Themen Mediathek Shop Lernen Veranstaltungen kurz&knapp Die bpb Meine Merkliste Geteilte Merkliste PDF oder EPUB erstellen Mehr Artikel im

Quiz zum Tag der Pflege | Deine tägliche Dosis Politik | bpb.de

Eine Pflegerin zieht einer pflegebedürftigen Person Kompressionsstrümpfe an.

Heute ist der Internationale Tag der Pflege. Dieser ist den Menschen gewidmet, die im Bereich der Pflege arbeiten. Der Aktionstag wurde 1965 vom International Council of Nurses, einem Zusammenschluss von 130 nationalen Pflegeverbänden, ins Leben gerufen.

Weiter

Wie nennt man die Einstufungen für eine Pflegebedürftigkeit?

Erläuterung

Als pflegebedürftig gelten Menschen, die aufgrund körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigungen oder gesundheitlicher Belastungen alltägliche Aufgaben nicht mehr selbstständig bewältigen können – vorausgesetzt, diese Einschränkungen bestehen dauerhaft bzw. mindestens sechs Monate. Die Einstufung erfolgt in fünf Pflegegraden, die den Grad der Selbstständigkeit abbilden. Pflegegrad 1 steht für geringe Beeinträchtigungen, Pflegegrad 5 für schwerste Einschränkungen mit nahezu vollständiger Unselbstständigkeit. Die Pflegebedürftigkeit wird durch Gutachter/-innen der Pflegekassen oder durch unabhängige Sachverständige festgestellt.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Pflegeversicherung findest du hier: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3102
Weiter
Weiter

Wo werden die meisten Pflegebedürftigen versorgt?

Erläuterung

Rund vier von fünf Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause versorgt, überwiegend durch Angehörige, häufig ergänzt durch ambulante Pflegedienste. Nur etwa ein Fünftel der Pflegebedürftigen lebt in stationären Pflegeeinrichtungen. Mit der wachsenden Zahl pflegebedürftiger Menschen steigt sowohl der Bedarf an häuslicher Unterstützung als auch an professionellen Angeboten im ambulanten und stationären Bereich. Das Wachstum ergibt sich zum einen aus der steigenden Anzahl pflegebedürftiger Personen, aber auch aus dem seit 2017 weiter gefassten Begriff der Pflegebedürftigkeit. Prognosen zeigen: Bis 2055 könnte die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland auf bis zu 7,6 Millionen ansteigen –2021 waren es noch 5 Millionen pflegebedürftige Menschen.
Weiter
Weiter

Welche Tätigkeit gehört nicht zur Grundpflege?

Erläuterung

Das Verabreichen von Medikamenten zählt nicht zur Grundpflege, sondern zur Behandlungspflege. Diese umfasst medizinische Maßnahmen, die auf ärztliche Anordnung von examinierten Pflegekräften durchgeführt werden – etwa Wundversorgung, Medikamentengabe oder Blutdruckmessung. Die Grundpflege hingegen unterstützt pflegebedürftige Menschen bei alltäglichen Verrichtungen wie Körperpflege, Anziehen, Essen oder Mobilität.
Weiter
Weiter

Wie viele Menschen arbeiten in Deutschland in Pflegeberufen?

Erläuterung

Knapp 1,8 Millionen Menschen sind in Deutschland laut Bundesagentur für Arbeit (Stand September 2025) sozialversicherungspflichtig in Pflegeberufen tätig. Damit zählt die Pflege zu den größten Berufsgruppen im Gesundheits- und Sozialwesen. Mehr als vier von fünf Pflegekräften sind Frauen. Auffällig ist der hohe Anteil an Teilzeitarbeit: Rund die Hälfte der beruflich Pflegenden arbeitet in Teilzeit. In der Altenpflege hat ein Drittel der Beschäftigten eine Einwanderungsgeschichte.
Weiter
Weiter

Wie viele Stellen im Pflegebereich sind aktuell in Deutschland offen?

Erläuterung

2025 waren durchschnittlich 31.000 offene Stellen im Pflegebereich bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet – diese richten sich jedoch fast ausschließlich an examinierte Pflegefachkräfte oder Pflegeassistenzkräfte. Mehr als die Hälfte der rund 60.000 Arbeitslosen im Pflegebereich sucht jedoch pflegerische Hilfstätigkeiten, für die kein Berufsabschluss benötigt wird.

Prognosen zufolge könnte der Bedarf an Pflegekräften bis 2049 auf 2,15 Millionen anwachsen – ein Anstieg von etwa einem Drittel im Vergleich zu 2019. Je nach Szenario könnten davon zwischen 280.000 und 690.000 Stellen unbesetzt bleiben.
Weiter
Weiter

Wie hoch ist das Durchschnittsalter von Pflegekräften?

Erläuterung

Rund zwei Drittel der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Pflegekräfte sind zwischen 25 und 50 Jahre alt. Damit ist die Pflege im Durchschnitt nicht älter als andere Berufsgruppen. Gleichzeitig wächst der Anteil älterer Beschäftigter: Bereits gut 22 Prozent der Pflegekräfte sind über 55 Jahre alt – ein deutlicher Anstieg innerhalb der vergangenen fünf Jahre. Bis 2035 werden voraussichtlich rund 385.000 Pflegekräfte altersbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden, was den Fachkräftemangel weiter verschärfen dürfte.
Weiter
Weiter

Laut einer Umfrage finden 84 Prozent der Pflegekräfte ihren Beruf…

Erläuterung

Laut einer Umfrage des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe aus dem Jahr 2025 empfinden 84 Prozent der Pflegekräfte ihren Beruf als sinnstiftend. 61 Prozent fühlen sich in ihrer fachlichen Kompetenz gesellschaftlich anerkannt. Dennoch würden sich nur 57 Prozent erneut für diesen Beruf entscheiden. Als Hauptgründe für die Unzufriedenheit nennen Pflegekräfte die hohe Arbeitsbelastung, den Personalmangel und die mangelnde Wertschätzung durch den Arbeitgeber.

Der Arbeitsalltag ist anspruchsvoll: Schichtdienste, hohe körperliche Beanspruchung, Zeitdruck und psychische Belastung prägen den Berufsalltag. Statt klassischer Bürozeiten arbeiten viele im Wechsel‑, Nacht‑, Wochenend‑ und Feiertagsdienst.
Weiter
Weiter

2020 wurde eine Ausbildung für alle Pflegebereiche neu eingeführt. Welchen Abschluss erwerben die Auszubildenden?

Erläuterung

Alle Auszubildenden beginnen ihre Ausbildung mit dem Berufsziel „Pflegefachperson“. Das ist im Ausbildungsvertrag mit dem Träger der praktischen Ausbildung festgeschrieben. Der generalistische Abschluss qualifiziert für die Versorgung von Menschen aller Altersgruppen – in der ambulanten Pflege, im Krankenhaus und in der Langzeitpflege. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einen ergänzenden Abschluss zu erwerben, etwa als Altenpfleger/-in oder als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in.
Weiter
Weiter

Wobei handelt es sich nicht um eine Pflichtversicherung?

Erläuterung

Die Haftpflichtversicherung ist freiwillig, Kranken- und Pflegeversicherung hingegen sind in Deutschland Pflichtversicherungen und gelten für alle Menschen mit Wohnsitz im Land. Die Pflegeversicherung wurde 1995 eingeführt und bildet neben der Kranken-, Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung die fünfte Säule des deutschen Sozialversicherungssystems. Die Pflegeversicherung ist jedoch eine Teilabsicherung: Sie übernimmt nicht sämtliche Kosten, die im Pflegefall entstehen. Bei stationärer Pflege in einem Heim zahlt sie einen pauschalen Betrag, der sich am Umfang des Pflegebedarfs orientiert. Den verbleibenden Eigenanteil müssen Betroffene grundsätzlich selbst tragen.
Weiter
Weiter

Was gehört zu den wichtigsten Eckpunkten der geplanten Pflegereform?

Erläuterung

Zu den zentralen Zielen der geplanten Pflegereform von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zählen Bürokratieabbau, Digitalisierung und eine langfristig sichere Finanzierung. Bürokratische Vorgaben wie Dokumentations‑ und Nachweispflichten sollen spürbar reduziert werden, damit Pflegekräfte mehr Zeit für die direkte Versorgung haben.

Zugleich sollen insbesondere digitale Anwendungen und KI gezielt gefördert und in den Pflegealltag integriert werden. Zur Sicherung der Finanzierung werden zudem die Kriterien für Pflegebedürftigkeit überprüft und Präventionsmaßnahmen gestärkt, die Pflegebedürftigkeit vermeiden oder abschwächen sollen. Aktuell wird auch diskutiert, die gestaffelten Zuschüsse zur Senkung des Eigenanteils langsamer anwachsen zu lassen. Die geplante Pflegereform steht u.a. in der Kritik, weil sie nach Einschätzung vieler Fachleute und Verbände die finanzielle Belastung für Pflegebedürftige weiter erhöht.

Weitere Ziele der Pflegereform: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3103
Weiter

Ihre Auswertung

Wie nennt man die Einstufungen für eine Pflegebedürftigkeit?

Erläuterung
Als pflegebedürftig gelten Menschen, die aufgrund körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigungen oder gesundheitlicher Belastungen alltägliche Aufgaben nicht mehr selbstständig bewältigen können – vorausgesetzt, diese Einschränkungen bestehen dauerhaft bzw. mindestens sechs Monate. Die Einstufung erfolgt in fünf Pflegegraden, die den Grad der Selbstständigkeit abbilden. Pflegegrad 1 steht für geringe Beeinträchtigungen, Pflegegrad 5 für schwerste Einschränkungen mit nahezu vollständiger Unselbstständigkeit. Die Pflegebedürftigkeit wird durch Gutachter/-innen der Pflegekassen oder durch unabhängige Sachverständige festgestellt.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Pflegeversicherung findest du hier: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3102

Wo werden die meisten Pflegebedürftigen versorgt?

Erläuterung
Rund vier von fünf Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause versorgt, überwiegend durch Angehörige, häufig ergänzt durch ambulante Pflegedienste. Nur etwa ein Fünftel der Pflegebedürftigen lebt in stationären Pflegeeinrichtungen. Mit der wachsenden Zahl pflegebedürftiger Menschen steigt sowohl der Bedarf an häuslicher Unterstützung als auch an professionellen Angeboten im ambulanten und stationären Bereich. Das Wachstum ergibt sich zum einen aus der steigenden Anzahl pflegebedürftiger Personen, aber auch aus dem seit 2017 weiter gefassten Begriff der Pflegebedürftigkeit. Prognosen zeigen: Bis 2055 könnte die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland auf bis zu 7,6 Millionen ansteigen –2021 waren es noch 5 Millionen pflegebedürftige Menschen.

Welche Tätigkeit gehört nicht zur Grundpflege?

Erläuterung
Das Verabreichen von Medikamenten zählt nicht zur Grundpflege, sondern zur Behandlungspflege. Diese umfasst medizinische Maßnahmen, die auf ärztliche Anordnung von examinierten Pflegekräften durchgeführt werden – etwa Wundversorgung, Medikamentengabe oder Blutdruckmessung. Die Grundpflege hingegen unterstützt pflegebedürftige Menschen bei alltäglichen Verrichtungen wie Körperpflege, Anziehen, Essen oder Mobilität.

Wie viele Menschen arbeiten in Deutschland in Pflegeberufen?

Erläuterung
Knapp 1,8 Millionen Menschen sind in Deutschland laut Bundesagentur für Arbeit (Stand September 2025) sozialversicherungspflichtig in Pflegeberufen tätig. Damit zählt die Pflege zu den größten Berufsgruppen im Gesundheits- und Sozialwesen. Mehr als vier von fünf Pflegekräften sind Frauen. Auffällig ist der hohe Anteil an Teilzeitarbeit: Rund die Hälfte der beruflich Pflegenden arbeitet in Teilzeit. In der Altenpflege hat ein Drittel der Beschäftigten eine Einwanderungsgeschichte.

Wie viele Stellen im Pflegebereich sind aktuell in Deutschland offen?

Erläuterung
2025 waren durchschnittlich 31.000 offene Stellen im Pflegebereich bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet – diese richten sich jedoch fast ausschließlich an examinierte Pflegefachkräfte oder Pflegeassistenzkräfte. Mehr als die Hälfte der rund 60.000 Arbeitslosen im Pflegebereich sucht jedoch pflegerische Hilfstätigkeiten, für die kein Berufsabschluss benötigt wird.

Prognosen zufolge könnte der Bedarf an Pflegekräften bis 2049 auf 2,15 Millionen anwachsen – ein Anstieg von etwa einem Drittel im Vergleich zu 2019. Je nach Szenario könnten davon zwischen 280.000 und 690.000 Stellen unbesetzt bleiben.

Wie hoch ist das Durchschnittsalter von Pflegekräften?

Erläuterung
Rund zwei Drittel der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Pflegekräfte sind zwischen 25 und 50 Jahre alt. Damit ist die Pflege im Durchschnitt nicht älter als andere Berufsgruppen. Gleichzeitig wächst der Anteil älterer Beschäftigter: Bereits gut 22 Prozent der Pflegekräfte sind über 55 Jahre alt – ein deutlicher Anstieg innerhalb der vergangenen fünf Jahre. Bis 2035 werden voraussichtlich rund 385.000 Pflegekräfte altersbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden, was den Fachkräftemangel weiter verschärfen dürfte.

Laut einer Umfrage finden 84 Prozent der Pflegekräfte ihren Beruf…

Erläuterung
Laut einer Umfrage des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe aus dem Jahr 2025 empfinden 84 Prozent der Pflegekräfte ihren Beruf als sinnstiftend. 61 Prozent fühlen sich in ihrer fachlichen Kompetenz gesellschaftlich anerkannt. Dennoch würden sich nur 57 Prozent erneut für diesen Beruf entscheiden. Als Hauptgründe für die Unzufriedenheit nennen Pflegekräfte die hohe Arbeitsbelastung, den Personalmangel und die mangelnde Wertschätzung durch den Arbeitgeber.

Der Arbeitsalltag ist anspruchsvoll: Schichtdienste, hohe körperliche Beanspruchung, Zeitdruck und psychische Belastung prägen den Berufsalltag. Statt klassischer Bürozeiten arbeiten viele im Wechsel‑, Nacht‑, Wochenend‑ und Feiertagsdienst.

2020 wurde eine Ausbildung für alle Pflegebereiche neu eingeführt. Welchen Abschluss erwerben die Auszubildenden?

Erläuterung
Alle Auszubildenden beginnen ihre Ausbildung mit dem Berufsziel „Pflegefachperson“. Das ist im Ausbildungsvertrag mit dem Träger der praktischen Ausbildung festgeschrieben. Der generalistische Abschluss qualifiziert für die Versorgung von Menschen aller Altersgruppen – in der ambulanten Pflege, im Krankenhaus und in der Langzeitpflege. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einen ergänzenden Abschluss zu erwerben, etwa als Altenpfleger/-in oder als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in.

Wobei handelt es sich nicht um eine Pflichtversicherung?

Erläuterung
Die Haftpflichtversicherung ist freiwillig, Kranken- und Pflegeversicherung hingegen sind in Deutschland Pflichtversicherungen und gelten für alle Menschen mit Wohnsitz im Land. Die Pflegeversicherung wurde 1995 eingeführt und bildet neben der Kranken-, Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung die fünfte Säule des deutschen Sozialversicherungssystems. Die Pflegeversicherung ist jedoch eine Teilabsicherung: Sie übernimmt nicht sämtliche Kosten, die im Pflegefall entstehen. Bei stationärer Pflege in einem Heim zahlt sie einen pauschalen Betrag, der sich am Umfang des Pflegebedarfs orientiert. Den verbleibenden Eigenanteil müssen Betroffene grundsätzlich selbst tragen.

Was gehört zu den wichtigsten Eckpunkten der geplanten Pflegereform?

Erläuterung
Zu den zentralen Zielen der geplanten Pflegereform von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zählen Bürokratieabbau, Digitalisierung und eine langfristig sichere Finanzierung. Bürokratische Vorgaben wie Dokumentations‑ und Nachweispflichten sollen spürbar reduziert werden, damit Pflegekräfte mehr Zeit für die direkte Versorgung haben.

Zugleich sollen insbesondere digitale Anwendungen und KI gezielt gefördert und in den Pflegealltag integriert werden. Zur Sicherung der Finanzierung werden zudem die Kriterien für Pflegebedürftigkeit überprüft und Präventionsmaßnahmen gestärkt, die Pflegebedürftigkeit vermeiden oder abschwächen sollen. Aktuell wird auch diskutiert, die gestaffelten Zuschüsse zur Senkung des Eigenanteils langsamer anwachsen zu lassen. Die geplante Pflegereform steht u.a. in der Kritik, weil sie nach Einschätzung vieler Fachleute und Verbände die finanzielle Belastung für Pflegebedürftige weiter erhöht.

Weitere Ziele der Pflegereform: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3103