubio hob bei der diesjährigen MSC zwar die transatlantische Partnerschaft und Tradition hervor, betonte jedoch zugleich die Priorität nationaler Interessen. Damit blieb er auf Linie der "America first"-Politik.
Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierte die US-Politik scharf und warb für multilaterale Zusammenarbeit. Ziel Europas müsse eine neue Stärke und Selbstachtung sein.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas betonte die europäische Geschlossenheit und forderte eine stärkere Einbindung Europas.
➡️ Wie die europäische Presse auf Rubios umstrittene Rede reagiert hat: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3041
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