Themen Mediathek Shop Lernen Veranstaltungen kurz&knapp Die bpb Meine Merkliste Geteilte Merkliste PDF oder EPUB erstellen Mehr Artikel im

Quiz zur Fußballweltmeisterschaft 2026 | Deine tägliche Dosis Politik | bpb.de

Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft am SoFi Stadium in Inglewood (USA).

Am 11.06.2026 startet die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer. Fans aus aller Welt fiebern dem Wettbewerb um den FIFA-WM-Pokal entgegen. Wie viele Nationen nehmen teil, welche Auswirkungen hat das Turnier und welche Rolle spielte die Politik in der Geschichte der Fußball-WM?

Weiter

Wo wurde der Weltfußballverband FIFA gegründet?

Erläuterung

Die Fédération Internationale de Football Association, kurz FIFA, wurde am 21.5.1904 in Paris gegründet. Seit 1932 ist sie in Zürich ansässig. Die Organisation versteht sich mit 211 Mitgliedsverbänden weltweit als globaler Dachverband des Fußballs: Sie fördert den Sport weltweit, richtet internationale Turniere aus und legt Regeln sowie Leitlinien fest. Durch die Vergabe von Fernseh- und Marketingrechten sowie die Kommerzialisierung und weltweite Popularität des Fußballs entwickelte sich die FIFA zu einer wirtschaftlich hochbedeutenden Organisation. Gleichzeitig steht sie immer wieder in der Kritik: vor allem im Zusammenhang mit Vorwürfen der Korruption, etwa bei der Vergabe der WM 2022 an Katar.
Weiter
Weiter

Wann fand die erste Fußballweltmeisterschaft statt?

Erläuterung

Die erste Fußball-WM fand 1930 in Uruguay statt. Das südamerikanische Land erhielt den Zuschlag, weil es bereit war, einen großen Teil der Kosten für das Turnier zu übernehmen. Die WM hatte von Beginn an auch eine politische Dimension: Sie fiel mit den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Uruguays zusammen. Für das Turnier ließ die Regierung in Montevideo eigens das Estadio Centenario mit 100.000 Plätzen bauen.

An der ersten WM nahmen 13 Mannschaften teil. Aufgrund der langen, teuren Schiffsreise fuhren aus Europa lediglich die Mannschaften aus Jugoslawien, Rumänien, Belgien und Frankreich nach Uruguay. Der amerikanische Kontinent war durch Uruguay, Argentinien, Brasilien, Peru, Bolivien, Paraguay, Chile, die USA und Mexiko vertreten.

Mehr zur WM-Geschichte: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3119
Weiter
Weiter

Wie viele Nationen nehmen an der Fußballweltmeisterschaft 2026 teil?

Erläuterung

Bei der WM 2026 nehmen erstmals 48 Mannschaften teil – so viele wie nie zuvor: 16 aus Europa, 12 aus Nord-, Mittel- und Südamerika, 10 aus Afrika, 9 aus Asien sowie eine aus Ozeanien. Insgesamt umfasst das Turnier 104 Spiele – deutlich mehr als die 64 Partien bei der WM 2022 in Katar. Die Weltmeisterschaft dauert rund 40 Tage. Teilweise sind bis zu 6 Spiele pro Tag angesetzt.

Erstmals findet nach der Gruppenphase eine Sechzehntelfinalrunde statt. Damit erreichen 32 Teams die K.-o.-Phase. Neben den Erst- und Zweitplatzierten jeder Gruppe qualifizieren sich zusätzlich die 8 besten Gruppendritten für die nächste Runde.
Weiter
Weiter

Welches Team ist ein WM-Debütant?

Erläuterung

Curaçao ist erstmals bei einer Fußball-WM dabei. Die Nationalmannschaft des Karibikstaats trägt den Spitznamen „Die blaue Welle“. Mit rund 156.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Curaçao das kleinste Land, das sich je für eine WM-Endrunde qualifizieren konnte. Bislang war Island bei der WM 2018 mit rund 330.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die kleinste teilnehmende Nation.

Curaçao ist erst seit 2010 ein autonomes Land innerhalb des Königreichs der Niederlande. Die Insel gehört jedoch weder zur Europäischen Union noch zum Schengen-Raum. Sie hat den Status eines mit der EU assoziierten überseeischen Landes und Gebietes.
Weiter
Weiter

In wie vielen Ländern wird die WM 2026 ausgetragen?

Erläuterung

Die Fußballweltmeisterschaft 2026 findet erstmals in 3 Gastgeberländern statt: den USA, Kanada und Mexiko. Insgesamt werden Spiele in 16 Städten ausgetragen. 11 Spielorte liegen in den USA: Seattle, San Francisco, Los Angeles, Dallas, Houston, Kansas City, Philadelphia, Atlanta, Miami, Boston und New York. Mexiko ist mit Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey vertreten, Kanada mit Toronto und Vancouver. Die großen Entfernungen zwischen den Austragungsorten stellen das Turnier vor besondere organisatorische und logistische Herausforderungen.
Weiter
Weiter

Laut Prognosen werden sich die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu vorherigen Weltmeisterschaften…

Erläuterung

Nach Berechnungen der britischen Organisation „Scientists for Global Responsibility“ könnte die Fußball-WM 2026 die klimaschädlichste WM der Geschichte werden. Die Treibhausgasemissionen könnten sich demnach im Vergleich zu früheren Turnieren nahezu verdoppeln. Gründe dafür seien vor allem die Erweiterung auf 48 Mannschaften, die höhere Zahl an Spielen und die großen Entfernungen zwischen den Austragungsorten, die Reisen per Flugzeug notwendig machen.

Die Studie schätzt die Gesamtemissionen des Turniers auf mehr als 9 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalente. Das entspreche den Emissionen von etwa 6,5 Mio. Autos pro Jahr. Zum Vergleich: Bei der WM 2022 in Katar wurden rund 5,25 Mio. Tonnen verursacht. In „Scientists for Global Responsability“ haben sich britische Wissenschaftler/-innen verschiedener Disziplinen zusammengeschlossen, die sich für Werte wie Frieden und ökologische Nachhaltigkeit einsetzen.
Weiter
Weiter

Um wie viel Prozent will die FIFA ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 reduzieren?

Erläuterung

Die FIFA kündigte im Rahmen der UN-Klimakonferenz 2021 in Glasgow an, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren. Bis 2040 soll Netto-Null erreicht werden. FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärte damals, der Verband werde erhebliche Mittel investieren, um die Klimaziele des UN-Klimaaktionsplans für den Sport zu erreichen.

Doch es gibt Kritik an der Umsetzung dieser Ziele. Die Schweizerische Lauterkeitskommission, eine unabhängige Institution der Selbstkontrolle in der Werbebranche, kam 2023 zu dem Schluss, dass die FIFA irreführende Aussagen zur Klimabilanz der WM 2022 in Katar gemacht habe. Die FIFA hatte das Turnier als „vollständig CO₂-neutral“ bezeichnet, dafür jedoch keine ausreichenden Belege vorgelegt.
Weiter
Weiter

Was sorgte im Vorfeld der WM für Diskussionen?

Erläuterung

Vor allem die Ticketpreise sorgten im Vorfeld der WM 2026 für Diskussionen. Die FIFA setzt erstmals auf dynamische statt festen Preisen. Die Kosten richten sich damit nach Nachfrage und Spielattraktivität. Besonders bei Spielen großer Nationen oder in der K.-o.-Phase stiegen die Preise deutlich an.

Für das Finale kosteten Tickets der höchsten Kategorie zeitweise zwischen 2.030 und 7.875 US-Dollar, deutlich mehr als bei der letzten Weltmeisterschaft in Katar. Auch die offizielle Weiterverkaufsplattform steht in der Kritik. Außerhalb Mexikos gibt es hier keine Preisobergrenzen, was die Preise explodieren ließ. Die FIFA erhebt beim Weiterverkauf eine Gebühr von 15 %.
Weiter
Weiter

Wer instrumentalisierte die WM 1934 für Propagandazwecke?

Erläuterung

Das Turnier wurde gezielt als Propagandainstrument des faschistischen Regimes in Italien genutzt. Städte wurden repräsentativ umgestaltet und neue Stadien errichtet, um Italien der Welt als starkes und modernes Land zu präsentieren. Der italienische Diktator Benito Mussolini war bei vielen Spielen persönlich anwesend. Besonders das Finale in Rom hatte Beobachtenden zufolge weniger den Charakter eines reinen Sportereignisses als vielmehr den einer politisch inszenierten Machtdemonstration.

Mehr zur Geschichte von Fußball und Politik: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3120
Weiter
Weiter

Warum verbot der DFB 1955 Frauen das Fußballspielen?

Erläuterung

Alle drei Antworten sind richtig. 1955 untersagte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seinen Vereinen, Frauenmannschaften zu gründen oder Frauenfußball zu unterstützen. Begründet wurde das Verbot mit medizinischen, biologischen und moralischen Argumenten. Im DFB-Jahrbuch hieß es damals: „Im Kampf um den Ball verschwindet die weibliche Anmut, Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand.“ Bei Nichtbeachtung drohten Trainern und Vereinen Strafen, etwa Sperren oder Geldstrafen. Dennoch wurden Spiele und inoffizielle Länderspiele ausgetragen. 1970 hob der DFB das Verbot wieder auf.

Mehr zum Verbot und der Situation des Frauenfußballs in der DDR: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3121 und Pressestimmen aus den 50ern-70ern: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3122
Weiter
Weiter

Wo fand die erste inoffizielle Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft statt?

Erläuterung

1970 fand in Italien die erste inoffizielle Fußball-WM der Frauen statt. Die Bundesrepublik Deutschland wurde dabei durch den SC Bad Neuenahr vertreten. An dem Turnier nahmen Mannschaften aus 8 Nationen teil, darunter Italien, England, Dänemark und die Schweiz. Organisiert wurde die WM von der 1969 gegründeten „Fédération Internationale et Européenne de Football Féminin“ (FIEFF).

Mexiko war 1971 Gastgeber eines weiteren inoffiziellen Weltturniers der Frauen. Die erste offizielle Frauen-Weltmeisterschaft der FIFA wurde erst 1991 in China ausgetragen.

Mehr zur WM in Italien: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3123

Weiter

Ihre Auswertung

Wo wurde der Weltfußballverband FIFA gegründet?

Erläuterung
Die Fédération Internationale de Football Association, kurz FIFA, wurde am 21.5.1904 in Paris gegründet. Seit 1932 ist sie in Zürich ansässig. Die Organisation versteht sich mit 211 Mitgliedsverbänden weltweit als globaler Dachverband des Fußballs: Sie fördert den Sport weltweit, richtet internationale Turniere aus und legt Regeln sowie Leitlinien fest. Durch die Vergabe von Fernseh- und Marketingrechten sowie die Kommerzialisierung und weltweite Popularität des Fußballs entwickelte sich die FIFA zu einer wirtschaftlich hochbedeutenden Organisation. Gleichzeitig steht sie immer wieder in der Kritik: vor allem im Zusammenhang mit Vorwürfen der Korruption, etwa bei der Vergabe der WM 2022 an Katar.

Wann fand die erste Fußballweltmeisterschaft statt?

Erläuterung
Die erste Fußball-WM fand 1930 in Uruguay statt. Das südamerikanische Land erhielt den Zuschlag, weil es bereit war, einen großen Teil der Kosten für das Turnier zu übernehmen. Die WM hatte von Beginn an auch eine politische Dimension: Sie fiel mit den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Uruguays zusammen. Für das Turnier ließ die Regierung in Montevideo eigens das Estadio Centenario mit 100.000 Plätzen bauen.

An der ersten WM nahmen 13 Mannschaften teil. Aufgrund der langen, teuren Schiffsreise fuhren aus Europa lediglich die Mannschaften aus Jugoslawien, Rumänien, Belgien und Frankreich nach Uruguay. Der amerikanische Kontinent war durch Uruguay, Argentinien, Brasilien, Peru, Bolivien, Paraguay, Chile, die USA und Mexiko vertreten.

Mehr zur WM-Geschichte: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3119

Wie viele Nationen nehmen an der Fußballweltmeisterschaft 2026 teil?

Erläuterung
Bei der WM 2026 nehmen erstmals 48 Mannschaften teil – so viele wie nie zuvor: 16 aus Europa, 12 aus Nord-, Mittel- und Südamerika, 10 aus Afrika, 9 aus Asien sowie eine aus Ozeanien. Insgesamt umfasst das Turnier 104 Spiele – deutlich mehr als die 64 Partien bei der WM 2022 in Katar. Die Weltmeisterschaft dauert rund 40 Tage. Teilweise sind bis zu 6 Spiele pro Tag angesetzt.

Erstmals findet nach der Gruppenphase eine Sechzehntelfinalrunde statt. Damit erreichen 32 Teams die K.-o.-Phase. Neben den Erst- und Zweitplatzierten jeder Gruppe qualifizieren sich zusätzlich die 8 besten Gruppendritten für die nächste Runde.

Welches Team ist ein WM-Debütant?

Erläuterung
Curaçao ist erstmals bei einer Fußball-WM dabei. Die Nationalmannschaft des Karibikstaats trägt den Spitznamen „Die blaue Welle“. Mit rund 156.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Curaçao das kleinste Land, das sich je für eine WM-Endrunde qualifizieren konnte. Bislang war Island bei der WM 2018 mit rund 330.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die kleinste teilnehmende Nation.

Curaçao ist erst seit 2010 ein autonomes Land innerhalb des Königreichs der Niederlande. Die Insel gehört jedoch weder zur Europäischen Union noch zum Schengen-Raum. Sie hat den Status eines mit der EU assoziierten überseeischen Landes und Gebietes.

In wie vielen Ländern wird die WM 2026 ausgetragen?

Erläuterung
Die Fußballweltmeisterschaft 2026 findet erstmals in 3 Gastgeberländern statt: den USA, Kanada und Mexiko. Insgesamt werden Spiele in 16 Städten ausgetragen. 11 Spielorte liegen in den USA: Seattle, San Francisco, Los Angeles, Dallas, Houston, Kansas City, Philadelphia, Atlanta, Miami, Boston und New York. Mexiko ist mit Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey vertreten, Kanada mit Toronto und Vancouver. Die großen Entfernungen zwischen den Austragungsorten stellen das Turnier vor besondere organisatorische und logistische Herausforderungen.

Laut Prognosen werden sich die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu vorherigen Weltmeisterschaften…

Erläuterung
Nach Berechnungen der britischen Organisation „Scientists for Global Responsibility“ könnte die Fußball-WM 2026 die klimaschädlichste WM der Geschichte werden. Die Treibhausgasemissionen könnten sich demnach im Vergleich zu früheren Turnieren nahezu verdoppeln. Gründe dafür seien vor allem die Erweiterung auf 48 Mannschaften, die höhere Zahl an Spielen und die großen Entfernungen zwischen den Austragungsorten, die Reisen per Flugzeug notwendig machen.

Die Studie schätzt die Gesamtemissionen des Turniers auf mehr als 9 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalente. Das entspreche den Emissionen von etwa 6,5 Mio. Autos pro Jahr. Zum Vergleich: Bei der WM 2022 in Katar wurden rund 5,25 Mio. Tonnen verursacht. In „Scientists for Global Responsability“ haben sich britische Wissenschaftler/-innen verschiedener Disziplinen zusammengeschlossen, die sich für Werte wie Frieden und ökologische Nachhaltigkeit einsetzen.

Um wie viel Prozent will die FIFA ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 reduzieren?

Erläuterung
Die FIFA kündigte im Rahmen der UN-Klimakonferenz 2021 in Glasgow an, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren. Bis 2040 soll Netto-Null erreicht werden. FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärte damals, der Verband werde erhebliche Mittel investieren, um die Klimaziele des UN-Klimaaktionsplans für den Sport zu erreichen.

Doch es gibt Kritik an der Umsetzung dieser Ziele. Die Schweizerische Lauterkeitskommission, eine unabhängige Institution der Selbstkontrolle in der Werbebranche, kam 2023 zu dem Schluss, dass die FIFA irreführende Aussagen zur Klimabilanz der WM 2022 in Katar gemacht habe. Die FIFA hatte das Turnier als „vollständig CO₂-neutral“ bezeichnet, dafür jedoch keine ausreichenden Belege vorgelegt.

Was sorgte im Vorfeld der WM für Diskussionen?

Erläuterung
Vor allem die Ticketpreise sorgten im Vorfeld der WM 2026 für Diskussionen. Die FIFA setzt erstmals auf dynamische statt festen Preisen. Die Kosten richten sich damit nach Nachfrage und Spielattraktivität. Besonders bei Spielen großer Nationen oder in der K.-o.-Phase stiegen die Preise deutlich an.

Für das Finale kosteten Tickets der höchsten Kategorie zeitweise zwischen 2.030 und 7.875 US-Dollar, deutlich mehr als bei der letzten Weltmeisterschaft in Katar. Auch die offizielle Weiterverkaufsplattform steht in der Kritik. Außerhalb Mexikos gibt es hier keine Preisobergrenzen, was die Preise explodieren ließ. Die FIFA erhebt beim Weiterverkauf eine Gebühr von 15 %.

Wer instrumentalisierte die WM 1934 für Propagandazwecke?

Erläuterung
Das Turnier wurde gezielt als Propagandainstrument des faschistischen Regimes in Italien genutzt. Städte wurden repräsentativ umgestaltet und neue Stadien errichtet, um Italien der Welt als starkes und modernes Land zu präsentieren. Der italienische Diktator Benito Mussolini war bei vielen Spielen persönlich anwesend. Besonders das Finale in Rom hatte Beobachtenden zufolge weniger den Charakter eines reinen Sportereignisses als vielmehr den einer politisch inszenierten Machtdemonstration.

Mehr zur Geschichte von Fußball und Politik: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3120

Warum verbot der DFB 1955 Frauen das Fußballspielen?

Erläuterung
Alle drei Antworten sind richtig. 1955 untersagte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seinen Vereinen, Frauenmannschaften zu gründen oder Frauenfußball zu unterstützen. Begründet wurde das Verbot mit medizinischen, biologischen und moralischen Argumenten. Im DFB-Jahrbuch hieß es damals: „Im Kampf um den Ball verschwindet die weibliche Anmut, Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand.“ Bei Nichtbeachtung drohten Trainern und Vereinen Strafen, etwa Sperren oder Geldstrafen. Dennoch wurden Spiele und inoffizielle Länderspiele ausgetragen. 1970 hob der DFB das Verbot wieder auf.

Mehr zum Verbot und der Situation des Frauenfußballs in der DDR: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3121 und Pressestimmen aus den 50ern-70ern: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3122

Wo fand die erste inoffizielle Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft statt?

Erläuterung
1970 fand in Italien die erste inoffizielle Fußball-WM der Frauen statt. Die Bundesrepublik Deutschland wurde dabei durch den SC Bad Neuenahr vertreten. An dem Turnier nahmen Mannschaften aus 8 Nationen teil, darunter Italien, England, Dänemark und die Schweiz. Organisiert wurde die WM von der 1969 gegründeten „Fédération Internationale et Européenne de Football Féminin“ (FIEFF).

Mexiko war 1971 Gastgeber eines weiteren inoffiziellen Weltturniers der Frauen. Die erste offizielle Frauen-Weltmeisterschaft der FIFA wurde erst 1991 in China ausgetragen.

Mehr zur WM in Italien: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3123