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10.3.2014 | Von:
Dagmar Richter

Politische Bildung in der Grundschule als Muster

Thesen im Zusammenhang mit Grundschuldidaktik:

1) In der Grundschuldidaktik hat die Diagnostik von Lernproblemen jedweder Art Tradition. Es gibt gestufte Ziele des (Politik-)Unterrichts für unterschiedliche Schüler/-innen und individualisierte Förderpläne auf der Basis von Kompetenzmodellen: Ein Kompetenzmodell sollte stets die Grundlage bieten für alle Schüler/-innen, die jeweils verschiedene Entwicklungsstufen erreichen.

2) Allgemeindidaktische und methodische Erkenntnisse für Lehr-Lern-Prozesse in der Grundschule eignen sich auch im Hinblick auf Inklusion für weiterführende Schulen (z.B. klare Strukturierung, graduierte Hinweise für die Bearbeitung von Lernaufgaben, transparente Leistungserwartungen, Wahl von Arbeitsformen). Dies gilt ebenso für strukturelle Maßnahmen (z.B. jahrgangsübergreifendes Lernen).

Thesen zur politischen Bildung:

3) Eine frühe Förderung politischer Kompetenzen, ein frühes "Kompetenzerleben“ ist für alle Lernenden wichtig, damit sie ein politisch relevantes Selbstkonzept bilden.

4) Die Kompetenzdimension "Einstellungen und Motivation“ lässt sich bei allen Schüler/-innen durch Unterricht beeinflussen. Beispielsweise wirken konsequente und sofortige Disäquilibrationsprozesse gegen Vorurteilsbildung, unterstützt durch Kooperationslernen. Die Verarbeitung affektiver Spannungen und Wissensvermittlung ist wirksam gegen "politische Ängste“.

5) Die Kompetenzdimension "Fachwissen“ lässt sich in Lehrgänge fördern, die einen kumulativen Wissensaufbau anstreben. Das zu erwerbende Wissen sollte je nach Lernvoraussetzungen unterschiedlich komplex und differenziert sein. Lehrgänge beinhalten:
  • Den Aufbau einer Wissensbasis: Politische Fachkonzepte des Kompetenzmodells werden nach Aspekten der Zugänglichkeit, Verständlichkeit und Relevanz für die Lernenden ausgewählt. Kompetenzerleben wird durch die Aneignung von Erfahrungswissen (unmittelbarer Lebensbezug) gefördert; der Lebensbezug kann auch in nicht-authentischen "Anforderungssituationen“ vorhanden sein.
  • Die strukturierte Vermittlung von Fachkonzepten: Die konstituierenden Begriffe sind zu klären (auch scheinbar bekannte Begriffe) und die Komplexität der Konzepte ist zu reduzieren. Die Reduktion sollte dem Beutelsbacher Konsens entsprechen, bedeutet aber stets eine 'Herausforderung‘.
6) Von den weiteren Kompetenzdimensionen ist die Handlungsfähigkeit hervorzuheben (Artikulieren, Argumentieren, Verhandeln, Entscheiden). Inklusiver Unterricht erfordert hier Gruppenarbeit mit Aufgabenteilung.


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