Die systematische Ermordung aller als unheilbar eingestuften Kranken unter dem Vorwand des "Gnadentodes". Von Herbst 1939 bis August 1941 ermordete die SS mit Hilfe von Ärzten und Krankenschwestern über siebzigtausend Frauen, Männer und Kinder. Ausschlaggebende Kriterien für eine Selektion waren: erwiesene oder behauptete psychische Krankheiten, Erbschäden, körperliche oder geistige Behinderung, Arbeitsunfähigkeit der Betroffenen, Vorstrafen und eine "nicht arische" Herkunft.
(Quelle: Gabriele Knapp, Frauenstimmen – Musikerinnen erinnern an Ravensbrück, Berlin 2003.)