Regling, Klaus

[* 3.10.1959 in Kiel] dt. Volkswirtschaftler; bis 1973 Studium in Hamburg und Regensburg.

Ab 1975 und 1985–91 beim IWF, 1981–85 und 1991–98 am Bundesfinanzministerium, zuletzt zuständig für Finanzmarkt- und Währungspolitik; dabei Vorbereitungen für die EU-Währungsunion und 1995 inhaltliche Konzeption des Eurostabilitätspaktes. 1999–2001 beim Vermögensverwalter Moore Capital; 2001–08 Generaldirektor für Wirtschaft und Finanzen bei der Europäischen Kommission: Rügte Verstöße gegen Stabilitätspakt, musste diesen aber aufweichen. 2008 Dozent in Singapur, 2009 Consultant in Brüssel. Ab 2010 Leiter der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF), seit Okt. 2012 Vorsitzender des »Eurorettungsschirms« ESM, der nach einem Vorschlag der EU-Kommission vom 6.12.2017 in einen Europäischen Währungsfonds (EWF) weiterentwickelt werden soll, was jedoch auf Widerstand im Kreis der EU-Mitgliedstaaten gestoßen ist.

Literatur

  • Munzinger-Archiv; NZZ-Interview mit R., 6.11.2019.


aus: Große Hüttmann / Wehling, Das Europalexikon (3.Auflage), Bonn 2020, Verlag J. H. W. Dietz Nachf. GmbH. Autor des Artikels: Ch. Stehle



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