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in den letzten Wochen fanden in mehreren süd(ost)asiatischen Ländern Wahlen statt.
🇲🇲🔍 Myanmar
Myanmar wählte erstmals seit dem Militärputsch 2021 ein neues Parlament. Laut offiziellem Endergebnis erhielt die militärnahe Union Solidarity and Development Party (USDP) 72% der Stimmen.
Die Wahlen waren laut internationalen Beobachtenden weder frei noch fair. Große Teile der Opposition sind in Haft, wegen des Bürgerkriegs wurde nur in 265 der 330 Townships gewählt.
Fachleuten zufolge versucht die Militärjunta, sich durch diese Scheinwahl und die Ernennung einer „zivilen“ Regierung international zu legitimieren und ihre Isolation zu beenden.
🇧🇩🗳️ Bangladesch
Bei den Parlamentswahlen in Bangladesch gewann die Bangladesh Nationalist Party (BNP) über 2/3 der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag mit knapp 60% relativ hoch.
Nachdem die die bisherige Regierung 2024 durch massive Proteste gestürzt wurde, arbeitete die Übergangsregierung an der Durchführung von freien Wahlen und umfassenden demokratischen Reformen.
Viele Wählende hoffen, dass die neue Regierung die Forderungen der Proteste nach mehr Menschenrechten und einem Ende von Korruption und Diskriminierung umsetzt.
🇹🇭📊 Thailand
Die bisherige konservative Regierungspartei Bhumjaithai des amtierenden Premierministers Anutin Charnvirakul gewann nach vorläufigen Ergebnissen die thailändische Parlamentswahl.
Die Partei profitierte von einer nationalistischen Stimmung in der Folge der Eskalation des Grenzkonflikts mit Kambodscha.
Im Wahlkampf dominierten zudem wirtschaftliche Themen. Mit geschickten Strategien verdrängte Bhumjaithai die reformorientierte People’s Party auf Platz zwei.
➡️ Warum Menschen mehr über die Regionen des „Globalen Südens“ lesen sollten: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3047
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Deine bpb Social Media Redaktion