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Eine Besonderheit: Die Strategie der Medien in DBAW

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Eine Besonderheit: Die Strategie der Medien in DBAW

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Die starke Gewichtung der Rolle der Medien ist für politische bzw. demokratische Bildung unerlässlich: Es geht um Pressefreiheit, Macht und Ohnmacht von Regierenden, um politisch instrumentalisierte Nachrichten und auch um das, was nicht berichtet wird. Hierzu werden den Jugendlichen Denkanstöße und neue positive wie kritische Perspektiven bezüglich der Medien gegeben.

Das Medienteam berichtet von den Ereignissen – aber wie? (© DBAW-Video)

Neben den tatsächlichen Entscheidungen auf der Insel oder in der Kleinstadt dreht sich in DBAW alles um die Art und Weise, wie vom Geschehen berichtet wird und welchen Einfluss hierbei die Medien einnehmen können.
Jugendliche können so einen Blick hinter die Kulissen des Interner Link: Mediengeschäfts werfen. Sie schlüpfen selbst in die Rolle der Produzierenden und berichten vor allen Teilnehmenden hautnah vom Planspielgeschehen. Doch wie sie das tun, entscheiden sie selbst. Drei Jugendliche, die selbst bei DBAW mitspielten, haben hierfür ein Video gestaltet und stellen drei Strategien vor. Das Medienteam muss sich letztendlich für eine entscheiden, was nicht immer leicht ist.

Ob das Medienteam es schafft, das Geschehen auf der Insel oder in der Stadt zu beeinflussen, bleibt natürlich offen. Je nachdem, was ihre Nachrichten preisgeben und was nicht – ob sie Herrschende kritisch darstellen oder gut heißen, ob sie Eigenes dazu erfinden oder versuchen, bei den tatsächlichen Ereignissen zu bleiben – können sie den Spielablauf mehr oder weniger in die eine oder andere Richtung lenken.

Die Inselnews als "Machtfaktor". (© DBAW-Video)

Diese Planspielgruppe stellt sehr hohe Herausforderungen an Jugendliche, da sie erst mal ihre Rolle als Beobachtende finden und auch diese Distanz aushalten müssen, während sich andere direkt in das Spielgeschehen begeben. Doch nach einiger Zeit zeigen sich zumeist mehr und mehr Wege, wie das Medienteam eine zentrale Position im Spielgeschehen einnehmen kann.
Jugendliche berichten oftmals, dass sie nicht das Gefühl hatten, mit der Berichterstattung etwas bewirkt zu haben. Wenn sie allerdings in der Reflexion von allen anderen Gruppen davon erfahren, was sie alles mit beeinflusst, verhindert oder ermöglicht haben, und sich Gruppen von ihnen beobachtet fühlten, weicht dieser erste Eindruck von der eigenen Ohnmacht oft der Erkenntnis über die tatsächliche Einflussnahme.
Interner Link: Tipps für die Spielleitung zur Unterstützung der Mediengruppe

Fussnoten