Arbeitsmarktreformen

(»Hartz-Kommission«)

Sammelbegriff für verschiedene Konzepte zur Reform des Arbeitsmarktes, um die Arbeitslosigkeit nachhaltig zu senken. 2002 wurden von der Kommission »Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt« (»Hartz-Kommission«) unter Leitung des ehemaligen VW-Managers Peter Hartz (* 1941) Vorschläge erarbeitet, die in vier Gesetze einflossen (Hartz I-IV. Dazu gehörten eine schnellere Arbeitsvermittlung durch die Arbeitsämter (Jobcenter, Hartz I), ein verstärkter Einsatz von Leiharbeit (Hartz II), die Förderung der Selbstständigkeit durch die Möglichkeit, eine Ich-AG zu gründen oder Überbrückungsgeld zu erhalten, eine Reform der geringfügigen Beschäftigung (Hartz III), und die Zusammenlegung von steuerfinanzierten Leistungen Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II (Hartz IV).

Auch unter der Regierung Merkel (seit 2005) werden Arbeitsmarktreformen fortgeführt, etwa durch Mindestlöhne. So gilt in Deutschland seit 1. 1. 2015 ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 € je Stunde. Dieser soll die Beschäftigten vor Dumpinglöhnen schützen und so die Zahl der Arbeitnehmer verringern, die trotz Vollzeitbeschäftigung auf Sozialleistungen angewiesen sind.


Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.



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