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M 03.03 Wahr-/Falsch-Quiz

Sind die folgenden Szenarien schon Realität oder doch nur Zukunftsmusik? Gibt es die beschriebenen Dinge (= wahr) oder nicht (= falsch)

Viele Möglichkeiten der Digitalisierung muten recht futuristisch an und sind dennoch schon längst Wirklichkeit. Mithilfe des Wahr-Falsch-Quiz kann man herausfinden, wie gut man über den Fortschritt der Digitalisierung informiert ist. Weiterführende Informationen und Links helfen zudem, den eigenen Wissensstand aufzubessern.

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Social Scoring in China

Aus der vollständigen Kameraüberwachung im öffentlichen Raum mit Gesichtserkennung, deiner Internetnutzung und weiteren Datenquellen wertet eine KI dein soziales Verhalten aus und vergibt einen Punktestand.
Du lässt den Haufen deines Hundes auf dem Gehweg liegen – Punkteabzug! Du gehst Blut spenden – Punktezuwachs!

Ein hoher beziehungsweise niedriger Punktestand geht dabei mit gewissen Privilegien oder Einschränkungen einher: von der erleichterten Hochschulzulassung über die Kreditvergabe und Reisefreiheit bis hin zum möglichen Jobverlust und öffentlicher Ächtung hängen wichtige Bereiche deines Lebens von deinem Sozialkonto ab.

Erläuterung

Wahr!
Das Sozial-Kreditsystem der Volksrepublik China ist eine Kombination aus totaler Überwachung und Rating des Sozialverhaltens der Bürger/innen. So soll die Bevölkerung durch Belohnung und Bestrafung zu wünschenswertem Verhalten erzogen haben. Was als „wünschenswert“ gilt legt dabei die Regierung fest, sodass sich beispielsweise das Liken einer Rede des chinesischen Präsidenten positiv, ein regierungskritischer Post negativ auf deinen Punktestand auswirkt.

Mehr Informationen
Externer Link: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/infografik-chinas-sozialkredit-system-15913709.html
Externer Link: https://taz.de/Social-Scoring-in-China/!5480926/

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Beamtechnik wie bei Star Trek
Big Data und Quantenphysik machen möglich, was bisher nur aus Science-Fiction-Filmen bekannt ist. An einer Universität in den USA ist es erstmalig gelungen in einem Laborversuch eine Kupfermünze über eine Distanz von 2m und durch eine Wand hindurch zu „beamen“.

Erläuterung

Falsch!
In der Theorie forschen Quantenphysiker tatsächlich schon an einer solchen Technik und haben auch tatsächlich schon große Erfolge in der Verschränkung von Photonen über größere Distanzen hinweg erzielt; die Teleportationen ganzer Gegenstände liegt allerdings noch sehr in weiter Ferne. Neben verschiedenen physikalischen Phänomenen stellt auch die viel zu große Datenmenge so einem Vorhaben im Weg.

Mehr Informationen
Externer Link: https://www.3sat.de/wissen/wissenschaftsdoku/raetselhafte-welt-der-quanten-102.html

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Überwachungssoftware an amerikanischen Schulen

Die Kommunikation mehrerer Millionen amerikanischer Schüler/innen wird auf Wunsch ihrer Schule von einer Software überwacht.
Mit dem Ziel der Selbstmord- oder Amoklaufprävention verknüpft sich die Software mit der G Suite von Google oder Office 365 von Microsoft und wertet alle Arbeiten der Schüler/Innen nach bestimmten Kriterien aus.
Auch die Aktivitäten in sozialen Netzwerken können miteinbezogen werden, wenn die Lernenden zur Anmeldung eine schuleigene Mailadresse benutzen.
Stuft die KI jemanden als suizidgefährdet oder gefährlich ein, werden automatisch Schule und Polizei benachrichtigt.

Erläuterung

Wahr!
Die Software Gaggle wird wie beschrieben bereits in mehreren amerikanischen Schulbezirken zunehmend verwendet. Kritisch ist dabei zum einen die Liste der "problematischen“ Begriffe - wie u.a. "queer“, "lesbian“ oder manche Schimpfworte - zu sehen, auf dessen Benutzung Sanktionen durch die Schule folgen können. Zum anderen ist es Schüler/innen und Eltern kaum möglich, der Schule ihre Zustimmung zu dieser Überwachung zu verweigern, denn ohne diese, könnten auch keine schulinternen Technologien, wie Computer oder E-Mails benutzt werden. Von informeller Selbstbestimmung kann hier keine Rede mehr sein.

Mehr Informationen
Externer Link: https://netzpolitik.org/2019/high-schools-spionieren-schuelerinnen-mit-algorithmen-hinterher/

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Predictive Policing in Deutschland
Predicitive Policing ist eine Methode, bei der eine KI anhand von Daten früherer Verbrechen mögliche Täter, Opfer und Tatzeitpunkte und -orte für zukünftige Verbrechen voraussagt. Die Polizei kann ihre Einsatzpläne daran anpassen und so gegebenenfalls Verbrechen verhindern.

Erläuterung

Wahr!
Predicitive Policing wird mittlerweile in verschiedenen Staaten bei unterschiedlichen Delikten verwendet. Auch mehrere deutsche Bundesländer, darunter z.B. NRW, Hessen und Berlin, verwenden mittlerweile unterschiedliche Softwares, um vor allem Wohnungseinbrüche zu prognostizieren. Kritisiert wird dabei unter anderem, dass die reale Wirksamkeit dieser Methode noch nicht aussagekräftig nachgewiesen werden konnte und außerdem, dass die KI anfällig für Vorurteile sei und so beispielsweise bestimmte Bevölkerungsgruppen kriminalisiert würden.

Mehr Informationen
Externer Link: https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2015-03/predictive-policing-software-polizei-precobs/komplettansicht
Interner Link: Predictive Policing: Dem Verbrechen der Zukunft auf der Spur

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Musik, wie du sie brauchst
Bisher musste man noch selbst die Musik auf seinem Musik-Interner Link: Wearable auswählen. Das soll sich bald ändern. Mehrere Anbieter setzen jetzt auf Wearables mit Pulsmesser: Steigt deine Herzfrequenz beim Sport an, gibt es automatisch einen treibenden Beat auf deine Kopfhörer, bist du eher entspannt, vielleicht etwas Instrumentales. Doch das ist natürlich nur der Einstieg: Auf Grundlage deiner Musikpräferenzen, sollen auch tiefergehende Emotionen beeinflusst werden können, sodass es bei Stress z.B. Entspannung und bei Traurigkeit etwas Fröhliches auf die Ohren gäbe.

Erläuterung

Falsch!
Dass Musik Einfluss auf unsere Emotionen hat, ist kein Geheimnis. Noch müssen wir allerdings weiterhin selbst entscheiden, welchen Song wir gerade hören wollen, dafür sind Pulsmesser noch nicht sensibel genug. Auch stellt sich die Frage, ob wir so eine fremdgesteuerte Manipulation überhaupt wollen würden.

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Globale Gesichtserkennung dank Social Media
Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden, sowie private Unternehmen verschiedener Staaten nutzen eine Software, die innerhalb weniger Sekunden aus Milliarden von Bildern Gesichter erkennen kann. Die riesige Datenbank speist sich unter anderem aus Fotos von sozialen Netzwerken.

Erläuterung

Wahr!
Eine Recherche der New York Times hat veröffentlicht, dass das US-amerikanisches Unternehmen Clearview AI eine solche Software entwickelt hat. Die Sorgen um Missbrauch einer solchen Software, Einmischung in Polizeiarbeit und das Ende der Privatsphäre sind groß.

Mehr Informationen
Externer Link: https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2020-01/clearview-gesichtserkennung-datenschutz-privatsphaere
Externer Link: https://www.sueddeutsche.de/digital/clearview-datenschutz-gesichtserkennung-dsgvo-1.4766724
Externer Link: https://www.sueddeutsche.de/digital/gesichtserkennung-clearview-app-polizei-gesicht-1.4764389

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Handyortung mittels WhatsApp und Snapchat
Dass man bei WhatsApp anderen Leuten seinen Standort im Chat schicken oder bei Snapchat die Bewegungen der Bekannten auf einer Karte mitverfolgen kann, wissen die meisten. Darüber hinaus ist es jedoch auch möglich, über versteckte Funktionen in diesen Apps den Standort von anderen zu ermitteln, ohne dass diese Person ihn freiwillig mit dir geteilt hat. Einzige Voraussetzung: Beide müssen sich gegenseitig im Telefonbuch eingespeichert haben und die Zielperson muss das GPS für die Ortung eingeschaltet haben.

Erläuterung

Falsch!
Bisher beruht die Standortübertragung bei WhatsApp und Snapchat zum Glück auf freiwilliger Zustimmung und kann nicht heimlich eingesehen werden. Einen echten Hacker hält sowas natürlich trotzdem nicht ab und sie oder er wäre auch nicht auf diese Apps angewiesen. Daher solltest du dich ruhig mal mit den Gefahren von Spionage auf deinem Smartphone auseinandersetzen und in Erfahrung bringen, welche Schutzmaßnahmen es dagegen gibt.

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Kredite nur bei gutem Wohnort
Bevor du einen Kredit bekommst, wird erstmal überprüft, ob du überhaupt vertrauenswürdig genug bist, den Kredit auch zurückzuzahlen. Dafür werden Daten, wie deine bisherigen Kreditaktivitäten oder deinen Wohnort ausgewertet.

Erläuterung

Wahr!
Vor der Ausgabe eines Kredits können Banken und Kreditinstitute bei der Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) nachfragen, wie kreditwürdig du bist. Auf Geodaten wird jedoch nur in ganz spezifischen Fällen zugegriffen.

Mehr Informationen
Externer Link: https://www.schufa.de/daten-scoring/scoring/

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Anwesenheitskontrolle mittels Gesichtserkennung
Eine Schule in Schweden überprüft die Anwesenheit ihrer Schüler/Innen mittels biometrischer Daten.

Erläuterung

Wahr!
Mittlerweile hat die schwedische Datenschutzbehörde auf Grundlage der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) jedoch eine Strafe verhängt und diese Praktik untersagt.

Mehr Informationen
Externer Link: https://netzpolitik.org/2019/gesichtserkennung-statt-klassenbuch-schule-in-schweden-kassiert-strafe/

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Kühlschrank kontrolliert dein Essverhalten
Das Internet der Dinge macht es möglich: Sind noch Tomaten da? Läuft das Haltbarkeitsdatum der Milch bald ab? Mit einem smarten Kühlschrank verliert man nie wieder die Kontrolle über seine Lebensmittel. Problem: Der Kühlschrank dient nicht nur als Einkaufshilfe, sondern kann sich auch mit deiner Krankenkasse vernetzen. Hat man einen großen Vorrat an Fleisch und Bier, aber kaum Gemüse und Obst, gibt’s zunächst nur eine Verwarnung. Ändert man sein Essverhalten jedoch partout nicht, könnten im schlimmsten Fall die Versicherungsbeträge steigen.

Erläuterung

Falsch!
Smarte Kühlschränke gibt es zwar bereits schon in Ansätzen, von einer Kooperation mit den Krankenkassen ist jedoch keine Rede! So weit hergeholt ist der Gedanke allerdings nicht; bei Fitnessapps und Wearables wird schon teilweise eine Kooperation mit manchen Krankenversicherungen umgesetzt.

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Smartwatch zur Überwachung der Kinder
Ein Must-Have für alle Helikoptereltern! Smartwatches mit integrierter GPS-Funktion und SIM-Karte ermöglichen, die geliebten Kleinen überall zu orten und sogar Gespräche mitzuhören. So kann den Schützlingen nichts mehr passieren.

Erläuterung

Wahr!
Solche Smartwatches gibt es tatsächlich. Zum Glück hat die Bundesnetzagentur zumindest solche mit Aufzeichnungsfunktion hier in Deutschland jedoch verboten. Käufer dieser Uhren sind aufgefordert, sie nachweislich zu vernichten, auch wenn die Abhörfunktion gar nicht benutzt werde.

Mehr Informationen
Externer Link: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/smartwatch-kita-ueberwachung-verbot-1.4219538

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Upload: Gehirn
Der Traum des ewigen Lebens scheint nun endlich wahr zu werden. Koreanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist es gelungen, die gesamten neuronalen Netze einer Versuchsperson exakt digital zu übernehmen – also im Prinzip das Gehirn außerhalb eines menschlichen Körpers abzuspeichern. Ob diese „künstliche“ Intelligenz damit auch das Bewusstsein der Versuchsperson übernommen hat, konnte noch nicht abschließend festgestellt werden.

Erläuterung

Falsch!
Zwar gibt es bereits viele Spekulationen und sogar Forschungsprojekte, die sich mit der Möglichkeit einer digitalen Speicherung des Gehirns beschäftigen. Umgesetzt werden konnte jedoch noch nichts und wird vielleicht auch nie 1:1 möglich sein. Das ist vielleicht auch gar nicht so schlecht, denn unter ethischen Aspekten ist diese Idee hoch umstritten.

Weitere Informationen
ZEIT-Artikel "Bewusstesein digitalisieren"Externer Link: https://www.zeit.de/digital/internet/2012-06/bewusstsein-digitalisieren/komplettansicht

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Teurer Flug bei mehrfacher Suche
Wenn du nach Flügen suchst, merken sich das die Websites durch den Einsatz von Cookies. Schaust du dir den Flug dann mehrmals innerhalb weniger Tage an, interpretieren die Anbieter dies als starkes Interesse deinerseits und lassen die Preise steigen.

Erläuterung

Wahr!
Nicht alle Onlineanbieter manipulieren deine Flugpreise mit dieser Methode, aber es ist möglich. Umgehen kannst du das, indem du eine andere IP-Adresse beim nächsten Suchvorgang verwendest oder regelmäßig die gespeicherten Cookies löschst. Flugpreise können allerdings auch weiterhin aufgrund anderer Faktoren schwanken.

Mehr Informationen
Externer Link: https://www.focus.de/reisen/videos/geld-sparen-darum-sollten-sie-ihren-browser-wechseln-bevor-sie-einen-flug-buchen_id_6398962.html

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Gehirnwellen Messung in Schulen in China
Verschiedene Schulen in China greifen auf medizinische Technik zurück, um ihre Schülerinnen und Schüler während des Unterrichts zu überwachen. Neben Videokameras und GPS-Tracking in der Schuluniform werden auch Digitalarmbänder zur Messung der Herzfrequenz oder sogar Geräte zur Messung von Gehirnwellen eingesetzt.

Erläuterung

Wahr!
Mittels der Technologien soll die Konzentration und Aufmerksamkeit der Lernenden gemessen werden. Die Daten werden einerseits zu Forschungszwecken genutzt, andererseits aber Lehrkräften und Eltern zur Bewertung zugänglich gemacht.

Mehr Informationen
Twittermeldung des Wall Street Journals: Externer Link: https://mobile.twitter.com/WSJ/status/1177357178975457285
Artikel "Chinese school under fire for buying tracking bracelets for students" des Guardians: Externer Link: https://www.theguardian.com/world/2019/mar/08/chinese-school-under-fire-for-buying-tracking-bracelets-for-students

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Ihre Auswertung

Social Scoring in China

Aus der vollständigen Kameraüberwachung im öffentlichen Raum mit Gesichtserkennung, deiner Internetnutzung und weiteren Datenquellen wertet eine KI dein soziales Verhalten aus und vergibt einen Punktestand.
Du lässt den Haufen deines Hundes auf dem Gehweg liegen – Punkteabzug! Du gehst Blut spenden – Punktezuwachs!

Ein hoher beziehungsweise niedriger Punktestand geht dabei mit gewissen Privilegien oder Einschränkungen einher: von der erleichterten Hochschulzulassung über die Kreditvergabe und Reisefreiheit bis hin zum möglichen Jobverlust und öffentlicher Ächtung hängen wichtige Bereiche deines Lebens von deinem Sozialkonto ab.

Erläuterung

Wahr!
Das Sozial-Kreditsystem der Volksrepublik China ist eine Kombination aus totaler Überwachung und Rating des Sozialverhaltens der Bürger/innen. So soll die Bevölkerung durch Belohnung und Bestrafung zu wünschenswertem Verhalten erzogen haben. Was als „wünschenswert“ gilt legt dabei die Regierung fest, sodass sich beispielsweise das Liken einer Rede des chinesischen Präsidenten positiv, ein regierungskritischer Post negativ auf deinen Punktestand auswirkt.

Mehr Informationen
Externer Link: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/infografik-chinas-sozialkredit-system-15913709.html
Externer Link: https://taz.de/Social-Scoring-in-China/!5480926/

Beamtechnik wie bei Star Trek
Big Data und Quantenphysik machen möglich, was bisher nur aus Science-Fiction-Filmen bekannt ist. An einer Universität in den USA ist es erstmalig gelungen in einem Laborversuch eine Kupfermünze über eine Distanz von 2m und durch eine Wand hindurch zu „beamen“.

Erläuterung

Falsch!
In der Theorie forschen Quantenphysiker tatsächlich schon an einer solchen Technik und haben auch tatsächlich schon große Erfolge in der Verschränkung von Photonen über größere Distanzen hinweg erzielt; die Teleportationen ganzer Gegenstände liegt allerdings noch sehr in weiter Ferne. Neben verschiedenen physikalischen Phänomenen stellt auch die viel zu große Datenmenge so einem Vorhaben im Weg.

Mehr Informationen
Externer Link: https://www.3sat.de/wissen/wissenschaftsdoku/raetselhafte-welt-der-quanten-102.html

Überwachungssoftware an amerikanischen Schulen

Die Kommunikation mehrerer Millionen amerikanischer Schüler/innen wird auf Wunsch ihrer Schule von einer Software überwacht.
Mit dem Ziel der Selbstmord- oder Amoklaufprävention verknüpft sich die Software mit der G Suite von Google oder Office 365 von Microsoft und wertet alle Arbeiten der Schüler/Innen nach bestimmten Kriterien aus.
Auch die Aktivitäten in sozialen Netzwerken können miteinbezogen werden, wenn die Lernenden zur Anmeldung eine schuleigene Mailadresse benutzen.
Stuft die KI jemanden als suizidgefährdet oder gefährlich ein, werden automatisch Schule und Polizei benachrichtigt.

Erläuterung

Wahr!
Die Software Gaggle wird wie beschrieben bereits in mehreren amerikanischen Schulbezirken zunehmend verwendet. Kritisch ist dabei zum einen die Liste der "problematischen“ Begriffe - wie u.a. "queer“, "lesbian“ oder manche Schimpfworte - zu sehen, auf dessen Benutzung Sanktionen durch die Schule folgen können. Zum anderen ist es Schüler/innen und Eltern kaum möglich, der Schule ihre Zustimmung zu dieser Überwachung zu verweigern, denn ohne diese, könnten auch keine schulinternen Technologien, wie Computer oder E-Mails benutzt werden. Von informeller Selbstbestimmung kann hier keine Rede mehr sein.

Mehr Informationen
Externer Link: https://netzpolitik.org/2019/high-schools-spionieren-schuelerinnen-mit-algorithmen-hinterher/

Predictive Policing in Deutschland
Predicitive Policing ist eine Methode, bei der eine KI anhand von Daten früherer Verbrechen mögliche Täter, Opfer und Tatzeitpunkte und -orte für zukünftige Verbrechen voraussagt. Die Polizei kann ihre Einsatzpläne daran anpassen und so gegebenenfalls Verbrechen verhindern.

Erläuterung

Wahr!
Predicitive Policing wird mittlerweile in verschiedenen Staaten bei unterschiedlichen Delikten verwendet. Auch mehrere deutsche Bundesländer, darunter z.B. NRW, Hessen und Berlin, verwenden mittlerweile unterschiedliche Softwares, um vor allem Wohnungseinbrüche zu prognostizieren. Kritisiert wird dabei unter anderem, dass die reale Wirksamkeit dieser Methode noch nicht aussagekräftig nachgewiesen werden konnte und außerdem, dass die KI anfällig für Vorurteile sei und so beispielsweise bestimmte Bevölkerungsgruppen kriminalisiert würden.

Mehr Informationen
Externer Link: https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2015-03/predictive-policing-software-polizei-precobs/komplettansicht
Interner Link: Predictive Policing: Dem Verbrechen der Zukunft auf der Spur

Musik, wie du sie brauchst
Bisher musste man noch selbst die Musik auf seinem Musik-Interner Link: Wearable auswählen. Das soll sich bald ändern. Mehrere Anbieter setzen jetzt auf Wearables mit Pulsmesser: Steigt deine Herzfrequenz beim Sport an, gibt es automatisch einen treibenden Beat auf deine Kopfhörer, bist du eher entspannt, vielleicht etwas Instrumentales. Doch das ist natürlich nur der Einstieg: Auf Grundlage deiner Musikpräferenzen, sollen auch tiefergehende Emotionen beeinflusst werden können, sodass es bei Stress z.B. Entspannung und bei Traurigkeit etwas Fröhliches auf die Ohren gäbe.

Erläuterung

Falsch!
Dass Musik Einfluss auf unsere Emotionen hat, ist kein Geheimnis. Noch müssen wir allerdings weiterhin selbst entscheiden, welchen Song wir gerade hören wollen, dafür sind Pulsmesser noch nicht sensibel genug. Auch stellt sich die Frage, ob wir so eine fremdgesteuerte Manipulation überhaupt wollen würden.

Globale Gesichtserkennung dank Social Media
Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden, sowie private Unternehmen verschiedener Staaten nutzen eine Software, die innerhalb weniger Sekunden aus Milliarden von Bildern Gesichter erkennen kann. Die riesige Datenbank speist sich unter anderem aus Fotos von sozialen Netzwerken.

Erläuterung

Wahr!
Eine Recherche der New York Times hat veröffentlicht, dass das US-amerikanisches Unternehmen Clearview AI eine solche Software entwickelt hat. Die Sorgen um Missbrauch einer solchen Software, Einmischung in Polizeiarbeit und das Ende der Privatsphäre sind groß.

Mehr Informationen
Externer Link: https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2020-01/clearview-gesichtserkennung-datenschutz-privatsphaere
Externer Link: https://www.sueddeutsche.de/digital/clearview-datenschutz-gesichtserkennung-dsgvo-1.4766724
Externer Link: https://www.sueddeutsche.de/digital/gesichtserkennung-clearview-app-polizei-gesicht-1.4764389

Handyortung mittels WhatsApp und Snapchat
Dass man bei WhatsApp anderen Leuten seinen Standort im Chat schicken oder bei Snapchat die Bewegungen der Bekannten auf einer Karte mitverfolgen kann, wissen die meisten. Darüber hinaus ist es jedoch auch möglich, über versteckte Funktionen in diesen Apps den Standort von anderen zu ermitteln, ohne dass diese Person ihn freiwillig mit dir geteilt hat. Einzige Voraussetzung: Beide müssen sich gegenseitig im Telefonbuch eingespeichert haben und die Zielperson muss das GPS für die Ortung eingeschaltet haben.

Erläuterung

Falsch!
Bisher beruht die Standortübertragung bei WhatsApp und Snapchat zum Glück auf freiwilliger Zustimmung und kann nicht heimlich eingesehen werden. Einen echten Hacker hält sowas natürlich trotzdem nicht ab und sie oder er wäre auch nicht auf diese Apps angewiesen. Daher solltest du dich ruhig mal mit den Gefahren von Spionage auf deinem Smartphone auseinandersetzen und in Erfahrung bringen, welche Schutzmaßnahmen es dagegen gibt.

Kredite nur bei gutem Wohnort
Bevor du einen Kredit bekommst, wird erstmal überprüft, ob du überhaupt vertrauenswürdig genug bist, den Kredit auch zurückzuzahlen. Dafür werden Daten, wie deine bisherigen Kreditaktivitäten oder deinen Wohnort ausgewertet.

Erläuterung

Wahr!
Vor der Ausgabe eines Kredits können Banken und Kreditinstitute bei der Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) nachfragen, wie kreditwürdig du bist. Auf Geodaten wird jedoch nur in ganz spezifischen Fällen zugegriffen.

Mehr Informationen
Externer Link: https://www.schufa.de/daten-scoring/scoring/

Anwesenheitskontrolle mittels Gesichtserkennung
Eine Schule in Schweden überprüft die Anwesenheit ihrer Schüler/Innen mittels biometrischer Daten.

Erläuterung

Wahr!
Mittlerweile hat die schwedische Datenschutzbehörde auf Grundlage der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) jedoch eine Strafe verhängt und diese Praktik untersagt.

Mehr Informationen
Externer Link: https://netzpolitik.org/2019/gesichtserkennung-statt-klassenbuch-schule-in-schweden-kassiert-strafe/

Kühlschrank kontrolliert dein Essverhalten
Das Internet der Dinge macht es möglich: Sind noch Tomaten da? Läuft das Haltbarkeitsdatum der Milch bald ab? Mit einem smarten Kühlschrank verliert man nie wieder die Kontrolle über seine Lebensmittel. Problem: Der Kühlschrank dient nicht nur als Einkaufshilfe, sondern kann sich auch mit deiner Krankenkasse vernetzen. Hat man einen großen Vorrat an Fleisch und Bier, aber kaum Gemüse und Obst, gibt’s zunächst nur eine Verwarnung. Ändert man sein Essverhalten jedoch partout nicht, könnten im schlimmsten Fall die Versicherungsbeträge steigen.

Erläuterung

Falsch!
Smarte Kühlschränke gibt es zwar bereits schon in Ansätzen, von einer Kooperation mit den Krankenkassen ist jedoch keine Rede! So weit hergeholt ist der Gedanke allerdings nicht; bei Fitnessapps und Wearables wird schon teilweise eine Kooperation mit manchen Krankenversicherungen umgesetzt.

Smartwatch zur Überwachung der Kinder
Ein Must-Have für alle Helikoptereltern! Smartwatches mit integrierter GPS-Funktion und SIM-Karte ermöglichen, die geliebten Kleinen überall zu orten und sogar Gespräche mitzuhören. So kann den Schützlingen nichts mehr passieren.

Erläuterung

Wahr!
Solche Smartwatches gibt es tatsächlich. Zum Glück hat die Bundesnetzagentur zumindest solche mit Aufzeichnungsfunktion hier in Deutschland jedoch verboten. Käufer dieser Uhren sind aufgefordert, sie nachweislich zu vernichten, auch wenn die Abhörfunktion gar nicht benutzt werde.

Mehr Informationen
Externer Link: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/smartwatch-kita-ueberwachung-verbot-1.4219538

Upload: Gehirn
Der Traum des ewigen Lebens scheint nun endlich wahr zu werden. Koreanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist es gelungen, die gesamten neuronalen Netze einer Versuchsperson exakt digital zu übernehmen – also im Prinzip das Gehirn außerhalb eines menschlichen Körpers abzuspeichern. Ob diese „künstliche“ Intelligenz damit auch das Bewusstsein der Versuchsperson übernommen hat, konnte noch nicht abschließend festgestellt werden.

Erläuterung

Falsch!
Zwar gibt es bereits viele Spekulationen und sogar Forschungsprojekte, die sich mit der Möglichkeit einer digitalen Speicherung des Gehirns beschäftigen. Umgesetzt werden konnte jedoch noch nichts und wird vielleicht auch nie 1:1 möglich sein. Das ist vielleicht auch gar nicht so schlecht, denn unter ethischen Aspekten ist diese Idee hoch umstritten.

Weitere Informationen
ZEIT-Artikel "Bewusstesein digitalisieren"Externer Link: https://www.zeit.de/digital/internet/2012-06/bewusstsein-digitalisieren/komplettansicht

Teurer Flug bei mehrfacher Suche
Wenn du nach Flügen suchst, merken sich das die Websites durch den Einsatz von Cookies. Schaust du dir den Flug dann mehrmals innerhalb weniger Tage an, interpretieren die Anbieter dies als starkes Interesse deinerseits und lassen die Preise steigen.

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Wahr!
Nicht alle Onlineanbieter manipulieren deine Flugpreise mit dieser Methode, aber es ist möglich. Umgehen kannst du das, indem du eine andere IP-Adresse beim nächsten Suchvorgang verwendest oder regelmäßig die gespeicherten Cookies löschst. Flugpreise können allerdings auch weiterhin aufgrund anderer Faktoren schwanken.

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Externer Link: https://www.focus.de/reisen/videos/geld-sparen-darum-sollten-sie-ihren-browser-wechseln-bevor-sie-einen-flug-buchen_id_6398962.html

Gehirnwellen Messung in Schulen in China
Verschiedene Schulen in China greifen auf medizinische Technik zurück, um ihre Schülerinnen und Schüler während des Unterrichts zu überwachen. Neben Videokameras und GPS-Tracking in der Schuluniform werden auch Digitalarmbänder zur Messung der Herzfrequenz oder sogar Geräte zur Messung von Gehirnwellen eingesetzt.

Erläuterung

Wahr!
Mittels der Technologien soll die Konzentration und Aufmerksamkeit der Lernenden gemessen werden. Die Daten werden einerseits zu Forschungszwecken genutzt, andererseits aber Lehrkräften und Eltern zur Bewertung zugänglich gemacht.

Mehr Informationen
Twittermeldung des Wall Street Journals: Externer Link: https://mobile.twitter.com/WSJ/status/1177357178975457285
Artikel "Chinese school under fire for buying tracking bracelets for students" des Guardians: Externer Link: https://www.theguardian.com/world/2019/mar/08/chinese-school-under-fire-for-buying-tracking-bracelets-for-students