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Quiz: Was weißt du über Flucht und Vertreibung?

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In der Umgangssprache werden die meisten Menschen, die aus Not ihr Land verlassen und nach Deutschland kommen, Flüchtlinge genannt. Will man aber juristisch korrekt sein, muss man sich an die Definition der Genfer Flüchtlingskonvention halten: Flüchtlinge sind Menschen, die eine begründete Flucht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung haben. Flüchtlinge können den Schutz ihres Heimatlandes nicht in Anspruch nehmen oder sie wollen es nicht wegen ihrer Furcht vor Verfolgung. Flüchtlinge haben das Recht auf Sicherheit in einem anderen Land. In Deutschland überprüft das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), ob Menschen diese Bestimmungen erfüllen und als Flüchtlinge anerkannt werden, also hierbleiben dürfen. Anerkannte Flüchtlinge dürfen meist zunächst für drei Jahre in Deutschland bleiben, dann wird nochmals geprüft, ob die Schutzgründe weiterhin bestehen.

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Das Wort "Asyl" kommt ursprünglich aus der altgriechischen Sprache und bedeutet so viel wie "sicher". Es meint heute sichere Orte und eine Zuflucht für Menschen in Gefahr. Im deutschen Grundgesetz steht im Artikel 16a, dass politisch Verfolgte ein Grundrecht auf Asyl haben. Das bedeutet, dass sie in Deutschland geschützt werden und bleiben dürfen. Menschen, die einen Antrag auf Asyl gestellt haben, nennt man Asylbewerber. Sie müssen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge genau berichten, wie und warum sie in ihrer Heimat verfolgt werden. Dann beurteilt das Amt, ob der Bewerber ein Recht auf Asyl nach Artikel 16a hat oder nach der Genfer Flüchtlingskonvention als Flüchtling anerkannt wird und in Deutschland bleiben darf.

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Im Jahr 2015 sind rund eine Million Flüchtlinge nach Deutschland eingereist. Knapp die Hälfte von ihnen hat einen Asylantrag gestellt. Die meisten Menschen stammen aus Syrien, gefolgt von Albanien, Kosovo, Afghanistan und Irak. Die Menschen aus Syrien und Irak werden zum größten Teil als Flüchtlinge anerkannt. Die Chancen für Menschen aus Albanien, Kosovo und Serbien als Flüchtlinge anerkannt zu werden oder politisches Asyl zu erhalten, sind hingegen gering, weil ihre Herkunftsstaaten als sicher eingestuft sind.

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In Syrien und Afghanistan gibt es Bürgerkriege. Dort kämpfen verschiedene bewaffnete Gruppen gegeneinander. In Syrien sind dies die Truppen des Präsidenten Baschar al-Assad, die Terroristen der Gruppe „Islamischer Staat“ (IS) und verschiedene andere bewaffnete regierungskritische Rebellengruppen. Zahlreiche Städte wurden bei den Kämpfen zerstört und viele Menschen sind bereits ums Leben gekommen.

In Afghanistan gibt es seit mehr als 30 Jahren bewaffnete Konflikte. Auch heute gibt es noch viele Terroranschläge und bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppen wie den sehr gewalttätigen Taliban und den Truppen der Regierung. Für die Entscheidung zu fliehen ist meistens ein ganzes Bündel an Gründen ausschlaggebend. Aus einem bewaffneten Konflikt kann zum Beispiel eine Hungersnot entstehen, weil sich die Versorgung der Menschen im Land verschlechtert.

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Der notwendige Bedarf an Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheitspflege und Haushaltsgütern kann entweder durch Sachleistungen oder durch Geldleistungen gedeckt werden. Das bedeutet, dass Asylbewerber an manchen Orten Geld bekommen und selbst einkaufen gehen. An anderen Orten werden die Kleidung und das Essen vom Staat gekauft und verteilt. Manchmal gibt es auch Wertgutscheine, die von den Asylbewerbern in Geschäften gegen Waren eingetauscht werden können. Die Unterschiede sind so groß, weil die Bundesländer – und teilweise auch die Städte und Gemeinden – selbst darüber entscheiden dürfen, wie sie die Leistungen ausgeben.

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Ein Flüchtling ist…

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In der Umgangssprache werden die meisten Menschen, die aus Not ihr Land verlassen und nach Deutschland kommen, Flüchtlinge genannt. Will man aber juristisch korrekt sein, muss man sich an die Definition der Genfer Flüchtlingskonvention halten: Flüchtlinge sind Menschen, die eine begründete Flucht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung haben. Flüchtlinge können den Schutz ihres Heimatlandes nicht in Anspruch nehmen oder sie wollen es nicht wegen ihrer Furcht vor Verfolgung. Flüchtlinge haben das Recht auf Sicherheit in einem anderen Land. In Deutschland überprüft das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), ob Menschen diese Bestimmungen erfüllen und als Flüchtlinge anerkannt werden, also hierbleiben dürfen. Anerkannte Flüchtlinge dürfen meist zunächst für drei Jahre in Deutschland bleiben, dann wird nochmals geprüft, ob die Schutzgründe weiterhin bestehen.

Das Wort Asyl bedeutet…

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Das Wort "Asyl" kommt ursprünglich aus der altgriechischen Sprache und bedeutet so viel wie "sicher". Es meint heute sichere Orte und eine Zuflucht für Menschen in Gefahr. Im deutschen Grundgesetz steht im Artikel 16a, dass politisch Verfolgte ein Grundrecht auf Asyl haben. Das bedeutet, dass sie in Deutschland geschützt werden und bleiben dürfen. Menschen, die einen Antrag auf Asyl gestellt haben, nennt man Asylbewerber. Sie müssen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge genau berichten, wie und warum sie in ihrer Heimat verfolgt werden. Dann beurteilt das Amt, ob der Bewerber ein Recht auf Asyl nach Artikel 16a hat oder nach der Genfer Flüchtlingskonvention als Flüchtling anerkannt wird und in Deutschland bleiben darf.

Im Jahr 2015 stammten die meisten Asylbewerber in Deutschland aus…

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Im Jahr 2015 sind rund eine Million Flüchtlinge nach Deutschland eingereist. Knapp die Hälfte von ihnen hat einen Asylantrag gestellt. Die meisten Menschen stammen aus Syrien, gefolgt von Albanien, Kosovo, Afghanistan und Irak. Die Menschen aus Syrien und Irak werden zum größten Teil als Flüchtlinge anerkannt. Die Chancen für Menschen aus Albanien, Kosovo und Serbien als Flüchtlinge anerkannt zu werden oder politisches Asyl zu erhalten, sind hingegen gering, weil ihre Herkunftsstaaten als sicher eingestuft sind.

Die Menschen fliehen aus Syrien und Afghanistan, weil…

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In Syrien und Afghanistan gibt es Bürgerkriege. Dort kämpfen verschiedene bewaffnete Gruppen gegeneinander. In Syrien sind dies die Truppen des Präsidenten Baschar al-Assad, die Terroristen der Gruppe „Islamischer Staat“ (IS) und verschiedene andere bewaffnete regierungskritische Rebellengruppen. Zahlreiche Städte wurden bei den Kämpfen zerstört und viele Menschen sind bereits ums Leben gekommen.

In Afghanistan gibt es seit mehr als 30 Jahren bewaffnete Konflikte. Auch heute gibt es noch viele Terroranschläge und bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppen wie den sehr gewalttätigen Taliban und den Truppen der Regierung. Für die Entscheidung zu fliehen ist meistens ein ganzes Bündel an Gründen ausschlaggebend. Aus einem bewaffneten Konflikt kann zum Beispiel eine Hungersnot entstehen, weil sich die Versorgung der Menschen im Land verschlechtert.

Worauf haben Flüchtlingen nach ihrer Ankunft in Deutschland gesetzliches Anrecht?

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Der notwendige Bedarf an Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheitspflege und Haushaltsgütern kann entweder durch Sachleistungen oder durch Geldleistungen gedeckt werden. Das bedeutet, dass Asylbewerber an manchen Orten Geld bekommen und selbst einkaufen gehen. An anderen Orten werden die Kleidung und das Essen vom Staat gekauft und verteilt. Manchmal gibt es auch Wertgutscheine, die von den Asylbewerbern in Geschäften gegen Waren eingetauscht werden können. Die Unterschiede sind so groß, weil die Bundesländer – und teilweise auch die Städte und Gemeinden – selbst darüber entscheiden dürfen, wie sie die Leistungen ausgeben.