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Bettkarte | bpb.de

Bettkarte

Auch "rote Karte" oder "rosa Karte". Eine solche Karte versuchten Häftlingsfrauen im Krankenrevier zu bekommen, wenn sie vollkommen erschöpft waren. Dafür mussten sie eine Untersuchung bei einem SS-Arzt in Kauf nehmen, der Bettkarten oft nach eigenem Gutdünken ausstellte. Wichtig war daher die Hilfe von Häftlingsärztinnen im Krankenrevier, die manchmal einer Frau heimlich eine Bettkarte zusteckten, die für eine bestimmte Zeit die nur bedingte Arbeitsfähigkeit bzw. Arbeitsunfähigkeit bescheinigte. Trotzdem konnte die Frau zu sitzenden Tätigkeiten wie Stricken oder Nähen eingeteilt werden.

(Quelle: Gabriele Knapp, Frauenstimmen – Musikerinnen erinnern an Ravensbrück, Berlin 2003.)

Fussnoten