Dossierbild Podium/Vortrag

Joanna Bryson: The Role of Humans in an Age of intelligent Machines (Livestream)

Making Sense of the Digital Society

Künstliche Intelligenz (KI) und das Informationszeitalter führen dazu, dass wir mehr Informationen über uns selbst und über einander haben, als je zuvor. Gleichzeitig bringen sie Maschinen hervor, die die Menschheit in ihren Fähigkeiten möglicherweise eines Tages überflügeln könnten. Wo liegen die Grenzen der künstlichen Intelligenz? Wo liegen die Grenzen von Intelligenz und Menschlichkeit im weiteren Sinne? Was sind unsere ethischen Verpflichtungen gegenüber Maschinen und ändern diese etwas daran, welche Verpflichtungen wir gegenüber anderen Menschen haben? Was ist die Grundlage unserer gesellschaftlichen Verpflichtungen?

In ihrem Vortrag wird Joanna Bryson argumentieren, dass es nur zwei zentrale Probleme gibt, die die Menschheit zu lösen hat: Nachhaltigkeit und Ungleichheit, oder anders ausgedrückt: Sicherheit und Macht. Oder noch anders ausgedrückt: Wie groß kann der Kuchen sein, den wir backen, und wie wir teilen wir ihn auf? Das Leben ist kein Nullsummenspiel; wir nutzen die soziale Sicherheit, um öffentliche Güter zu schaffen, von denen alle profitieren. Aber dennoch braucht jeder Einzelne genügend Kuchen, um zu wachsen Und das ist die Herausforderung der Ungleichheit. Joanna Bryson wird argumentieren, dass das Verständnis dieser Prozesse die obigen Fragen beantwortet, und sie wird untersuchen, wie die KI gegenwärtig diese beiden Probleme beeinflusst.
Joanna J. Bryson, Professorin für Ethik und Technologie an der Hertie School, ist eine Wissenschaftlerin, die für ihr breites Fachwissen über Intelligenz, ihre Natur und ihre Folgen anerkannt ist. Sie berät Regierungen, transnationale Agenturen und NGOs weltweit, insbesondere im Bereich der KI-Politik. Sie verfügt über je zwei Abschlüsse in Psychologie und KI (BA Chicago, MSc & MPhil Edinburgh, PhD MIT). Ihre Arbeit ist diversen Medien und Fachzeitschriften veröffentlicht worden, von reddit bis zur Zeitschrift Science. Sie forscht weiterhin sowohl zu System-Engineering im Bereich KI als auch zur Intelligenzforschung, wobei ihr gegenwärtiger Schwerpunkt auf den Auswirkungen der Technologie auf die menschliche Zusammenarbeit und auf neuen Modellen der Governance für KI und IKT liegt.

Die Veranstaltung findet in Englischer Sprache statt und wird von Tobi Müller moderiert.

Der derzeit rapide voranschreitende technologische Wandel ruft enorme Ungewissheiten hervor. Umfassende Erklärungen werden notwendig, um die Veränderungen besser verstehen und eine gemeinsame Zukunft gestalten zu können. Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) führen daher auch in diesem Jahr die 2017 ins Leben gerufene Redenreihe "Making sense of the digital society" fort. Ziel ist es, eine europäische Perspektive auf den gegenwärtigen Transformationsprozess unserer Zeit und dessen gesellschaftliche Auswirkungen zu entwickeln.

Ansprechpartner:
info@hiig.de

Termin

25.05.2020, von 19:00 bis 20:00

Ort

HAU 1 (Hebbel am Ufer)
Stresemannsraße 29
10963 Berlin

Für

Interessierte Öffentlichkeit

Veranstalter

bpb
Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG)

Anmeldung

Teilnahmegebühr: Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung über die Website des Kooperationspartners ist notwendig.
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
Der Facebook-Livestream wird auf dieser Seite eingebunden

Kontakt

Sascha Scheier
sascha.scheier@bpb.de
Pressestelle



Redenreihe

Making Sense of the Digital Society

Im Rahmen der von der bpb in Kooperation mit dem Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) organisierten Redenreihe "Making Sense of the Digital Society" diskutierten wir über Deutungen und Analysen digitaler Transformationen. Dazu luden wir Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen ein, die über ihre Sicht auf die durch digitale Technologien verursachten Veränderungen sprachen.

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Veranstaltungskalender

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