Transfergesellschaft

Transferkurzarbeitergeld, Transferleistungen

Als betriebsorganisatorisch eigenständige Einheit (als Firma, die sich darauf spezialisiert hat und in der Personalentwicklung erfahren ist) übernimmt sie Arbeitnehmer, die kurz vor der Kündigung stehen, in einen befristeten Arbeitsvertrag. Der Übergang der Mitarbeiter in die Transfergesellschaft ist freiwillig. Sie verzichten dabei auf die Einhaltung der Kündigungsfrist; dafür erhalten sie bis zu einem Jahr Transferkurzarbeitergeld wie bei Kurzarbeit (siehe dort) und meist noch einen in Sozialplänen vereinbarten Aufstockungsbetrag des Arbeitgebers. Im Rahmen ihrer Transferleistungen beteiligt sich die zuständige Arbeitsagentur über das Transferkurzarbeitergeld hinaus zur Hälfte, jedoch höchstens 2 500 € je geförderten Arbeitnehmer an den Kosten der Transfergesellschaft. Die Mitarbeiter reduzieren ihre Arbeitszeit auf Null, werden stattdessen von der Transfergesellschaft beraten und weiterqualifiziert. Am Ende haben sie im günstigen Fall eine neue Stelle oder Anspruch auf Arbeitslosengeld I mit voller Bezugsdauer.


Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.



Lexika-Suche

Zahlen und Fakten

Globalisierung

Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. "Zahlen und Fakten" liefert Grafiken, Texte und Tabellen zu einem der wichtigsten und vielschichtigsten Prozesse der Gegenwart.

Mehr lesen

Dossier

Wirtschaft

Wirtschaftliche Grundkenntnisse sind so wichtig wie das kleine 1x1. Das Dossier liefert Hintergründe und Themenbeiträge zu den wichtigsten aktuellen Wirtschaftsdebatten.

Mehr lesen