Geburt

Die G. eines Kindes, traditionell insbesondere die eines Sohnes, hebt den Status seiner Eltern, die daraufhin mit einem Ehrennamen (Personennamen) angeredet werden. Die mit der G. verbundenen Zeremonien sind nur zum Teil islam. Ursprungs und unterscheiden sich regional. Üblich ist, dem Kind unmittelbar nach der G. den Gebetsruf in das Ohr zu flüstern. Danach wird der Kopf des Kindes rasiert und ein Tieropfer erbracht. Am siebten Tag nach der G. gilt die Namensgebung und Beschneidung als religiös verdienstvoll. Den Geburtstag zu feiern, ist erst in neuerer Zeit üblich geworden.

Literatur:
Dessing, N.: Rituals of birth, circumcision, marriage, and death among Muslims in the Netherlands, 2001.

Autor/Autorinnen:
Dr. Friederike Stolleis, Berlin


Quelle: Elger, Ralf/Friederike Stolleis (Hg.): Kleines Islam-Lexikon. Geschichte - Alltag - Kultur. München: 6., aktualisierte und erweiterte Auflage 2018.



Lexika-Suche

Dossier

Islamismus

Seit 9/11 hat ein Wort Hochkonjunktur: Islamismus. Wer sind seine Wortführer? Welche Ziele verfolgen sie? Das Dossier führt ein in Vergangenheit und Gegenwart der extremistischen Herrschaftstheorie, die die Welt des 21. Jahrhunderts vor große Herausforderungen stellt.

Mehr lesen