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Deutschland hat 2025 mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Was steckt dahinter?
📊💶 Aktuelle Zahlen
Bund, Länder und Kommunen nahmen insgesamt 2.140,2 Mrd. € ein – ein Plus von 5,7 % im Vergleich zum Vorjahr.
Gleichzeitig stiegen die Ausgaben – und zwar stärker als die Einnahmen. Das führte zu einem Haushaltsdefizit von 119,1 Mrd. €.
Das stärkste Minus verzeichneten Bund und Kommunen. Die Bundesländer konnten ihr Defizit im Vergleich zum Vorjahr hingegen halbieren.
🔎 Gründe
Die höheren Einnahmen resultierten aus einem Anstieg der Sozialabgaben, also den Beiträgen z.B. zur Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung. Die Einnahmen aus Steuern wuchsen gegenüber 2024 zudem um 3,5 %.
Gleichzeitig stiegen die Ausgaben für Zinsen und Sozialleistungen deutlich, vor allem bei der Gesundheitsversorgung, den Renten und dem Arbeitslosengeld.
Zusätzlich flossen Mittel aus den Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität sowie für die Bundeswehr. Die Lockerung der „Schuldenbremse“ erlaubt dem Staat dafür mehr Schulden als in anderen Bereichen.
👍👎 Debatte
Um die höheren Ausgaben zu decken, leiht sich der Staat Geld am Finanzmarkt. Solche Staatsschulden sind umstritten.
Einerseits kann der Staat das geliehene Geld nutzen, um die Wirtschaft anzukurbeln und wirtschaftliche Schwächephasen abzufedern. Staatsschulden sichern langfristig auch öffentliche Aufgaben wie Bildung oder Sicherheit, ohne dass in diesen Bereichen bei sinkenden Einnahmen gespart werden muss.
Staatsschulden können aber auch zu steigenden Preisen (Inflation) führen. Zudem müssen künftige Generationen die Schulden und Zinsen zurückzahlen. Um das Risiko zu begrenzen, gibt es Regeln wie die Schuldenbremse.
Mehr dazu hier: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3076
🐰 Damit verabschieden wir uns bis zum 13.4. in die Osterferien. Wir wünschen dir schöne freie Tage!
Viele Grüße
Deine bpb Social Media Redaktion