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die USA haben angekündigt, einen Teil ihrer Truppen aus Deutschland (Dtl.) abzuziehen.
📰 Aktuell
Laut US-Kriegsministerium sollen in den kommenden 6 bis 12 Monaten zunächst 5.000 Soldatinnen und Soldaten Dtl. verlassen. US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass es auch „weit mehr als 5.000“ Soldatinnen und Soldaten sein könnten.
Nach offiziellen Angaben sei diese Entscheidung nach einer gründlichen Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa getroffen worden.
Beobachter/-innen vermuten dahinter allerdings auch eine Reaktion auf die Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz am Iran-Krieg.
🔍Hintergrund
In Dtl. sind laut US-Verteidigungsministerium etwa 39.000 US-Soldatinnen und Soldaten stationiert. Dazu kommen 13.000 Mitglieder der US-Luftstreitkräfte. Sie sind auf rund 20 Standorte verteilt, vor allem im Süden und Südwesten Dtls. In ganz Europa sind es 86.000 US-Soldatinnen und Soldaten.
Die US-Stützpunkte sind ein Erbe der Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Kalten Krieg sollte die US-Präsenz vor allem die Sowjetunion abschrecken.
Die Stützpunkte in Dtl. sind für die USA ein Knotenpunkt für Einsätze in Asien und Afrika. Zudem sollen sie zur Absicherung der NATO-Ostflanke dienen. In Dtl. sind u.a. Kampfjets, Panzer und Atomwaffen stationiert, außerdem wichtige Kommandozentralen. Für Verwundete gibt es ein Militärkrankenhaus.
💬 Diskussion
Der angekündigte Abzug war laut Verteidigungsminister Boris Pistorius absehbar. Dennoch betonte er ein gemeinsames Interesse der USA und Dtls. an der US-Präsenz.
Prominente US-Republikaner/-innen kritisierten den Truppenabzug u.a. als ein falsches Signal gegenüber Russland.
Wie viele Soldatinnen und Soldaten genau abgezogen werden sollen, ist unklar.
➡️ Das sagt die europäische Presse zum angekündigten Truppenabzug: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3099
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