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seit dem 1. Oktober gilt in Deutschland erneut ein sog. Tankrabatt. Wie funktioniert er?
⛽ Aktuell
Der von der Bundesregierung beschlossene „Tankrabatt“ soll Autofahrende finanziell entlasten.
Für 3 Monate sinkt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel. Dadurch fällt auch die Mehrwertsteuer auf den Kraftstoff niedriger aus. Als Folge dessen ergibt sich rechnerisch eine Steuerentlastung von 16,7 Cent pro Liter.
Es wird erwartet, dass die Mineralölkonzerne die Preissenkung über die Tankstellen an die Verbraucher/-innen weitergeben. Unmittelbar nach Einführung sanken die Spritpreise, stiegen danach jedoch wieder leicht an.
🛢️ Hintergrund
Auslöser für die hohen Spritpreise ist vor allem der seit Februar 2026 andauernde Krieg der USA und Israels gegen Iran. Der Konflikt schränkt den weltweiten Ölhandel ein und führt immer wieder zu Lieferengpässen.
Neben Einkauf, Transport, Weiterverarbeitung und Gewinnabsicht der Mineralölkonzerne beeinflussen auch Dollarkurs, Konjunktur und geopolitische Lage sowie Steuern und Abgaben die Spritpreise.
Im Mai und Juni gab es bereits den ersten „Tankrabatt“. Danach stiegen die Spritpreise wieder und erreichten im September einen Rekordstand.
💬 Diskussion
Der Automobilclub ADAC wies auf teils schwer nachvollziehbare Preisschwankungen hin, was auf Spielräume der Ölkonzerne hindeuten könnte. Die Mineralölwirtschaft bestreitet, die Steuerrabatte nicht weiterzugeben.
Kritiker/-innen bemängeln, die Maßnahme sei nicht zielgenau und koste den Staat viel Geld. Eine Alternative seien bspw. Direktzahlungen an einkommensschwache Haushalte.
Die EU-Kommission fordert eine gemeinsame europäische Lösung. Sie kritisierte, der Rabatt biete keinen Anreiz zum Spritsparen, langfristig drohe ein Versorgungsengpass.
➡️ Was sagt die europäische Presse zum „Tankrabatt“? Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3201
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