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51. bpb:forum "Abteilung XXII"

Die Stasi und der westdeutsche Rechtsextremismus

Zielobjekt Rechts CoverZielobjekt Rechts Cover (© Ch. Links Verlag)
Angesichts des rechtsextremistischen Anschlags auf die Synagoge von Halle, des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und den bis heute offenen Fragen zum NSU-Komplex geriet auch die Geschichte des Rechtsextremismus in Deutschland stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit. Ein dabei noch recht gering ausgeleuchtetes Kapitel handelt vom Blick des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR auf die westdeutsche Neonaziszene.

Der Journalist und Experte für Nachrichtendienste Andreas Förster hat mit seinem Buch "Zielobjekt Rechts" die Aktivitäten der Stasi in diesem Bereich aufgearbeitet. Seine These: Die Stasi agierte keineswegs nach der Prämisse "Der Feind meines Feindes ist mein Freund". Vielmehr setzte sie eine ganze Organisationseinheit auf den westdeutschen Rechtsextremismus an – die Abteilung XXII. Der Grund: Die Führung der Stasi machte sich ernsthaft Sorgen um die innere Sicherheit der DDR, die sie durch den erstarkenden westdeutschen Rechtsextremismus und dessen Verbindungen in die DDR gefährdet sah. Das Motiv, Propaganda gegen eine vermeintlich gegenüber dem Rechtsextremismus zu nachlässige agierende Bundesrepublik zu betreiben, lässt sich den Akten des MfS laut Förster hingegen nicht entnehmen.

Wie gestaltete sich die Arbeit der Stasi gegen westdeutsche Rechtsextremisten? Worin sah sie die größten Bedrohungen? Wie gerechtfertigt waren die Sorgen? Andreas Förster geht diesen und anderen Fragen in seinem Vortrag nach und steht anschließend für ein Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung.

Die Veranstaltung wird als Audio-Datei mitgeschnitten und ist im Anschluss in der Mediathek als Download verfügbar.

Termin

03.03.2020, von 18:00 bis 20:00

Ort

bpb:medienzentrum
Adenauerallee 86
53113 Bonn

Für

Interessierte

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Anmeldung

Teilnahmegebühr: kostenfrei
Bitte melden Sie sich über den Anmelde-Button bis zum 02.03.2020 zur Teilnahme an.

Kontakt

Bundeszentrale für politische Bildung
Fachbereich Extremismus
Hanne Wurzel
Adenauerallee 86
53113 Bonn
hanne.wurzel@bpb.de

Pressekontakt

Bundeszentrale für politische Bildung
Stabsstelle Kommunikation
Adenauerallee 86
53113 Bonn
presse@bpb.de



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