🌤️ Guten Morgen!
Vor 105 Jahren wurden die ersten Olympischen Spiele für Frauen eröffnet.
📖 Vorgeschichte
Die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit fanden 1896 in Athen statt. Frauen spielten dabei keine Rolle. Pierre de Coubertin, der Gründer der Spiele, sah ihre Aufgabe v. a. darin, die Sieger zu krönen.
4 Jahre später, bei den zweiten Spielen in Paris, durften erstmals einige Frauen teilnehmen, u.a. im Tennis und Golf. Diese Sportarten wurden der Oberschicht zugeordnet und galten für Frauen als angemessen.
Die Benachteiligung bei Olympia motivierte die Sportlerin Alice Milliat, eigene Spiele für Frauen zu organisieren.
🏃♀️ 🏋️♀️ Frauenspiele
Diese fanden vom 24. bis 31.3.1921 in Monaco statt. Mehr als 100 Frauen aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Norwegen, der Schweiz nahmen teil.
Die Teilnehmerinnen traten vor allem in Leichtathletik-Disziplinen gegeneinander an. Noch im selben Jahr wurde der Frauensport-Weltverband gegründet.
In den beiden Folgejahren wurden die Frauen-Wettbewerbe erneut in Monaco ausgetragen. Außerdem fanden ab 1922 alle vier Jahre die Frauen-Weltspiele statt. Das erhöhte den Druck auf das männlich dominierte Internationale Olympische Komitee (IOC) weiter.
⛹️♀️ 🚴♀️ Entwicklung
1928 durften bei den offiziellen Olympischen Spielen erstmals Frauen in den Leichtathletik-Disziplinen Hochsprung, Diskuswurf sowie bei Läufen über 100 und 800 Meter und in der 4-x-100-Meter-Staffel teilnehmen.
Olympische Gleichberechtigung blieb aber lange ein fernes Ziel: Ein olympisches Frauenfußballturnier z. B. gibt es erst seit 1996.
Trotz vieler Fortschritte prangern Frauen im Spitzensport bis heute Benachteiligungen an: Dazu zählen geringere Bezahlung und Preisgelder, weniger mediale Aufmerksamkeit oder strenge Bekleidungsvorschriften.
➡️ Ein Erfahrungsbericht über Sexismus im Sport: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3067
Viele Grüße
Deine bpb Social Media Redaktion