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Negative/positive Integration

Der Begriff N. umfasst Maßnahmen zur Beseitigung von zwischenstaatlichen Handelsbeschränkungen, die zur Errichtung eines sog. integrierten Marktes führen. Wirtschaftswissenschaftler unterscheiden 5 Typen der regionalen ökonomischen Integration, die durch unterschiedliche Grade und Stufen der N. gekennzeichnet sind:

• Freihandelszone,

• Zollunion,

• Gemeinsamer Markt,

• Wirtschaftsunion und

• volle wirtschaftliche Integration.

Im Unterschied zur N., die allein auf den Abbau von Handelsbeschränkungen abzielt, sind mit dem Begriff »positive Integration« alle Maßnahmen und Entscheidungen umfasst, die zur Etablierung neuer Politikfelder und Institutionen auf der Ebene der EU führen, etwa die Errichtung einer eigenständigen Außen- und Sicherheitspolitik.

Literatur:J. Pinder: Positive Integration and Negative Integration: Some Problems of Economic Union in the EEC, in: The World Today, H. 3/1968.


Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: M. Große Hüttmann



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