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Der Kapp-Lüttwitz-Putsch stellte im März 1920 die Weimarer Republik auf die Probe. Was war passiert?
📖 Ausgangslage
Der Versailler Vertrag regelte 1919 die Folgen des Ersten Weltkriegs: Deutschland musste als Hauptschuldiger Reparationen zahlen, Gebiete abtreten und sein Militär verkleinern.
Betroffen waren v.a. die sog. Freikorps – ehemalige Frontsoldaten, die u. a. zur Niederschlagung von Aufständen eingesetzt worden waren.
Unzufriedene Freikorps und ebenso antidemokratische, nationalkonservative Kräfte vereinten sich in ihren Umsturzfantasien gegen die erst 1918 ausgerufene Weimarer Republik.
🌪️ Putschversuch
Unter Führung von Wolfgang Kapp und Walther von Lüttwitz kam es am 13. März 1920 zum Putschversuch: Freikorps marschierten im Berliner Regierungsviertel ein.
Die Reichswehr unternahm nichts: Generaloberst Hans von Seeckt, Chef des Truppenamtes, verweigerte den Befehl, gegen die Putschisten vorzugehen.
Diese forderten u. a. den Stopp der dt. Truppenreduzierungen und Neuwahlen. Kapp erklärte sich zum Reichskanzler und von Lüttwitz zum Reichswehrminister.
🙅♀️ Reaktionen
Reichspräsident Friedrich Ebert, Reichskanzler Gustav Bauer und weitere Regierungsmitglieder flohen wegen des Putschversuchs aus Berlin .
Die Berliner Beamten weigerten sich, Anordnungen der selbsternannten Regierung umzusetzen. Parallel rief die Reichsregierung gemeinsam mit Gewerkschaften zum Generalstreik auf (12 Millionen Beteiligte). Das öffentliche Leben in Dtl. kam ab dem 15. März quasi zum Stillstand.
Zwei Tage später war der Putsch gescheitert. Er gilt dennoch als Ausgangspunkt für rechten Terror und Umsturzversuche ebenso wie für linksgerichtete Aufstandsbewegungen der folgenden Jahre.
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